November 1528.
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gar nichts bekannt; man könne auch den Wechsler nicht finden, der davon geredet haben soll, ersuche aber Bern,von Roggenbach den Namen oder die Gestalt desselben zu erfragen; dann werde man thun, was sich gebühre.3. Eine Botschaft von Ensisheim sei allerdings hier erschienen mit der Eröffnung, daß sie zu gütlicher Unter-handlung Befehl habe; ob sie aber weiter geritten, wisse man nicht. K.A. B-is-u MW»-» r, mo v, 211 ...
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Arauenfetd. 1528, 10. November (St. Martins Abend).
Staatsarchiv Zürich: Acten Thurgau.
I. Gesandte von Zürich _ M. Peter Meyer und M. Jacob Frei, (designirter) Hauptmann des Abteszu St. Gallen — eröffnen vor den versammelten geistlichen und weltlichen Gerichtsherren und den Anwälten derGemeinden im Thurgau, ihre Herren haben mir gerüchtweise erfahren, daß diese Versammlung stattfinde undBotschaften ihrer Eidgenossen von den VII Orten hier erscheinen sollen; dieses letztere Vorhaben, wenn dem alsosei, müßte sie befremden, da sie davon nichts gewußt, wiewohl sie auch Theil am Thurgau haben; weil sie nunnicht haben wissen können, was da verhandelt werde, so haben sie eine Botschaft abgeordnet, um die Gerichts-herren und Gemeinden zu begrüßen und ihnen anzuzeigen, daß sie vor kurzer Zeit in Frauenfeld und andernGemeinden auf die vorgetragene Instruction Antworten empfangen haben, die ihnen wohl gefallen; weil jetztaber vermuthlich die Anwälte von andern Gemeinden zugegen, bei denen die frühere Botschaft nicht gewesen, sobegehren sie die gleiche Instruction, die sie auch für den letzten Tag zu Baden bereit gehalten, zur Erklärungihres guten Willens und ihrer Entschuldigung nochmals verlesen zu lassen.
II. Nachdem dieselbe verlesen und Weiteres mündlich angebracht worden, hat man den Boten von Zürichfolgende Antwort gegeben ; 1. Daß die Herren von Zürich dieser Versammlung wegen Bedauern und Unwillen haben,empfinde man als eine Beschwerde, da mau in guter Meinung zusammengekommen, weil sie und andere Eidgenossenui einer Spannung seien, die man von Herzen und treulich bedanre, um als gcschwornc Unterthanen die Bitte an,sie zu „legen", ihre Späne gütlich zu vertragen oder in ein Recht zu leiten, damit Aufruhr und Krieg vermiedenbliebe; wenn aber diese Bitte vergeblich wäre, was man nicht hoffe, (so möchte man die andere stellen), daß sie dieThurgaucr bei Hans und Hof bleiben ließen, da sie sich keiner Partei beladen wollen, laut des gestrigen einhelliggemachten Abschieds, der hiebe! verlesen wird"). 2. Die Gerichtsherren und die Anwälte der Gemeinden bitten die
*) Der Wortlaut des erwähnten Beschlusses ist dem Original dieses Abschieds einverleibt; wir lassen ihn als Note folgen:„Uf das anbringen, so min Herr der landvogt an die gemainden im Thnrgöw gethan und langen lassen hat, habe» vor-Pmelt gemeinden durch ir vollmächtig anwält dem genannten minem Herren dem landvogt (die) antwurt geben, daß sy (des)fiunemens und ganz gnots willens syen, den aid, so sy m. h. dem landvogt in namen miner gnädigen Herren der siben Orten derAidgnossen geschworen haben, trüwlich zuo halten, ouch inen und irem landvogt gehorsam und gewärtig zuo sin und ir eer, libund guot zuozesetzen. Und so aber vorgenannt min gnädig Herren die Aidgnossen gegen cnandern in span und widerwärtigkait ston,war ir mainnng wie der gerichtsherren und edcllüten, daß von inen den gerichtsherren und gemainem Thnrgöw am botschaft fürmin gnädig Herren die Aidgnossen nf nächsten tag gen Ainstdlen verordnet wurd, sy zuo bitten, daß sy sich irer spänn und zwy-üachtigkait mit enandern güetlich verainen, damit sy frid und rnow bi und under inen erhalten syen. Wa aber das je nit sinMöcht, und krieg zwischen inen uferston und erwachsen sölt, darvor gott sin welle, daß dann sy min Herren sy die Thurgöwer by'«n hüsern und kleinen kinden stillsitzen lassen, so wellen sy sich dehainer parry beladen noch annemen und also bi hus und HofMchaimsch beliben, dann sy als arm litt kam krieg erlydeu möchten. Ob aber etwas litten über See oder Nin ald von andernLsgninen, wannenhar die wären, niemand usgeschlossen, kämen, und min Herr landvogt und das Thurgöw überfielen, weiten syw selbigen, so das täten und sy gemainlich oder sonderlich nit by recht beliben zno lassen und gewalt an sy zuo legen vermainten,
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