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August 1528,
Bern zu antworten keine Vollmacht haben, so nehmen sie es in den Abschied, um auf dem nächsten Tage, woder stattfinden möge, Bescheid zu geben, I». Wie die Boten von Bern auf den Wzug, daß ihre Obern einMandat gegen die Meßpfafseu erlassen, geantwortet haben, weiß jeder Bote.
Zu :» 1. Mit Schreiben vom 5. August hatte Bern sich mit gleicher Klage an Lucern gewendet und deßhalbeinen Tag auf Donstag nach St. Laurenzen (13. Aug.) begehrt, mit der Anzeige, daß es auch Schwyz und Unter-walden bitte, denselben zu besuchen.
S«8.
Zürich. 1528, 16. August.
Staatsarchiv Zürich: Acten Constanz. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede XX. 537. Stadtarchiv (Lonstanz.
Gesandte: Zürich. (M. Kambli; dazu vermuthlich M. Rudolf Thumiscu, M. Binder und StadtschreiberMangolt). Bern. (Bernhard Tillmann; Niklans Manncl). Constanz. (Konrad Zwick; Thomas Hüetli).„Ratschlag und abscheid der dryen Stetten Zürich, Bern und Costanz ratsboschaften."
». 1. Da den drei Städten und ihren Zugehörigen die Renten, Zinse, Zehnten und andere Einkünfte(aus Oesterreich) durch den König von Ungarn w. in Haft gelegt und vorenthalten werden, so ist berathschlagt,auf gemeine Kosten im Namen der drei Städte an jene Orte hin zu schreiben, nämlich an das Rcichsregimentzu Speyer, an die Stünde des Schwäbischen Bundes, und die Ncgimcnte Innsbruck, Stuttgart und Ensisheim,laut der dafür aufgesetzten Entwürfe. 2. Der Häfte wegen, die denen von Constanz im Thurgau angelegt sind,wird für gut erachtet, daß die Stadt auf den nächsten eidgenössischen Tag, der auf Verenä stattfinden soll, eineBotschaft sende, den früher in dieser Sache erlangten Abschied vorbringe und ernstlich begehre, dabei gehandhabtzu werden, mit dem Erbieten, den ausgezogenen Pfaffen ihre Pfründen lebenslänglich zu verabfolgen und den-jenigen, die für Singen und Messe an die Pfründen etwas gegeben haben, das nach Billigkeit zu ersetzen; stwden Nothfall sollten die Boten Vollmacht haben, sich in dieser Sache auf unparteiische Orte, als Basel, Schafs-hanse» und Appenzell, zu „veranlassen." 3. Mittlerweile sollen die hicrseits gegen Auswärtige bereits verfügtenoder ferner geschehenden Häfte in Kraft bleiben, bis das Unsrigc völlig freigegeben und sicher zu unfern Händengebracht wird. I». 1. Da Zürich und Bern, und namentlich ersteres, von den Thurgauern, den Gotteshausleutenvon St. Gallen und andern Angehörigen gemeiner Herrschaften, von Geistlichen und Weltlichen, hievor und ansdiesem Tage zum höchsten ermahnt und gebeten worden sind, sie bei dem göttlichen Wort und freier Predigtdesselben zu schirmen und ihnen auch darin zu helfen, daß sie nicht so hart, unbillig und unerträglich gestrastwerden w., so hat man berathschlagt: 2. „Wiewol man inen nach dem geheiß gottes, ouch Inhalt des burgrechten,hilf ze thuon schuldig und beging wäre, so wölle sich doch sölichs uß vil beweglichen Ursachen discr zyt ommerkliche fürsorg krieglicher nfruor und andrer gfarlicheit nit wol stiegen; besonder ouch hierin angesechen undermessen, daß der Handel mit unfern lieben Eidgnosscn von Glarus und iren landlüten noch nit zuo end komcnist, darin (aber) ein merkliche ändrnng zno vermnoten ist, darnach man sich dann ouch richten mag, weg »ndmittel fürzenemen. 3. Und nß dem grund ist ouch geraten und für guot angesechen, in allen andren Händeln,als für die gmeinden oder zno tagen für der Eidgnosscn ratsbotschaften zuo schicken, stillzesto» und des ustragsdes nächstkünstigen tags zno erwarten, damit ouch unser Mitbürger von Costanz in irem anbringen nit verhindeUwerden. 4. Mittlerzyt soll ein jede statt dem Handel flyßlich nachgedenken, ivie man den armen underthonen in