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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1395
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September 1528.

I3W

17.Die artikel berüerende in unserm landsbuoch zc., darzuo sagen wir, daß wir unserm gegentheil gnnogsamwarhaft angefärbt antwurt darüber gegeben habent, als sich das erfinden wirt, deßhnlb nns frömd nimpt, wassich die von Zürich nnsers landbuochs und rechten annemen wellint, so doch wir uns irs stnttrcchtens auch nichtsbeladent; sy wärind auch noch dirre urteil ze sprechen früeg gnuog komm, wann sy mit sampt andern Orten unsnach form -des rechten (wie wir deß an sy begert) entscheiden hettind. Umb daß sy uns aber so schnell urteilend,sollend wir wol kleinen traft zuo inen haben, so doch wir in guoter Hoffnung und vertruwen des rechten auchuf sy mit sampt den andern kommen warent.

Umb (das) dann, daß sy vermeinent, ein jeder christenlicher kilchgnoß des gloubens halb mcren und urteilenmög zc., zuo dem gebeut wir antwurt, daß by uns sölichs nicht der bruch je gewesen, daß ein jede pfarr in sölichengroßen fachen besnnders mcren sollt, sunders was ein landsgemeind sament(lich) gemacht und gemerct hat, dabyist man gewon gesyn zuo blyben. Ob aber sölich fryheit by denen von Zürich ist, daß ein jeder kilchgnoß desgloubens fry und nach siner gewüßne und guotbedunken meren mag, warum habent sy dann nicht mengen bidermanund gnossame in ir(em) gebiet die meß und ander alt loblich christenlich brüch belyben lasse», so dcro begert undgern Hehebt hettind; deßglich waruin werdent ouch die toufer in ir(o) landschaft zc Grüeningen und anderswnvon inen abzeston gezwungen?

18.Als wir abermalen des irthnmbs und ungehorsame, ouch wider Gottes wort syn durch die von Zürichgeschulten werdent zc., darzuo sagen wir, daß wir weder verirrt noch abgetretten lüt, sunders guot fromm ccrlichEidgnossen, ouch aller billichkeit, unserm landsrecht und buoche gehorsam sind. Des gloubens halb sind wirglichförmig unfern lieben Eidgnossen von Luzern, klri, Schwyz, llnderwalden und andeni mcr. Und so nun derspan, den wir habend in unserm land, von des gloubens wegen ist, ursach, daß wir vermeinend, unsern liebenEidgnossen den siben Orten die zuosagen, inen an offner landsgmeind beschechen, ze halten, welichs aber unsergegentheil abzcthuond vermeinent, ouch zno sölichem von denen von Zürich vilfaltiklich ufgereizt werdent, darbyunser lieb Eidgnossen die siben Ort «dermalen wol verston mögcnt, was willens die von Zürich zuo inen tragind,deßhalb in disem vilfaltigen fürgeben dero von Zürich gnnogsam verstanden wirt, was unruow, zweyung undmißhell sy in einer Eidgnoschaft zuo großem verderblichem Unheil der landen ze pflanzen und ze bewegen für-nemind, besonders so sy unserm gegentheil hilf zuosagent und vilfaltenklich stärkent und Hinwider uns, so alleinrechts begert, gänzlich usschließent, schmächend und nicht für Eidgnossen haltend, sich also partyg wider nnsmachent, und aber wir emsers theils noch eeie dhein Ort sampt noch snnders um hilf evider unsern gegentheilangesnocht, deß wir unser lieb Eidgnossen ze gezügen stellent, dann wir rechtlich und nicht ufrüerisch und cmbörlichze handlen begert, als wir noch füro, so lang möglich ist, nnsers theils thuon wellen; deßhalb unbillich durchdie von Zürich sölich sorglich nnruow angezettlet und gestift wirt, dann sy ine Evangelio nicht zwytracht undUneinigkeit ze meren gewyst, ouch sölich schmächen und die umvarheit von frommen leiten fürzegeben nicht darinfanden habent, deßhalb wir wol vermerkent, daß der Tüfel by inen noch nie zeichen dann Christus selbs würkt,dann by Christo alle senftmüetigkeit und warheit, by dem Tüfel aber alles »nhcil, ufruor und falschheit ist, umbdeß willen sy uns den glouben nicht leren bedürfen.

19. (Eine Antwort auf diesen Schlußabschnitt ist nicht vorhanden. Zu dem Schreiben von Zürich ist nach-träglich zu bemerken, daß als Datuni (der Genehmigung von Rächen und Burgern) Laurentii genannt wird).

K. A. Schwyz: A. Glarus.

II.Unser der landlüten von Glarus des alten loblichen christenlichen gloubens, so noch vorhar an allenund jeden versamlungen gemeiner landlüten vor gemeinden und rieten alle und jede neer, so von des ebemeltenalten loblichen gloubens wegen, den unser fromm eltcrn und vordem an uns gebracht, beschechen, ouch zeletstergangnem mit mercr Hand erhalten habent, antwurt dem gegentheil unserer landlüten, die sich unverschamptungemeret siderhar den meren theil genempt, uf das falsch und erdicht fürgcben, so sy vor unseren lieben Eid-gnossen uf nächst gehaltnem tag zuo Baden uf Laurentii gethon"...

Diese Schrift enthält zum Eingang den zu widerfechtendeu Vortrag der Neugläubigen, dann, in bitteremTone und rhetorischer Weitschweifigkeit, eine allgemeine Erzählung der bisherigen Glaubcnswirren in Glarus.Um den auf die Gegner gemälzten Vorwurf desUngehorsams" nach allen Seiten zu begründen, werden theils