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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Zuli 1528.

17. „Nun ist je ein lntre geschribne landsatzung im landsbuoch begriffen, also lutend: Weß die landlütgemeinlich zno rat werden und übereinkommend, und das meer under inen wirt, das soll war und stät beliben,und soll das minder teil dem meeren teil folgen und in den selbigen fachen nit sumen. Demnach stat ein artikelin vermeltem landsbuoch, also lutend: Dassclb sol och jetlichem tagwan und jetlicher gnossami in unserm land(verstand ze meeren) vorbehalten sin.

„Die vermclt gesündert und ongehorsame rott hat och in iren übergebnen antwurten, so sy einer erbrenlandsgmeind, die sy aber in der schrift iren gegenteil nennen, uff iren vierten artikel . . . dem ein färb angestrichen,ja sy haben allein ze mindren und ze mcren, was im selben buoch verschriben stand, onangeregt den globen. Istunser antwurt, wir lassen (das) sin, ist och nit von nöten gwesen, diewyl der glob ein innerliche gab und gnadvon gott ist, daß der mit menschlichen satzungen begriffen werdz so aber die üsserlichen frncht und werk desinnerlichen globens, als och die gebrüch der kirchen allen kirchgnossen, armen, richen, frömbden und heimschcn,und sunst mänglichem in den selbigen kirch(en) glich geinein sind und einen so vil als den andren berüeren undangond, warumb sollt dann nit ein jeder cristenlicher kirchgnoß darumb meeren und urteilen mögen; es wurdedoch einer gedrengt, sine frncht und werk sins globens nach eins andren urteil und crkanntnuß, und nit »achurteil siner eigen kirchen und gewissne ze richten, wie dann och hievor, als ein ganze landsgmeind unser» liebenEidgnossen des globens halb antwurt gegeben, gemeret und geurteilt hat; nß was grund und ursach sollte jetzmalsein ganze landsgmeind deßhalb nit och meeren und urteilen; darumb ist dise rott wider sich selbs.

18. „Und wiewol wir vor gott und nach unser gewissninen schuldig wären, disen verirrten abgctrettnen undongehorsamen ir irrtumb, die sy nit allein wider ir ordeuliche oberkeit, üsserliche regiment, guot sitten undordnungen, sonder och wider gottes wort fnrnemen und zno bestryten nnderston, anzezögcn, als wir das uß irenantwurten uff die artikel, unsren lieben Eidgnossen von Glarus übergeben, luter finden, so wöllen wir doch dasdiser zyt im besten underlassen und vilgemelten unser lieben Eidgnossen von Glarns ze verantwurten und sunstallen cristenlichen und guotherzigen zno urteilen befelchen, sy och zum höchsten nochmals ermant haben, von irewfürnemen, das doch och by den Heiden verworfen ist, abzeston, ir oberkeit erkennen und ir erlich vatterland >nfrid, recht, einigkeit und wesen enthalten wöllen.

19. „Bittend und begerend hieruf, ob diser Handel unserhalb andrer gstalt dann wir hievor anzöigt haben,an üch gelangt märe, oder noch langen wurde, ir wöllen dem bis an unser witer verantwurten keinen glaubengeben, sonder üch zuo uns ongezwyfelt versechen, daß wir hierin nütz suochen dann allein gottes lob und eer,och unser lieben Eidgnossen von Glarus und gemeiner unser Eidgnoschaft nutz und wolfart gegen gott und imzyt, damit wir alle . . . nach disen zergenglichen die ewigen und jemerwärenden güeter mit einander besitzen undmessen mögen, darzuo uns allen verhelf der güetig Vatter durch sinen geliebten Son und einigen mittler CristuMJesum, unfern Herren, amen." St. A..Zürich: A. Glarus.

Daß diese Missive abgesendet wurde, beweist ein Schreiben der Neugläubigen an Zürich, dd. 31. August.

Mit ganz unwesentlichen Acnderungcn bildet dieselbe die bezügliche Instruction für den nächsten Tag zuBaden, dd. Samstag vor Laurentii (8. Aug.) St. A. Zürich: Jnstruction-nbu-h i. 7-w. m. ?-io.

Daß auch diese Instruction zum Vortrag gekommen, ergibt sich aus der Antwort der altgläubigen Glarner-Vgl. Nr. 573 k, Noten.

Endlich gehört der erste uns bekannte Vermittlungsvorschlag hieher:

5) „Artikel so die drü Ort Basel, Schaffhnsen und Appenzell gestellt Hand."

„Zum ersten, als sich leider ein span zwüschen den erbern landlüten zuo Glarus haltet, ist unser Meinungund guot bedunken, ob einich unwill, span und irtnm wäre, daß der mit der hilf des allmächtigen tod und absin solle, und kein teil dem andren zuo argem meiner mer gedenken.

„Zum andren, der Priestern halb, daß jetliche kilchöri macht und gwalt Hab wie von alter har, ein fromenerlichen Priester anncmen mögen (sie), und so einer nit uß irem land wärt, daß der selb (um) sin stand undharkomen, wie er abgschciden wnri, glaubwürdigen schin bringen sol, und die selben priester, so angenoinenwerden, sollen nüt anders predigen, dann was sy mit der heligen göttlichen gschrift bewysen und darthuon mögen,und zuo guotem frid und einikeit diene.