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August 1528,
7. „Zum sibenden*ist unser stündlich lütt und beger, daß keiner den anderen von wegen des gottsworts,auch von wegen der meß verachten oder an flu eeren nit schmächen mit warten oder werken, sonder lieb und guotstund und landlüt mit einander sin.
8. „Zum leisten so ist unser endliche meinnng, daß diser vorgeschriben vertrag und artikel.. by sinen wirdenund kreften ston soll bis uf zuokünftigen Meyen; dann so ist unser Meinung und entschluß, daß dannethin ander selbigen land(s)gemein(d) uf ein nüw(s) gemeret werden soll nach irem alten landbruch und Harkomen, wiees fürter gehalten werden soll, und was do ein mcr wirt, daß es dann bi dem selbigen bliben soll bis zuo demanderen zuokünftigen Rkeyen," K. A. Basel: Abschiebe (Loser Bogen).
Auf der Rückseite der Basler Instruction für 26. Oct. ist von der gleichen Hand, wie in obigem Project,ein ziemlich genau entsprechender Vorschlag in gedrängter Redaction verzeichnet.
3) Endlich reihen wir hier noch einen andern Act von etwelcher Bedeutung an:
1528, 8. August. Beru an LA., Räthe und gemeine Landlente in Glarus. „Uns ist von üch oder etlich(en)under üch ein lange schrift zuokommen, des (dero) abschrift hierin verflossen wir üch zuosenden, nnd wiewol wirglimpfs genuog hellen, darüber dhein nntwurt ze geben, so doch dieselbe schrift nit versiglet, underschriben nochformklich gestellt ist, nüt dest minder, dwyl dieselbe schrift uns und unser ratsbotten, so letst by üch gsin, nitwenig antastet, glich als ob wir die wären, die die geschwornen pünd nit hielten, denen so recht anrüeften, darzuonit wellten verhelfen, und ander derglichen eerverletzlich ivort, so in demselben brief begriffen sind, gezimpt unsnit allein, sonders erhöuscht unsere hoche notdurft uns ze versprechen. Uf sölichs stiegen wir üch erstlich ze müssen,daß alles das so wir by nnd mit üch gehandlet, daß sölichs zuo guotem der fach beschcchen ist, damit ir zuo frid. und ruowen komen möchtend, das wir von herzen begeren und gott darum bittend. Daß aber die, so uns sölichschriften zuogeschickt, vermeinen, wir habind ir widerparty gestärkt nnd wellind inen als denen, so recht anrüsten,nit darzuo helfen, beschickst uns warlich daran ungüetlich; dann wir uns an die, so unser ratsbotten gehört, züchen,ob dieselben sölichs je von inen vermerkt habind, besonders jetz zuoletzt, da sich unser gesandter uf unser befelchhin erlütert hat, daß wir an menklich die pünd halten, üch . . by üwern fryheiten, landbuoch und rechten, ouchby dem gottswort handhaben, und wer üch darvon trängen wellt und gwalt mit üch bruchen, alldann unser lyblind guot vermög der pünden zuo üch, als frommen Eidgnossen zuostat, ze setzen, das nun nit mag verstandenwerden, daß wir damit jemands wider recht und billichs stärken wellind, weliches entsluß ouch ir, so villicht unsobberüerte schrift zuogeschickt haben, wol zuofriden gsin sind, darum ir uns ane ursach anzüchend. Wir sind ouchdeß gnuogsamklich bericht, daß die pünd zuogend, daß das minder das mer soll helfen handhaben, und das merbishar der recht gwalt und oberkeit in jetlichem Ort gsin ist und noch sin soll. Und als ir mksern ratsbottenanzüchend, daß ir verdrieß ab im gehebt, daß er etwa mangsmal durch üch berüeft nit Hab wellen zuo üch komm,wiewol er zletst üch gewillfaret, mögend wir doch in und uns damit des artikels halb, daß wir ein teil habenwellen stärken, wol und füeklichen verantwurten, darum daß er zuo üch dein mindern teil gangen und da eröffnetunser befelch, doch vorhin gesagt, wie er des ersten für den Landammann und zwyfachen Rat und dannenthin fürdie ganze landsgmeind bcgert hat, das nun nit anzöig gibt, daß wir uns dheiner party fürer dann der ander»haben wellen anhängig inachen, darum ir dhein ursach üch darab nemen mögen, üch ze erklagen und uns, als(ob) wir die pünd nit gehalten hellen, ze schuldigen und dergstalt ze verunglimpfen; dann wir bishar der eerengefarn haben und ob gott will fürer thuon werden. Daß aber in derselben missive, dero copy hieby ligt, unsgetröuwt wirt, unser gemeinden in stellen und ländern diß Handels schriftlich old mündlich ze berichten, befröindetuns nit wenig; dann on zwyfel ir guot wüsten tragen, wie wir gliche anmuotung von andern .. Eidgnossen zuodank ufgenommen haben. Harum wir üch früntlicher Meinung gewarnet haben wellend, daß ir üch deß müeßigmd,dann wir sölichs nit liden wurden; die pünd mögends ouch nit ertragen, darum bestimmt üch wol. Wann üchaber etwas angelegen will sin, mögend ir das an uns langen lassen, wie bishar gewont und brüchlich gsin ist,dann es umb üch und ander Länder der Eidgnoschaft der regierung und oberkeit halb die Meinung wie mit unsnit hat; wo ir aber die unfern in statt und land über dise Warnung der wys (als wir doch üch nit vertruiveu)ersuochen, wurden wir dermaß darzuo thuon, daß es üch gcrüwcn (möckst), deßhalb ir das best bedenken sollendund was wir bishar mit üch gehandlet, zuo argem nit ermessen, sonders stündlicher maß befassen, als von denen,