Octobcr 1528.
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daß sie bei ihrem Eide zu bleiben gedenken, der im Gegentheil vorschreibe, daß bei einem ausbrechenden Sturmejeder Biedermann demselben nachlaufen und das Beste thun solle; daß sie also das neue Mandat, das diesemArtikel zuwider sei, nicht anerkennen wollen, indem sie nicht wissen, „womit des Mensche» Kinder umgehen", undob solches Mandat ans guter oder böser Absicht verkündet („hin und wider geschickt") worden sei, zumal siehören, daß Zürich, Bern und Glarus nicht dazu eingewilligt haben. Actum Montag vor Simon und Inda(26. October).
Die Antworten der Thurgauer Gemeinden sind, dem Verlans der Verhandlung gemäß, in gesonderten Akten-stücken erhalten.
Zu 1) 1S28, 22. Octobcr (Donstag nach Galli), Zürich. M. (Joh.) Bleuler und M. (Hans) Wcgmaun,M. (Jacob) Frei und M. (Peter?) Meyer werden von Nöthen und Bürgern in den Thurgau abgeordnet, miteiner Instruction. St. A. Zürich: Rathsbuch c. 230 ».
2) Vortrag der zürcherischen Botschaft: Nachdem der allmächtige Gott sein ewiges Wort wieder hell undklar an den Tag kommen lassen, haben Burgermeister und Räthe von Zürich aus gerechtem Herzen und frommeminbrünstigem Gemüth nach Vermögen gefördert, daß ihnen solches Wort Gottes lauter »nd rein, ohne alle Bei-mischung menschlicher Lehren und Satzungen, verkündet würde; sie haben es auch bekanntlich in ihrem Gebietallenthalben gepflanzt und mit ihren Eidgenossen und christlichen Mitbürgern von Bern durch offene Disputationenmit wahrer biblischer Schrift behauptet. Wiewohl bisher noch Niemand gekommen, der sie nach ihrem Erbieten,bessern Bericht anzunehmen, eines andern zu lehren unterstanden, seien sie doch um der Wahrheit willen vielfachangefochten, gehaßt und die Anklage verbreitet worden, als ob sie nicht christlich, nicht eidgenössisch handelten, wassie bisher um der Ehre Gottes willen ertragen und ihrerseits nach Friede, Ruhe und brüderlicher Liebe getrachtethaben. Weil sie nun aber glaublich vernehmen, daß denen von Frauenfeld geboten sei, sich mit Harnisch undGewehr zu versehen und für genügende Backeinrichtung zu sorgen, und nicht wisse», was den Thurgauern vor-gegeben und mit ihnen gehandelt werde, so habe Zürich die gegenwärtige Botschaft abgefertigt, um seine Anliegenund Beschwerden auch zu eröffnen.
„Und erstlich wellent wir üch hiemit von der selben unserer Herren ivegen guotcr Meinung erinnert und zumhöchsten ermant haben, daß ir eigentlich bedenkint und zuo herzen sassiut, was früntschaft, trost und darstreckunglibs und guots üch in vergangnem schwabenkricg von unsern Herren begegnot, was ir an inen gehcpt, und ouchsidhar nllwcg in allem dem, das sy. üch zuo cre, nutz, guot und wolfart, nit minder dann andern, so inen alleinzuogcthon und verwandt sind, hettint können und mögen thuon, erzöigt und bewisen sige, wellicher und andererguottäten ir ungezwiflot noch als die dankbaren in frischer gedächtnuß (sind?). Und habcnt also unsere Herrengar keinen zwifel, ir lassint üch nicmands dahin bringen und so lieb sin, der zwüschent üch und inen die langhargebrachtcn einigkeit und guote nachburschnft mit luginen und andern prntikeu (mit welichen man jctz leiderumbgat) wellte schwächer», vertilgen und zuo nüti machen. Und damit ir deß, so unsere Herren in den gmeinenHerrschaften und vogtyen, by üch und anderschwo (da sy uit minder theil dann ein ander Ort) gehandlot, warhaftenbericht cntpfachint, söllent ir wüsseu, daß in etlichen gcginen und gmcinden, als zuo Steckboren, Ermatingen,Altstetten im Nintal, Roschnch, Arbo» und andern enden sich die bidcrbcn lüt mit mercr Hand vereint und irbotschaften zuo unfern Herren abgefcrtiget habent, mit heiterem anzöigeu, daß sy des ewig beständigen wort gottesvon herzen bcgirig wärint, und begertind dasselbig inen frig ungefärbt zuo merung christculichs lebens und irersclen heil gcprcdigot zc werde», ouch inen ze fürdcrung desselben alle (als?) irc Herren und oberen und als dasvordrist und obrist Ort unser Eidgnoschnft hilf, rat und trost zc bcwysc». Darnf unsere Herren (als inen dannuß schuldiger Pflicht wol zuogestandcn und gcbürt) inen znogesagt und si vertröst habent, wo sy jemands vomwort gottes mit gwalt tribeu und nit darby bliben lassen, daß sy alsdann ir lib und guot trüwlich zuo iuensetzen und sy nit welltint verlassen, doch ouch »it anderer gestalt, dann daß sy ircm erbieten gnuog tätiud undjedermann in üsserlichen und weltlichen dingen alles das gcbint, so sy schuldig wäriud, als gehorsam undcrthanc».Sunst habent unser Herren nicmands, wie von inen möchte fürgcbeu werden, in söllicheu gmeinen Herrschaften