November 1528.
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ob man deßhalb auch nach 'Zug senden wolle, um dasselbe in dieses Burg- und Landrccht zu bringen; letzterenVorschlag soll Wallis hcimberichten. III. Ist endlich das Geschäft so weit gediehen, daß die Artikel allseitigangenommen werden, so will man eine Botschaft nach Wallis abfertigen, die sich auf Sonntag vor Weihnachten(20. December) zu Sitten, wo die jährlichen Landsgemeinden abgehalten werden, einfinden soll. Wenn diesaber so bald nicht möglich wäre, so soll darüber an Wallis berichtet und die Berufung einer andern Gemeindeverlangt werden.
Zu I. Entwurf eines neuen Burg- und Landrechts mit Wallis:
„Wir N. und N. zc. thuond kund allen denen, so disen unfern brief sanjsechent oder hörent lesen, als dannunser frommen altvordcrn uß merklicher bewegung mit einandern in ein bürg und landrecht verfasset worden undnoch sind, auch noch lut brief und sigel dorumb ufgericht, und(er) dntum zc., und wiewol inhalt sölicher briefenuns von Wallis seer bindet, und doch darin bis uf dise zit beharret sind in brüederlichem wesen, das nun unszuo beiden partyen zuo manigfaltigem nutz hat erschossen, und uff daß wir in sölicher trüwer lieb für uns undunser nachkommen in die ewigkeit handfest mögen beharren und mit eintätigem (?) gemüet guotwillig und wolbedacht wellen und erkennen, daß sölich bürg und landrecht, in vier briefen oergriffen, fürterhin erlütert sigen undverstanden werdent nach lut und inhalt (der) capiteln, lütrung und fründlichs nachlas hienach gemeldetzc.
1. „Des ersten söllen wir beid partyen stündlich und brüederlich mit einandern leben, jetwedercr teil desandern nutz fördern und schaden wenden, wie das stündlichem und brüederlichem wesen gepürt, one allen trugund argtist zc.
2. „Item ob unser obgemelten teilen eintwederer mit krieg wurden beladen durch fürsten oder Herren, welchedie wärind, begirlich unser land und lüt, so wir zuo diser zit in besitzung Hand, gwaltenklich zuo schädigen undabbruch zuo thuon, soll entwederer teil des andern fyenden hilf, stür, tritt, paß, zuolouf lüten oder narung uitgestattnen, sonder dem teil, so mit krieklicher ufruor beladen wirt, früntliche hilf bewysen mit trostlichem zuozug,und was hilf von kricgsliitcn ein teil dem andern in sölicher gstalt zuoschickt, des selben soll sich der teil, demsemliche hilf gesandt wirt, benüegen lassen.
3. „Item ob dann uß ursach sölicher hilf der teil, so die hilf schickt, ouch in krieg verfellt wurde, als(danu)ist jetwedere party schuldig, die andern zuo schirmen gewaltenklich oder nach gstalt der fach, und wann sölichsbeschickst, so soll entwederer teil one des andern gunst und verwilligung mit sinen spenden nit frid oder cinicherleibestand machen, dann in sölicher gstalt söllen wir beliben mit einander» und dwcderer teil unwüssent des andernteils nützit beschließen.
4. „Item so dann mengerlei zwcyung sich erhept in unserm waren cristenlichcn glauben uß ursach nüwersteten, durch sonder Prediger undcr dem schin des heiligen gottesworts usgespreit, dadurch etlich stett und Herschaftvon dem alten waren cristenlichcn glauben abgefallen und nüwe vermeinte ler angenomen Hand, die doch cristen-lichem gsatz widrig ist, sind »vier obgemelten partyen schuldig jetwedere der andern, ob uns jeman in unfern landenvon der waren gsatzt gottcs und von unserm alten cristenlichcn wesen und glauben weite trengcn, daß wier libund guot zuosammen setzen wellen, und einandern darby schirinen, und sölle alle obgemelte hilf beschechen in desseneignen kosten, der dem andern somliche hilf bcwist.
5. „Item ob sich bcgeb, das gott lang wenden well, daß unser dwcdcrteils undcrthanen des andern teilsunderthanen einen liblos tat, so soll umb sölichen todtschlag gcricht werden an denen enden, da sölich todtschlagbeschechen ist.
6. „Item es soll ouch dwcderer des andern underthanen umb cinicherlei schuld oder ander erlich Händel nitvcrschlachcn, verhcftcn noch verpictcn, und ist schuldig der klegcr sin schuldncr zuo jagen und zuo berechtigen vorsine», ordcnlichcn richtcr, und daselbs soll ouch umb scmlichc schuld förderlich und ustragenlich gericht gestattet werden.
7. „Item eS soll ouch entwederer teil dem andern sine undcrthanen mit cinicherlei beschwürst als zöllcn oderandern ufsätzen, nit beladen, sonder soll es zuo beide» sitcn beliben, wie es von alter har gebrucht ist zc.
8. „Item es soll ouch zwüschen uns beiden partyen feiler kons und verkauf, wie stündlich und nachpürlichenist, allzit gebrucht werden.