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November 1528.
IV. Denen von Zürich'und Wallis wird für ihre Erbietungen Dank gesagt und freigestellt, ob sie(ins Oberland) hinauf reiten wollen oder nicht.
V. (Nachmittag). Die Boten von Luceru und Basel, die zu Jnterlaken gewesen, bitten „wie vor", derUnterwaldner halb stillzustehen und den Schuldigen Gnade zu beweisen. (Ihre gute Meinung?) wird verdanktund die Antwort auf morgen verschoben.
VI. (4. November, Sitzung des großen Raths). Die von Lucern und Basel wiederholen ihr Begehren.Man erwidert ihnen, wie bei den Unterwaldnern alles fruchtlos gewesen, Schriften, Botschaften, Mahnungen beiden Bünden; die Ungehorsamen wolle man strafen und gewärtigen, ob die Unterwaldner entgegenkommen undden Schaden ersetzen.
VII. (5. November, Versammlung des großen Ruthes). Die Voten von Neuen bürg bieten freundlicheUnterhandlung an; desgleichen diejenigen des Bischofs von Basel, die ihr langes Ausbleiben entschuldigenund über die Unruhe ihr Bedauern äußern.
VIII. (8. November). Die Boten von Konstanz und St. Gallen anerbieten, was zum Frieden diene,und begehren, daß man künftig, wenn Gleiches oder Anderes begegnete, die beiden Städte (auch) berichte, da sieLeib, Ehre und Gut zu Bern setzen wollen.
IX. (9. November). Die (Leute) von Lausanne und Peterlingen nehmen freundlichen Urlaub, daman ihrer nicht mehr bedarf, und erbieten sich zu ferneren Diensten.
X. Die Boten von Schaffhausen versprechen, zu diesen Dingen das Beste zu reden, und entschuldigenihr spätes Erscheinen, da sie nicht früher benachrichtigt worden. Bedürfe man ihrer, so wollen sie dienen mitLeib und Gut. — Dieses Anbringen wird verdankt. Die Boten sind „ab der Herberge zu lösen"; man soll ihneneine „Abschrift des Handels" zustellen.
XI. (13. November). Die Boten von Roth weil bezeugen, daß ihren Herren die Zwietracht herzlich leidsei, und bitten, es nicht übel zu deuten, daß sie so spät erscheinen; sie bedauern, daß sie die Sache nicht ehervernommen. Sie haben Befehl erhalten, freundlich zu Mitteln, aber auf dem Wege von den Schaffhauser Botengehört, daß der Handel zu Ende gebracht sei; nun bitten sie um einen schriftlichen Bericht, den sie heimbringenkönnen, und um Barmherzigkeit gegen die Gefangenen. — Ueber die Ursachen^ des Handels soll ihnen Berichtgegeben werden.
XII. Es erscheinen Boten von Luccrn, Uri, Schwpz, Zug und Wallis mit der Bitte, die Sacheder Unterwaldner nicht so hoch aufzunehmen, da „erkundet" sei, daß die Obrigkeit darin keine Schuld trage undetliche der Weisen nicht daheim gewesen seien; die Jugend sei nicht mit einem rechten Panuer aufgebrochen*).
XIII. Vor dem großen Rath wiederholen die Boten (derselben Orte) ihren Vortrag und bitten für dieGefangenen und Flüchtigen.
XIV. Es wird beschlossen, ihnen für ihr Erbieten freundlich zu danken, dabei aber vorzustellen, wie un-gebührlich die Unterwaldner gehandelt haben; deßhalb könne man sich jetzt nicht einläßlich erklären, wolle aber(bei Gelegenheit) weitere Antwort geben.
Eine Reihe einschlägiger Missiven kann hier keine Aufnahme finden. Dagegen ist noch auf die unter Nr. 595
mitgetheilten Korrespondenzen hinzuweisen.
*) Offenbar nicht ganz gläubig bemerkt der Unterschreiber: „"Die von Uri schon uf gsin uf den see mit ir paner und übelzuosriden, daß die von Underwalden abzogen." — Unter dem 16. notirt derselbe ferner! „"Die von Uri mit irem zeichen uszogenbis uf Tellenplatt, etlich büchsenschützlm) von Lucaris und Louwis by inen; deß sind die von Zürich etlicher gestalt bericht."