Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1413
Einzelbild herunterladen
 

Oktober 1528.

1413

berathen und die Bünde genau erwägen wolle; was man gemeinsam als glimpflich und fruchtbar ansehe, werdeman um Allerheiligen schriftlich anzeigen. Inzwischen würde man in jedem Falle die Bünde treulich halten.

Wir gcbcn »och folgende Acten bei:

1) (1523), 28. September (Montag St. Michels Abend). Zürich an Bern.Es ist nf hüt dato vor nnserschinen der frommen, fürsichtigen und wysen Bürgermeister und Rats zuo Milhusen . . eerlich botschaft, mitnamen mcister Achatius Gilgower, alter Burgermeister, und Hans Oschwalt Gamshart, ir stattschryber, undhaben in unser burgrecht zc konicn nns mit höchstem fliß und geschicktesten Worten sy darin zc empfahen angesnochtund gcbctten, uns onch daby bericht, wie sy willens wären, glycher gstalt by üch anzesnochcn und ze begcren.Und wiewol nns die fachen ganz anmüetig und ungczwifclter Hoffnung gewesen waren, unser bürgere und großerRat, wo wir die fachen an sy langen lassen hätten, wären onch nit minder dann wir crfröut worden und hätteniren gunst und willen darzuo geben, so hat sich doch unserthalb nit wellen gebüren, uns witer mit inen hinderüch inzelassen. So wir dann onch wissen, daß ir gegen inen mit aller guotwilligkeit geneigt sind, langt an üchunser fründlich bitt und beger, ir wollen sy güctlich hören und abfertigen, und wcß ir üch entschließen, werdenwir uns in allweg verglichen, damit unser lieb Eidgnosscn von Milhusen by nns nit minder guotwilligkeit, dannwir by inen, spüren und abnemen mögen".. . St. A. Bern: si. Zürich i.

2) 1528, 4. October. Bern an Zürich. Antwort auf das heute erhaltene Empfehlungsschreiben für dieAufnahme der Stadt Mühlhansen in das christliche Burgrecht. Man habe daneben auch deren Werbung durcheine Botschaft gehört und nach gepflogener Bcrathung für gut erachtet, vor Ertheilnng einer Zusage mit Zürichdie Angelegenheit zu besprechen und die Bünde zu prüfen; was dann beschlossen werde, wolle man seiner Zeitdenen von Mühlhausen schriftlich verkünde», zc. St. A. B-r«: T-upch Misstve» n. so >>. Vgl. Rathsbuch eis, p. «s, s«.

Am 5. October beschloß der große Rath, einstweilen die Bünde zu prüfen.

3) 1528, 8. October. Mühlhausen an Zürich.Unser ersam ratsbotten, (so) nächst by üwer ersamen wyshcitgewesen, haben nns mit hochcm rüemen anbracht, wie ir sy crlich und wol (wal") gehalten, unfern anligendcnbefelch von inen gehört und darnf früntlich erlich antwnrt geben, mit etlicher fürderung zuo den strengen zc.Schultheiß und Rate der Statt Bern, ... das alles uns zuo sundern freuden und danknemigem gefallen reicht,wellend onch solichs zuo verdienen meiner, vergessen. Wir haben daby onch verstanden, wclichcr gstalt dieselbenunser liebet, Eidgnosscn von Bern gemeldte unsere Kotten abgefertigt, nemlich daß sy sich zuovor mit ü. e. w.darüber witer berate», dem Handel nachsinnen, die bünd eigentlich besichtigen und ermessen, und was denn sy fürguot, onch uns glimpflich und fruchtbarlich ansehen, wellen sy nns umb nächstkünftig Allerheiligen tag zuo schribc»,wie wir wol achten, sy des von ü. c. w. schriftlich bericht sye. Wiewol wir nun üwer beder christenlichcn erlicheustetten guotwilligkeit setz wie vornacher allweg gnnogsam bericht, zuo denen wir onch nach gott unser höchst vcr-trnwen setzen, so haben wir dannoch in üwer christenlich bnrgrccht ze konnnen snndcrc begirde und deßhalbguoter erberer Meinung darum werben lassen, damit wir by dem heiligen wart gottes sampt üch verbliben mögen,guoter Hoffnung, solichs soll unfern vorigen pünden zuo keinem abbruch, sunder zuo merung und befestigung der-selben verstanden werden, so wir doch diß mit niemans fremden, sunder allein mit und by denen, so vor mituns in ewiger pündnuß und erliche Ort der Eidgnoschaft sind, suochcnd und den pünden nützit züowider handle»wellen in keinen wegc, >,nd diewil uns onch der evangelischen Handlung halb aller schirm und trost abkündet ist,wie ir von unfern botten eigentlichen verstanden haben. Harumb ermanen wir ü. e. w. hiemit der bittlichenHandlung und Werbung unserer nächstgcsandtcn botten, gcdrnngens fliß(es) früntlichest bittende, hierin unser Not-durft und anligen gctrüwlich zuo bedenken und init sampt üwern und unser» getrüwcn lieben Eidgnosscn der StattBern uns in gnädigem befelch zno haben, damit wir üwcrs christlichen bnrgrechtens auch mitgnossen sin und nnsüwer christculichcn Handlung freuen mögen. Darumb wellen wir den Allmächtigen, unser» himmclschen vatter prisenund solichs umb üwer ersam liebe zuo verdienen allzit willig und bereit sin." St. A. Zürich: A. Mülhausen.