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Juli 1528,
der Stadt, auf dem Gebiete des Abtes, eine Walke besitzt und dieselbe nirgends anders anlegen könnte, so begehrtder Abt Rath von seinen getreuen „Schirmherren" Lucern und Schwyz, ob er der Stadt jene Walke auchabstricken und künstig zu benutzen untersagen solle, v. Heimzubringen, was die Boten des Abtes ferner gemeldet,und was für Briefe er aus Zürich erhalten, ans denen wohl zu ersehen ist, daß dieses unter dem gemeinenMann wenig Gehorsam pflanzt; anch hierüber ist auf nächstem Tage Antwort zugeben. «I. HVerhgndlung wegenGlarus. — Vgl. Nr. 560).
Zu Die VII Orte an St. Gallen, dd. 20. Juli. Dein Tert conform. Siegel von Heinrich Reding,Landammann. Stadlarchiv St, Gallen.
Zu In den hier folgenden Acten mögen alle erwähnten Schreiben beigebracht sein:
1) 1528, 27. Juni (Samstag post Joh. Bapt.). Zürich an den Abt von St. Gallen. „Uns zweifelt nit,ü. g. trage guot wüssen, welicher gstalt unser lieb Eidgnossen von Schwpz gegen iren landlüten, unfern liebennachburen und anstößern der grafschaft Toggenburg in fürnemen, sp mit der that ze überziechen, gewesen syen,wölichs uns in ganzen trüwen leid gewesen, auch von der unfern wegen nit wenig beschwert und ursach gebenhat, uns denacht in rüstung ze halten, damit wir, wa das die notdurft erfordern wnrd, darin handlen möchten,das sich unserhalb gebärt Helte. So aber dieselbigen (gott sig lob) sich zuo friden und ruowcn gezogen haben,verneinen wir denocht landmärswrjs, daß ü. g. Hjnr die üwern in den selbigen cmpörungen by unsern l. Eidgnossenvon Schwyz und anderswo nit wenigen fiirschuob gethan, darzuo setz sampt einem andren prelatcn des fürncmenssin sollen, etliche predicanten der enden bemeldter grafschaft, sy spcn belechnet von wem sy ivöllen, irer pfrüendenze entsetzen iind des lands zuo vertrpben, darus dann, als wir besorgen, Iva ir das beharren sollten, unterer undnüwer widerwill und nnruow folgen und entston; wahin das zuoletst langen »röcht, hat ü. g. bi) diseii seltsamenund geschwinden löufen wol zuo bedenken, zuo dem daß villicht wir »och ander oberkeiten die iren nit enthaltennoch der gewaltig sin möchten. Demnach langt an ü. g. unser flpßig bitt und ansuochen, s>) wölle sich selbs unduns all hierin bedenken und diß und anders dinglichen sürnemens, so uns allen zuo onrat reichen und erschießenmöcht, güetlich abston; das bcgeren wir umb dieselbigen ü. g. willig und früntlich zuo verdienen."
St. N. Zürich: A. Toggenlmrg.
Auszug in Mitth. z. vaterländ. Gesch. III. x. 25, 26.
2) 1528, (A.Juli?). Zürich an den Abt von St. Gallen. Er werde sich ohne Zweifel erinnern, wie manihm früher vorgestellt habe, welcher Schaden aus einem Krieg wegen der Landleute nr Toggenlmrg erwachse»möchte, zc. Man hatte sich deßhalb versehen, daß er die Sache samt ihren Folgen reiflich erwöge; nun höre manaber, daß er in dem Zwiespalt, der zu Lichtensteig ausgebrochen, gegen die Mehrheit Partei nehme und durchseine Amtleute die Minderheit stärken lasse. Das finde man nicht wenig befremdlich, da man keineswegs sehe,daß der zeitliche Gehorsam Abbruch leide, sondern daß die Landlente nur bei dem göttlichen Wort bleiben wollen.Weil man nun vermuthe, daß man im Fall eines thätlichen Aufruhrs der eigenen Leute nicht gewaltig wäre,und Niemand wisse, wie Andere sich verhalten würden, so stelle man nochmals an den Abt das ernstliche Be-gehren, sowohl das Gotteshaus als die Seinen und Andere wohl zu bedenken, und wünsche darüber eine schrift-liche Antwort. St. A. Zürich: Migw-N.
3) 1528, II. Juli. Zürich an den Abt von St. Gallen. Man vernehme glaublich, daß ungeachtet des vonden IV Orten zwischen dem Abt und den Gotteshausleuten vermittelten Vertrages Etliche um nicht malefizischcSachen, und ohne Rücksicht auf die anerbotene Vertröstung, gefangen und in andere Gerichte geführt werden, >v>ces neulich zu Goßau geschehen, was einem Schirmort ganz unleidlich sei. Dazu höre man, daß die Leute >»ihren Geschäften nicht Gemeinden halten dürfen, und müsse vermnthen, daß solches daher rühre, daß man hie»zu Stadt und Land die göttliche Schrift gebrauche, weßwegcn man vormals dem Abte geschrieben (6. Mai), abernoch keine Antwort empfangen habe. Man begehre nun zum höchsten, daß der Abt die Gotteshausleute bei deinerwähnten Vertrage gütlich bleiben lasse und sie nicht davon dränge; „dann wo das »it beschechen und die gotts-huslüt wider billichs gedrängt und uns deßhalb nnrüefen sollten, kündtcn wir fnogen halb »it underlassen, wir