November 1528,
1443
gemüets m. h. spgent, nämlich erstlich, daß si die pünt trülich und erlich halten, als st auch die gehalten habint;wie aber andre Ort den piinten gelept, seche und müsse man auch wol. 2. Zum andern, daß si hinfür die biderbcnlüt in den gemeinen herschaften und vogtien, da si nit minder teil dann ein ander Ort habent, des gütlichen wortshalb, wo man si darnmb an lib, ere oder guot strafen und mit gwalt davon wclte trengcn, nit werdint verlassen,und solichs nit mer dulden noch erliden, daß es nochmaln bi dem selben gänzlich solle bliben, mit dem heiterenanhang, daß m. h. iren zuosag, den biderbcn Wen in den gemeinen herschaften, von wegen des wort gottes uffir ansuochcn getan, erlich und redlich halten und lib nud guot zuo inen setzen, wie dann das die antwurt, uffjüngstem tag ... gegeben, unter vermag und inhaltet." 81^. Undcrstattschribcr Zürich.
Das Solothurner Exemplar ist aus der Feder des Schwyzer Landschreibers B. Stapfer (copirt). — EinenAuszug hat Nr. 600, o.
SS8.
Mern. 1528, 15. und 16. November.
Staatsarchiv Bern : Nathsbuch Nr. 219, p. 189.190.194.
I. 1. Boten von Basel stellen die ernstliche Bitte, zu einem freundlichen Tage einzuwilligen, um die nochvorhandenen Späne zu vertragen. 2. In gleichem Sinne erbieten sich drei Boten von Straßburg, mit Hülfeanderer unparteiischer Orte an einem Vergleich zu arbeiten, „mit vil hübschen stündlichen Worten". Auch bittensie um Schonung für die Gefangenen und Abgetretenen.
II. 1. Ihr Anerbieten wird ihnen verbindlich verdankt, dann aber vorgestellt, daß man sich in dieser schwerenSache noch nicht zu freundlicher Unterhandlung entschließen könne; ihrer Bitten wolle man aber eingedenk bleiben.2. „Den Straßburgern mit vj kanncn schenken und beid botschaften von Basel und Straßburg ab der herbrig lösen."
III. (16. November). 1. Abermals bitten die Boten von Basel, den Gefangenen Barmherzigkeit zu beweisen'")und die Sache zu gütlicher Verhandlung kommen zn lassen, indem die Nachbarn über unsere Zwietracht mehrFreud als Leid empfinden würden, 2. Auch die Boten von Straßburg wiederholen ihr Ansuchen in diesem Sinne.
IV. Der große Rath bestätigt die gestrige Antwort; er überläßt es den Straßburgern, deßhalb einen Taganzusetzen, behält sich aber vor, denselben zu besuchen oder nicht. Der gleiche Bescheid wird den Baslern gegeben.
sss.
Iüern. 1528, 16. bis 18. November.
Staatsarchiv Bern: Rathswch Nr. Slg, x. 192—ls?, 200, 201.
t». 1. Die Boten von Frei bürg beschweren sich über die Rede, daß sie (rcsp. ihre Herren) nach Solo-thurn Geschütz geschickt, das wider Bern hätte dienen solle», und den Bauern Hülfe zugesagt haben; das sei derWahrheit nicht gemäß, und sie begehren, daß man ihnen die Verleumder anzeige; die wollen sie dann berechtigenund ihre Unschuld erweisen. 2, „Densen) von Frpbnrg in kurzem antwurt nf ir begcr der zuored halb; wann
*) Am 24. erging das Todesurtheil über Trachsel, mit ausdrücklicher Rücksicht auf die Fürbitte der Eidgenossen und derStraßburger zn gewöhnlicher Hinrichtung gemildert.