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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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1375
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August 1528,

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den Meitag geleben und nachkommen söllent, es märe dann fach, daß in mitlcr zit gmein Eidgnossen sich etwasanders erkannten und retig wurden.

9. „Es söllent ouch dis vorgedacht geseht artikel und fründtliche abredung dem abscheid, so dann unser Eid-gnossen von Glarus unfern Eidgnossen den fünf Orten in nächst vergangner fasten geben habent, ganz unverletzlichsin. Zuo dem so söllen ouch dis vorgeschriben artikel und puncten irem landsbuoch und den geschwornen pündtenganz »«vergriffen und unschädlich sin.

1V. „Und wo aber die vorgemelten beid partyen die vorgemclten artikel und fründtliche abredung nit annemenwölten, und dero in mittler zit zuo stoß und mißverständnus (kämen), nachdem und der ein teil vermeint, daß derabscheid, so dann den siben Orten geben, gehalten werden solle, und aber der widerteil vermeint, daß sy nach lutirs landbuochs macht und gwalt habent, uff der Meigengmeind sollich und ander fach ze mindern und ze meren ?c.,da ist unser lütrung und entscheid, daß sy umb solich stoß und mißverstäntnus, ob es also zuo fall käme, zuodem rechten kommen söllent uff vier fruni erber man, in irem land Glarus gesessen, also daß jede party zwenman nemen und erkiesen, die dann klag und antwurt mit allem anhang eigentlich verhören; die selben vier mansöllent ouch liplich cid zuo gott und den heiligen schweren, allda ze urteilen niemand zuo lieb noch zuo leid, danndurch des blasen rechten willen, und das sy am jüngsten tag gott dem allmechtigen darumb antwurt geben wcllent.Die selben vier zuogesetztcn söllent ouch irer eidcn, so sy einem Amman und (dem) land geschworen habent, zuoder selben zit und alle die wil solich recht wäret, erlassen werden, und ob die selben vier man sich sölichs rechtensperren und wideren wurden, so soll ein landammann zuo Glarus gwalt haben, igen das bi iren eiden zuo gebieten,und wo also die vier zuogcsatztcn in irer urteil zerfielen, und dhein mers under inen wurde, alsdann so mögendie selben vier zuogesatzteu einen obman in irem land zuo inen erwelen und nemen, der selb dann under denbeiden urteilen eine für die besser geben und in chraft erkennen soll und mag. Wo aber die vier zuogesatzten sicheins obmans nit vereinbaren möchten, alsdann söllent sy das widerumb für unser Herren gmein Eidgnossen komm(lassen), wo sy zuo tagen versamblct werdent; die selben söllent inen dann ein obman crnemen und geben, undwen sy inen also zuo einem obman benamsent und gebent, den söllent sy on alle widerred annemen.

1l. „Wo aber die obgemelten beid partyen, oder die ein, sölich vorgeschriben artikel noch das recht gegeneinandren (nit) annemen weiten, alsdann so söllen sy zuo beiden siten widerumb für unser Herren der Eidgnossenbotten kommen, wo die am nächsten versamblct werden, und von inen unter lütrung und Kescheids erwarten."

(l. Darauf haben die Eidgenossen erkannt, daß die beiden Parteien auf dem nächsten Tag zu Baden, nämlichMittwoch nach St. Vercnentag (2. September) erscheinen sollen, um Antwort zu geben, ob sie diese Artikel halten«vollen oder nicht.

Die Basler Abschicdsammlung hat eine in Baden gefertigte Abschrift, die im Ausdruck auffallend vieleAbweichungen zeigt, in der Substanz aber durchaus übereinstimmt.

2) Hieher mag der folgende Vermittlungsvorschlag der Schiedorte gehören; er ist vermuthlich von der Handeines Basler Gesandten aufgezeichnet, aber leider ohne Anhaltspuncte für eine ganz bestimmte Datirung.

1. „Zum ersten ist unser Meinung, daß aller unwill hin, tod und ab sin soll und widerumb gericht und rothalten und (dem) ammau ghörig und ghorsam sin, und domit der frid ufgehebt sin.

2. „Zum anderen, Vettschwanden uud Schwanden sölten bliben ston, wie es jetzen ist, und ob an eim ortoder an anderen etlich bilder oder altar wären, solls bliben bis zuo ...(?)

3. „Zum dritten, all ander kilchen, die noch im land Glans sigen, sollen bliben bi irem wescn, wie si jetzensind, und daß do niemnn nütz an denselbigen kilchen fürncmen soll on erloubung der oberkcit bis zuo . . .

4. „Zum vierten, die predicaut(en) betreffen sollen sy kein(cn) annemen, er bringe dann sin abschcid, uud obeiner oder mcr do wären, die nit laudkind wären, die söllen ouch ir abscheid bringen; wo aber das nit beschäch,sollen sy fur(t) gewisen werden.

„Zum fünften sollen die prcdieautcn an den eanzlen nieman schelten, weder geistlich noch weltlich, ouchwider die meß nit schryeu, dargegeu die (so) do meß halten, die meß nit ufmutzen, prisen noch rüemen.

6. „Zum sechsten die firtig und cssige spise betreffend soll ston zuo der oberkeit, daß die mögen ordnen, dassy truwen, daß (es) gott dem Herren gefellig sig.