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September 1528.
geacht, sunders Hindan bekennt und gesetzt. Wo sy nun irs eids so ring sich selbs also lcdigen mögcnt, sokönnen wir uns auch der pünden zuo inen nit wol getrösten.
11. „So nun wir aber durch die von Zürich für abgetrcttcn und ungehorsam lüt (gegen) der oberkeitgenempt zc., das wir doch hicvor gnuogsam verantivurtet, meinten wir, sy sölltind nnme von sölichen lasterwortenabston und im christenlicheu gloubeu, den sy setz ctwan lang für ander (als sy wänend) gcregiert Hand, nit solchäfren und schelten gelert haben; (es) will uns aber bedunken, der heilig geist habe glichsam by inen gewürkt,wie auch by unserm gegentheil, by denen man doch nichts guots gespüren kan.
„Wyter sprechen sy, wir habind die ireu zuo nfruor wider sy wellen bewegen zc., ist unser antwurt, wir habindden iren wellen fürhaltcn, wie wir rechts begercnt, und sy nicht wider ir oberkeit nfreizen wellen, dann von unsnie dhein anders gehört worden, auch in sölichem schryben, so wir gen Zürich gcthon, nicht wyter vergriffen ist.
„Demnach vermeinend sy, die pündt gebent sölichs nit zuo, inen für die iren zc keren zc. Darzuo sagenwir und tragent dcß verwundern, daß sy anfangs uns nicht haben wellen bekennen, deßhalb sy uns in gemeingeantwurt; demnach habent sy uns zweimal nicht für ir Eidgnossen erkennt, sunders hindnn gesetzt und verworfen;zeletst haben sy uns ouch geschmächt, wie wir nicht ein Ort sigcut, »nd setz hieob thuond sy uns dest pund für-zicchen, darus wol ze merken, daß sy uns wol erkennt, und daß wir ouch noch Eidgnossen sind, deßhalb sy unfernlieben Eidgnossen wider sich selbs sürgeben Hand; wie aber sy von Zürich sölich pünd gehalten, als sy ir botschaftin die grafschaft Toggenbnrg geschickt für die, so inen nichts, sundcrs andern Orten pflichtig und zuogehörig, diemich keins rechten (wie wir) begert hatten, geben wir mcnklichem zuo ermessen.
„Umb aber daß sy uns warnent, nicht für die iren ze komen zc., so doch wir nicht mit den iren handlen,wie sy in der Grafschaft gethon Hand, ist unser Meinung, daß wann die notdurft sölichs erhöischeu wirt, sowerden wir wie obstat für die iren schicken und von disem fürnemc» nicht abwyckie», so doch wir inen nichtsanders eröffnen wellend, dann wie wir rechts begerind, deßhalb wir unbewegt uf sölichem fürnemen bcharrent.
12. „Wir müssen nicht, daß wir je wider gebürlichs gehandlet habind. Ob aber sy van Zürich unser glimpflicheHandlung, so wir gethon habent, abzcstellen underston wurdent on ergangen recht, wie wir das begert, wurdcndwir zcvor unser lyb und guot daran strecken; deß füllen sy müssen von uns tragen.
13. „Wir gespüren wol, daß sy den heiligen geist der warheit noch nicht habent, so doch (als wir woutend)der setz lang by inen gerichsnet; so wir aber wüssent, daß der heilig geist nicht unwarhaft ist, und aber die vonZürich die warheit so ganz an uns gespart in dein, daß sy uns zum andern mal jetz zuomessend, wie wir desAmmans gebott Übersechen habind zc., und doch der Amman, so irer rcligion, dcß selbs nicht bekanntlich ist, wirouch sölichs nit gcthon habent. — Umb aber daß ir botschaft dhein frucht an uns nit hat mögen finden, alssy mcldent, gebent wir antwurt, daß sy doch mit warheit nit dargethuon mögent, daß sy args oder unerlichs byuns fanden habind.
14. ... „Darumb wir gericht, rat und gemeind ufgeschlagen habent, hat uns not gethon, wirt ouch gnuogsamvermerkt und verstanden in der antwurt, so wir unserm gegentheil gegeben, uß was ursach wir sölichs gethon, istouch nit beschechen ze undertruckcn und zuo zerstören unsers lands ordnung, als sy falschlich fürgcbent. — Soaber uns der cigennutz darin fürgezogen wirt zc., wölkten wir gern einen hören, der uns anzöugte, was nutz wirdarvou gehabt, deßhalb wir wol lyden möchtind, daß sölich unwarheit fürzegcben vermittelt wurd.
15. „Als wir abermalen von denen von Zürich so hoch geschmächt, für ungehorsam abgetrcttcn lüt genemptwerdent zc., darzuo sagent wir und fragent ouch sy von Zürich, by wclichem Christo sy gelert habind sölichvilfaltig schänden und schmächen, so sy uns on ursach thuond; sy werdent wol durch Christum underwyst: Schlachtdich einer an ein backen, so heb im den andern dar; so sy aber (also in der form ze reden) von uns nie geschlagensind, ouch inen von uns dhein leid nie beschechen, nichts destmindcr thuond sy uns an underlaß schelten undschmächen, darby man iren Christum wol merken und erkennen soll, deßhalb sy uns die kind und erben nichtfürziechen bedürfend.
16. „Wir habend uns wider den vierteil nie gelegt, ouch dhein ergangen mer nie gebrochen, sunders habenmir uns allein von den ungehorsamen abgesündert, die den ergangnen inerinen und gemächten nicht statt thuonwollten, deßhalb uns in ebcmcltcm anzieche» von denen von Zürich unrecht beschickst.