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Juli 1528,
billichen, rechtlichen oder güetlichen entscheid by unseren lieben Eidgnossen ze suochen, dero cid und punds-geschwornen ir und wir sind, dardurch grosser zwytracht und unwill oermitten wurd. (nä 9).
„Zuo letst, das Gottswort berüerende, alda ir üwer Hand alweg offen ze han begerend w., vermeinend wirhierumb gewüsser mtscheid(en) gnuogsam verfaßt syn an den zwei antwurten, so wir unseren lieben Eidgnossen,erstmals den Siben Orten, nachmals den Fünf Orten, gegeben habend. (Folgt wörtliche Abschrift).
St. A.Zürich: A. Glarits. (Copte in dem unter Nr. 3 beschriebenen Actenstück). — Actum Freitags Vigilia Jacobi (24. Juli).
K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. — K.A.Basel: Abschiede.
3) 1528, 28. Juli. Beschwerdeschrift der altgläubigen Glarncr an Zürich.
(Dieses Actenstück trägt die Spur eines kleinen Siegels und regelrechte Adresse, enthält aber keinen Eingang,sondern beginnt mit der oben in 2) mitgetheilten „Antwort", läßt derselben die angerufenen zwei Erklärungenvom tk. Juni 1527 und 15. März 1528 folgen und wendet sich dann erst, auch das noch in ungewöhnlicherForm, an Zürich):
„Und als dann (strengen frommen fürsichtigen wysm und lieben Eidgnossen von Zürich) ir vor etwasvergangnen zyten üwer ersam wys botschaft uf den Sonntag Cantate dises jars zuo Schwanden an offner lands-gemcind by uns gehapt, die selbig erber botschaft uns domalen ernstlich fürgehnlten, wie ir von unser uneinigkeistzwytracht und mißhell veruomeu, die üch von herzen leid, des erbictens, wo ir mit üwerm lyb und guot unswider in einigkeit, frid und rnow ze bringen ze mittlen helfen und raten wüßtent, üch an dem dhein müeg, kostund arbeit nit ze duren lassen w., mit vil mer früntlichs und brüederlichs erbietens, deß wir uns domalen undsidt (dem) allwegen zuo üch verhofft, guots vertruwens, ir als unser lieb Eidgnossen wurdent üch unser zwy-spältikeit zuo herzen lassen gan und nach üwerem erbieten bewysen, als wir on zwyfel in solchen fällen gen üchgethon haben wellen.
„Und so nun pohar leider die zwytracht under uns je lenger je größer erwachsen, hat sich begeben, daß dielmlllU unsers gegentheils, ouch wir unser botschaften gen Baden abgefertiget, mittel und süen (in) unser Uneinigkeitby üch und andren unfern lieben Eidgnossen ze suochen, güetlich oder rechtlich, dann wir dheins andren nie begert,in Hoffnung, ir wurden uns insondws harzuo gefördert und geholfen haben. Hierzwüschen sind wir gruntlichbericht worden, wie damalen an dem fürwandern unser gegentheil vor üwcrcn klein und großen Räten erschinen,üch fürgehalten, wie wir unsers theils sy gwaltigklich wider recht von dem gotswort, pündcn, landbuoch undbrüchcn ze trengen sürnämind, villicht mit mer Worten ?c., daran uns doch unfrüntlich und ungüetlich beschicht,hoffend ouch solichs vor minn oder recht (deß wir allein begerend) kundbar ze machen, als ir deß in obverschribnerunser gegebner antwurt zum theil bericht verneinen werdend. Und so nun üwer lieb uf solichs unsers gegentheilsansuochung inen lyb und guot zuozesetzen versprochen, ouch hilf und rat ze (be)wisen (als uns fürkumpt) wideralle die, so sy obbemelter meinig trengen oder notzogen wurdind, haben wir, sobald wir das vcrnomen, merklichverwundern darab empfangen, haben ouch uß solichem zuosagcn, so ir unserem gegentheil gethan, nichts anderskönnen erlesen noch ermessen, dann daß solichs allein uns unsers teils berüeren und antreffen sig, so doch wir dieverklagten und ir uf jener klag hilf zuogesagt. Uns bedunkt ouch, wo solichs an im selbs (also wäri), üwerm vorigenerbieten, so ir gethon, ganz unglichförmig und ungemeß sin, dann wir uns je deß zuo üch keins wegs versehen,sonder allweg vertröst, üch unser zwytracht leid ze sin, ouch guot mittel iu dero von üch gesuocht werden, als irdeß vorhar erbieten gethon, und wir Eidgnossen gemeinlich einandern in spennen ze thuon schuldig, güetlich oderrechtlich ze vertragen, nach vermög unser geschwornen pünden, die üwer und unser vordren, ir und wir ewenklichzuosamen gcschworn, die ouch nit zuogebend, daß dhein Ort dem andren einich hilf zuosagen sol, iusonders widerdie so recht begerend, ouch unverhört des gegentheils, über das so wir des rechten als wol uf üch als anderEidgnossen komm sind, zno dem daß wir die ewigen pündt üch als wol als unser gegentheil geschworen, undir uns glichermaß, die wir ouch trüwlich an üch ze halten begerend, und uns nie keins andren crbotten. Wirvermeintind ouch, ir sollend billichen betracht haben, daß wir in verschinen jaren und zyten in üwerm fachenallweg gern guot mittler und scheidlüt gesyn wärm, uns ouch in keinen weg von üch nie sündren haben wellen,weder ze tagen noch sunst, deß ir guot müssen tragen. Und' soferr üwer lieb nochmals des willens, uf solichemzuosagen zuo verharren und ze blyben, ist nit on, wurden wir gnuogsamlich verursachet, ineinten ouch hieran nit