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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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October 1528.

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2) 1528, 12. October. Bern an die neuglnubigcn Landteute von Glarus. Antwort auf das eben durch ihrenBoten übergebene Schreiben (nebst der ab dem letzten Tag in Baden an sie ergangenen Zuschrift).Dwyl nunberüert iiwer schryben bemcldet, daß ir (den) angesatzten tag nit wellen bcsuochen, ist uns von herzen leid, daßsöliche mißhäl under üch so lang wäret, und möchten wol lyden, daß üwer amman iich hett mögen früntlichenvereinbaren; so aber das nit gsin, und üch uit amnüetig will sin, können wir uns der fachen nit fürer beladen,dann uns nochmals erlüternde, daß wir dem gestrags gelcben und nachkamen wellend, das wir üch hievor durchunser botschaft zuogcsagt haben, nämlichen die pünd trüwlichen an üch ze halten, by üwerm landbuoch und rechtenbclyben ze lassen und des gottsworts halber, wo jemand üch darvon mit gwalt understüende ze trängen, alldannüch init lyb und guot zuozestan. Deß und aller fründlich und billigkeit mögend ir üch zuo uns ungezwyfeltversechen".. . St. A. Bem - T-utsch MW«-» n. 4b.

Vielleicht bezieht sich auf obige Missivc der Eintrag im Nathsbuch (18. Oct.):Ist den Bürgern geselligdie schriftlich antwurt, an die von Glarus gethan." (Es waltete nämlich in den vorausgegangenen Wochen einigeSpaltung unter den Näthen, namentlich wegen der Confessionspolitik).

3) 1523, 13. October (Dienstag vor Galli). Die evangelischen Landleutc von Glarus an Schasfhauscn(auch Basel und Appenzell?). Dank für die gütliche Unterhandlung der drei Orte in dem Span des Gotteswortshalb w. Den durch den Ammann verkündeten Tag habe man jedoch abgeschlagen, aus den schon vielfach eröffnetenGründen, daß man das Recht im Lande und nicht vor Fremden üben wolle!, zx. Bei dem Wort Gottes wolleman bleiben und nichts annehmen, das demselben hinderlich wäre, und daneben die Bünde an Jedermann treulichhandhaben, in der Hoffnung, daß es auch von Andern geschehe. Die eigene Botschaft zurückzuhalten werde manauch dadurch bewogen, daß die Gegner offen behaupten,unsere boten reden diebslüg von inen"; daher könneman rechtschaffene Leute nicht nöthigen, (nach Baden) zu kommen; man würde sich übrigens schämen, den Eid-genossen Lügen für Wahrheit vorzubringen . . . Archiv Schaffhauftn: Korrespondenzen.

4) 1528, 19. October (Montag nach St. Gallen Tag). Die dem alten christlichen Glauben anhangendenLandleutc von Glarus an Schultheiß, Räthe und Burger (Gemeinde?) von Luccrn. Anrede :c.Sodann üwerlieb (uns on zwyfel) in frischer gedächtnuß habt (die) Ursache des bösen sorklichen spans, in unserm land zwüschenuns und etlichen unfern landlütcn uferwachsen, von wegen mäniger ergangncn meren, die wir mit merem thcilder landlüten an versamleten landsgemeindcn, auch in Räten zum dickcrn mal mit offner fryer Hand ermeret, deroetlicher und insonders des letst ergangnen inhalt, bedütung und vermög ir, unser getrüw lieb Eidguossen, guotmüssen tragend, und desselben von uns gemeinen landlütcn dozemal schrift empfangen ?c. Ueber das haben sichetlich unser landlüt obberüert sölichem mecr widerspännig gemacht und das gewaltenklich abzethuon und nider-zelegen fürgenommen, daruf wir inen für üch und ander üwer und unser getrüw lieb Eidgikvsscn die zwölf Ortoffen, fry, unverholen recht fürgeschlagen und solichs jetz mengmalen ze angesetzten tagen besuocht, und uns demgern underwürfig und gehorsam machen welltind und alle billichkeit leisten; so aber die berüerten landlüt unsererwidcrparty sölich fürgeschlagen recht bishar nit angenommen, wir ouch keius geliehen mit inen bekommen mögen,und doch uf jetz letst gehaltnem tag zuo Baden üwer und ander unser getrüwen lieben Eidgnossen ersam Kottennochmals den dryen Orten Basel, Schaffhusen und Appenzell ... bcfolchen und vergunnt, beid partyen in unsermland uf nächstkünftigcn angesetzten tag ze beschrpben und wie vormalen uns güetlichen zuo vereinbaren versuochen ze.,sölichs wir üch und andern unfern lieben Eidgnossen ze lieb und wolgefallen nochmals gern thuon und vollfüercnwcllent, doch sofer, ob dick bemelte landlüt unsers gcgenthcils denn(zuo)malcn sich mit uns nicht vertragenwurdint oder allda- nicht erschinind, oder dem rechten, wie wir das begert, nicht undergeben wclltint (als wir unsnochmals dheins andern zuo inen versächend), so wellen wir üwer lieb gemant haben und maneud üch jetz inkraft üwer und unserer ewig geschwornen pündten, die ir und wir zuosamen Hand, nach dero vermög und inhaltuns dannenthin förderlich on langen ufzug zuo dem rechten verhelfen und ze schaffen, daß die landlüt unsersgegentheils gewyst werdint, dem statt ze thuond, damit großer kumber, kost, müeg und arbeit vermitten und wirwider recht nit geträngt werdint, wellent üch also gemant haben, so hoch und ferr wir üch ze mancn habind nachinhalt aller Worten, puncten und artiklen, wie die in üwern und unsern alten löblichen pündten vergriffen sind,