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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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November t528.

Gesandten von Zürich, mit dieser Antwort sich zu begnügen und keinen Verdacht zu fassen, als ob man zumSchaden oder mit Hintansetzung Zürichs etwas vorgehabt hätte; denn hätten sie nicht selbst vorzutreten begehrt,so würde man sie durch Boten berichtet haben. Und da Zürich in seiner Instruction die Zuversicht äußere, daßdie Thurgauer die hergebrachte Einigkeit und gute Nachbarschaft durch Lügen und andere Practiken nicht schwächenlassen und nicht jeder Klage über Zürich Glauben schenken, so bitte man es Hinwider, wenn geistliche oder weltlichePersonen, Gerichtsherren oder Unterthanen, Reiche oder Arme samt oder sonders verklagt würden, die Verklagtenimmer zu gnädiger ungewaltsamer Verantwortung kommen zu lassen oder in ihren Gerichten zu berechtigen, damitNiemand erdachte Reden unschuldig entgelten müsse. 3.Und des gottsworts halb, das sige bißhar bi inenallenthalben im Thurgöw verkündt, und wäre niemand darwider, min Herr Landvogt hat (habe) ouch allwegenbefolhen und setz den gerichtsherren aber in befelch geben, mit iren Priestern zuo reden, daß sy das heilig gotts-wort nach dem haitern text, wie sy das singen und läsen, verkünden; (sy) vermainen, sy wellen darby beliben."

III. Da die Rathsboten diese Antwort, damit sie dieselbeungemindert oder gemehret" ihren Herren heim-bringen könnten, schriftlich begehren, wird ihnen solches verwilligt. Sie versprechen auch treulich die Bitte anzu-zeigen, daß die Verklagten verhört werden möchten, und lassen hoffen, daß darin kein Mangel sein werde, indemihre Obern Niemand wider Recht übereilen (gachen"), nicht allen Reden Glauben geben, auch Niemand von derMesse drängen wollen, es wäre denn daß die Mehrheit einer Gemeinde sie anriefe, sie bei dem Gottesworte z»schirmen; dazu seien sie willig und nach ihrer Meinung verpflichtet; sie gedenken auch Leib und Gut zu denenzu setzen, die sie dergestalt anrufen würden.

5S7.

Zürich. 1528, 14. November (Samstag nach Martini).

Staatsarchiv Zürich: Atten I. Cappelerkrieg. Nathsbuch 5.235 b. Kantoilöarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV.

Vortrag einer Botschaft von Basel, Schaffhausen und Appenzell, betreffend die gemeinen Vogteien.Zürich beantwortet ihn ablehnend wie folgt:

Als dann unser lieben Eidgnossen von Basel, Schaffhusen und Appenzell ir ersam botschaften vor mincnHerren kleinen und großen Räten gehcpt und uff das, so vornahar von inen zuo tagen der gemeinen grafschaften,herschaften und vogtien halb gehandlot, zum früntlichisten und höchsten ersuocht und gebätten habcnt, von «'erjüngst gegebnen antwurt zuo Baden in Aergöm nach vermög gestclter instruction abzestand und es bi dem blibenze lassen, so je zuo ziten von denen Orten, so an den gemeinen herschaften teil habent, das mer werde, mit merund bessern worteu, hie ou not ze melden; daruf habcnt sich die gemelten mine Herren Rät und Burger entschlossenund den gesandten botten von den drygen Orten nach gethaner danksagung irs crpietens und unzhar gehegter kost,müeg und arbeit geantwurtet, 1. st werdint des gütlichen worts halb, sovil dasselb berüer, nit stillstan, sondersdamit fürfaren, und diewil vornahar zuo tagen unfern Eidgnossen guuogsamklich erscheint sige, wcß willen und

mit der hilf gottes riß dem land vertriben und in gemainer landschaft, inincin herreu dem landvogt als obstat allwegen lib u»guot zuosetzen, soser das langen möge, und im gehorsam sin in lieb und laid, und danken hiemtt ime minem Herren landvogsuis fridlichen und srüntlichen erbietens, sich hinwiderumb gegen im erbietende, semlichs umb in in aller dienstbarkait underthenikncyzuo verdienen; sy begeren ouch kam andern schirm anznonemen »och ze suochen, sunder miner gnädiger Herren der Aidgnosstnals irer gn. Herren und obern schirm, wie sy den unzhar von inen gehebt haben, zuo behalten. Actum zuo Frowenseld Wentagvor Martini A° zc. xxviij."