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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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October 1528,

zum glauben wollen zwingen und mit mit inen, sy sigent dann vor zno inen kommen, und by inen an irengmeinden das mer worden, mit zuosag oder sunst gchandlet. Sy werdent ouch noch hinfür, wo man sy nit darnmbansnocht, niemans zum glauben nötigen und dargcgen enkeincm siner sel heil und seligkeit vorsin, dcßglichen diebiderben lüt in söllichen gmeinen Herrschaften göttlichen worts halb nit mer also mit gfänknus und in ander wegstrafen, beleidigen und verjagen lassen; der und keiner andern Meinung ist von vilgemelten unseren Herren unzhargehandlot worden, und wo das widerspil, als ob wir üch andern Eidgnossen entzüchen und allein Herren imThurgöw sin welltint, als wir doch nie in unser sinn und gedank genommen, under üch getragen wurde, wüsscntir nume diserem unserem fürtrag stifen glouben ze gäben und all ander reden als falsch und allein üch und unsereHerren gegen einandern zno verhetzen und in Uneinigkeit ze stieren erdacht, fallen ze lassen. Dann wir üchbefälch unserer Herren auch hiemit nit wellend verhalten, daß sy angelanget, daß ein frömd volk über den Bodensecinhin in ein Eidgnoschaft gefertiget sollt werden, villicht mine Herren und üch zuo schädigen; was guots oderargs üch biderben lüten im Thurgöw und andern enden daruß möcht erwachsen, mag ein jeder by im selbs lichtlichermessen und gedenken, sonders so ir und unser Herren von denen, so uns nit hölder und dem göttlichen wortallein umb irs eignen nutzes und Höchen geprachtes willen widrig, gegen einandern zuo nnfrid und cmpörung(als ob gott will niemer geschicht) sollten kommen. Harumb . . . wellent üch wol und gruntlich in discn dingenerinnern, gestallt und gclegcnheit aller fachen eigentlich betrachten und vorab die eer gottes, üwer seel heil undkein weltlich tröwen und pochen anscchen, und unfern Herren und obern in söllichem fall, was joch usgienge, und. ob krieg davon kommen söllt, als doch sy niemands darzno verursachen wöllent, ein heitere und lutere antwurtgeben, weß sy sich zuo üch halten, trösten und versächen söllint; dann ir wüssent und Hand sy leider vil jarendaher übel mit verlierung üwer bidcrben lüten, so üch elendklich in die reisen gcfüert und umbgebracht, undnämlich je zuo ziten üwere vätter, sün, gebrüedern, fründ und verwandten verloren und dahindeu gelassen, undwo man gottes wort nit gwaltiger gstalt also wellte undertrucken und verjagen, das doch ein große unsiuuigkeit,frefcl und torheit ist, so möchte meng fromm bidcrman siner seel heil und unrücwiger beschwerter conscienz ruow heiterem predigen des göttlichen worts befinden und darin alle sin Hoffnung und zuoversicht stellen. Das undanders wöllint mit dem ernst und tapferkeit, wie es sich zuo thuon crhöischt, zuo herze» fassen und üch zuo unser»Herren setz und allwegen nützit anders dann aller cren, früutschaft, trüw, liebe und guotcs versächen, und daß syüch, wie vormaln im schwabcnkrieg beschächen ..., ob üch not anstieße, nit wurdint verlassen. Hinwider stnt und istir hoche Hoffnung und zuoversicht zuo üch und andern frommen biderben lüten im Thurgöw und andern gemeinenHerrschaften, ir sigent sölicher und keiner andern Meinung, gmüets und willens gegen inen unfern Herren, an-gesechen daß sy doch kein zitlichs oder eigennützigs in den dingen suochen, sonders allein der seel heil, und daßwir alle durch einanderen recht, wol und cristenlich lebtind, handletind und wandletiud, »ach allem irem vermögenbegerent, darzuo uns gott der allmächtig allzit mit sinen gnaden well verhelfen." St. A. ZiinH: A. i. Capp°l-nr>cg.

S8«.

ZZern. 1528, 25. Oktober.

Staatsarchiv Bern: Instructionsbuch 225. Nathsbuch Nr. 210, p. 116118. Katttonsbibliothek Areiblirn: Girard. Sammlung T. V.

ÄantonSarchiv Solothnrn: Abschiebe Bd. XV.

Gesandte: Freibnrg. Lorenz Brandenburg; Rudolf Löivenstein; Jacob Wicht; Hans Burger (Bonrgey?)-Solothnrn. Hans Hngi, Venner; Urs Stark, Scck'elmeistcr; Konrad Tägcschcr; Urs Schlnni, des großen Raths.

I. Auf die am letzten Freitag (23. d. M.) den beiden Städten zugeschickte Mahnung sind deren Botschaften(am 24. Nachmittags) mit nahezu gleichen Befehlen und Erbietnngen erschienen, nämlich ihr Bestes beizutragen,damit der Krieg verhütet würde. Es wird dafür Dank gesagt, zugleich aber bemerkt, es sei zu bezweifeln, daß