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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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November 1528.

9.Item und ob sich bcgeb, das gott ewcnklich wende, daß die fünf Ort mit einander» in zwytracht kamen,und der ein teil rechts begert, und der ander teil dem rechten nit welte begegnen oder statt geben, alsdann sindwir von Wallis schuldig, dem rechtsbegerenden zuo verhelfen zuo dem rechten und znm rechten byständig zuo sin;deßglich sind auch wir die fünf Ort denen von Wallis schuldig, ob sy mit einem der fünf Orten zuo stoßenkämend, inen auch zuo dem rechten zuo verhelfen und byständig zuo sin.

19.Hierin behalten inen beid partyen vor all ir geistlich und weltlich alt fryheiten, bruch, üebung undharkomcn, wie sy es zuo beiden partyen in iren stellen, landen, dörfern und flecken gebrucht Hand.

11.Item hierin behalten wir zuo beiden partyen uns vor all elter pündt, darin wir vor datum obgemeltsbürg und landrechts verfaßt sind, allein usbeschlossen den artikel berüerent den. cristenlichen glauben; den zuoschirmen soll uns kein elter pündtnus nit irren.

12.Item es sind auch in dis obgcmelt bürg und landrccht gangen ein Herr und bischosf, auch das erwirdigcapitel zuo Sitten, und die zwen Zenden Löuk nnd Raron; die haben ouch vorbehalten all clter pündt, doch ouchusgeschlossen den artikel berüercnd den cristenlichen glauben; den zuo schirmen soll sy ouch kein elter pündtnusnit irren.

13.Item wir söllent ouch somlich unser bürg und landrecht ewcnklich allwegen in zechen jaren einest, wennes von eintwcderem teit begert wirt, mit unfern eiden, wie das brüchlich ist, ernüwern, und ob villicht sölichsnit beschech, söllent doch die nütdesterminder, wie unser brief inhaltent, festenklich von uns und unfern nachkommen,die wir ouch harin verbindent, gehalten werden und in kreften beliben. Actum uff Catherine A? zc. 1528."

St. A. Zürich: Tschub. Doc.-Samml. T. IX. Nr. 36. St. A. Lucern: A. Wallis (mit einzelneu ganz unwesentlichen Abweichungen). K.A. Schwyz.

Zu II. Das Schreiben, wodurch die Boten der drei Orte Schwyz über die gepflogenen Verhandlungen inKürze benachrichtigen und um Besammlunq der Landsqemeinde ersuchen, liegt im Original, dd. St. KatharinenTag, im K. A. Schwyz: A. Wallis.

Dasselbe war laut der Missive von einer Abschrift des fraglichen Bündniß-Entwurfes begleitet, die sich amgleichen Orte befindet.

«vs.

Appenzell, Wyeintyal', Hyurgau, :c. 15ZZ, 30. November (Auf Andreas).

Staatsarchiv Lucern: Mg. Abschiede II. 2. k, 5,27.

Es weiß jeder Bote, was man in Appenzell vorgebracht, und daß man 1. die Anfrage gestellt, ob esden Bund an den V Orten halten wolle? 2. begehrt, daß es die Scinigen aichalte, mit denen im Rheinthalnicht mehr Zusammenkünfte zu halten, ivic es bisher geschehen; 3. Antwort verlangt, ob es dazu stimme, daßeinem Beschlüsse der Mehrheit Folge geleistet werden solle? Darauf haben die von Appenzell ihre Antwortschriftlich gegeben, welche aber die Boten nicht haben annehmen können, weil sie zu wenig bestimmt gewesen,dagegen das Versprechen abgenommen, auf den nächsten Tag zu Baden eine lautere Antwort zu schicken.K». 1. Sodann haben die Boten die vier Höfe iin Nheinthal vorberufen und von ihnen die Erklärung gefordert,ob sie der Mehrheit der Orte gehorsam sein und mit ihnen am alten christlichen Glauben festhalten wollen-2. Zudem ist ihnen vorgehalten worden, daß sie ans jedem Hof fünf Männer bezeichnet haben, welche die Straft»auflegen und einziehen müssen, ohne Rücksicht auf den Landvogt oder den Abt von St. Gallen, als ihren eigent-lichen Gerichtsherrn, und dabei bestimmt erklärt, daß mau dieses Unternehmen nicht billige und erwarte, daß ß^diese eigenmächtig angenommene Obrigkeit abstellen. 3. Ferner haben ihnen die Boten untersagt, mit denen vonAppenzell Gemeinden zu halten und zu mehren. 4. Endlich hat man sie bei ihren geschwornen Eiden aufgefordert,