Juli 1528.
13 f. 5
10. „Daruf sy dann meinen, die pündt trüwlich an uns ze halten, des willens sind wie och; wir gedenkenoch trüwlich darob ze sin, daß sy von andren trüwlich gehalten werden. Wir haben och darumb nnsern liebenEidgnossen gmeinen landlüten von Glarus sollich trostlich znosagen gethon . . .
11. „Demnach sy witcr in irer schrift melden, sofcrr wir uf unserm znosagen verharren nnd bliben ivöllten,vermeinen sy nit unrecht ze thuon, so sy die nnsern in grafschaften . . . und gebieten dises Handels (und) unserszuosngens mit schriften oder bottcn . . . berichten, mit witerm und mererm inhalt und sonderlich mit dem anhang,wir sollen sclbs ermessen, was hierns nntzlichs nnd gnots entspringen möcht :c. Ab disem irem fürncmen hatein jeder frommer und verständiger luter abzenemcn, was dise abgetrettnen gesünderten sclbs ufgewachsnen in iremherzen on zwyfel lang getragen, und so sy sich nit lenger. enthalten, setz damit herusgcbrochen und iren willennnd gmüet eröffnet haben, nämlich daß sy sich irs eigen lasters der ungehorsame nnd empörung wider die oberkcitnit benüegen lassen, sonder ander, als unsre frommen guotwilligen und gehorsamen zuogehörigen lüt wcher unsals ir oberkeit in unrnom und nfrnor zuo bewegen. Ob das der erberkeit zuostande nnd den geschwornen pündtenglichmessig sig, mag abermals ein jeder, so eer und warheit lieb hat, wol ermessen. Wir wällen aber sy zumhöchsten dafür gcbetten nnd verwarnet, inen och hiemit zuo ermessen geben haben, was hierns nntzlichs oder gnotsentspringen möcht, wann sy sich des ze thuon underston sollten.
12. „So sy dann in irem schriben melden die gutthät, so ir und unser altvordren, onch wir und sy ein-andren gethon haben, das lassen wir inen gern zuo; dadurch mögen sy aber iren nnfnog und ungcbürlichc Handlungnit schirmen noch beschönen; wol (aber) folgt darus, daß wir die selbigen ir Handlung abzestellcn bester willigernnd begiriger sin sollen, wie wir deß nach.inhalt. . unsrer pündten ze thuon schuldig sind.
13. „Denne als sy anzöigen, unser botten haben nsf Marie Magdalena nächst verschinen in irem land, alssy für sy ze kamen gcbetten worden, nit komen wöllen, bis ufs letst w., ist nit on, wir haben unser» gesandtennit anders in bcfelch geben, dann für einen zwyfalten oder dryfalten rat oder vcrsamlung einer ganzen lands-gemcind zno erschinen und unfern willen und befelch zuo eröffnen. Als sy aber für dieselbigen nit haben komenmögen, in ansechen, daß dise widerspennige nnd ungehorsame Personen uff des ainmans gebott und berüefen niterschinen, wie sy sich nachgends verneinen lassen, fürohin weder rat noch gmcind ze halten bis zuo nstrag irerzwyspeltigkeit, haben sich unser botten, wiewol über nnsern befelch, mit glatten worten bereden lassen, für diserott nnd vcrsamlung zuo keren; da sy aber zuo inen komen und-sy gehört, haben sy nit so vil abnemen nochverston mögen, daß sy verhofften, daß sich diser span zno vil rnow und friden ziechen möcht; deßhalb sy och onalle frucht von inen abgescheiden sind.
14. „Besonder diewyl wir für und für by inen finden, daß sy irs teils weder gericht, recht, rät nochgemcind halten noch fürgon lassen wöllen bis zuo cnd irs zwyspaltigen Handels (als sy es nenne»), was bydenjenigen gllots zuo verhoffend sig, die ländliche guote ordnung und polity eines crlichen loblichen lands undOrts der Eidgnoschaft, frid, recht und landliche einigkeit zno vertrncken nnd zerstören begeren, söndrung, nfrnor,empörung und rottierung erwecken und verursachen, inag aber ein jeder zimlichs Verstands, der frid, recht undgehorsame lieb hat, wol gedenken; ja wann man inen die fachen nach irem eigennützigen wolgefallen handle»,usfüercn und meeren wollt.
15. „Diewyl dann dise abgetrettnen nnd ongchorsamcn gegen irer oberkeit in irer »»gehorsame verharrenund damit in das laster der verletzten oberkeit gefallen, wölichs in allen rechten by Höchen penen nnd strafen sohoch verbotten ist, daß sölich strafen vilmalen uf die kind und erben gezogen werden, so wurde sich uns je nitanders gebüren, dann wa die selbigen ongehorsnmcn irs fürnemens nit nlyton wurden, daß wir sy in vermögnnsrcr pündten verhulfen in gehorsame ze bringen.
16. „Dann sollte es die gstalt haben, wann sich ein wenige anzal Personen in stett(cn) oder ländcr(n) unserEidgnoschaft, uillicht umb irs eigen Vorteils und gcnieß(es) willen wider den merern teil setzen, nit mit inenmeeren, sonder sich üssrcn, abtrettcn ald dem mcrcn »it statt thuon und frömbdc ußländische recht, bcsunder widerheitre und lutrc geschribnc landsntzungcn suochcn nnd brnchen ivöllten, wie wurden stett, land nnd lüt in wcsenbestan und regiert mögen werden?