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Juli 1528.
den letztern Artikel so, daß die Verkommniß den Bünden in den Puncten unschädlich sein solle, die in derVerkommniß nicht erwähnt und geändert seien; weil aber statt der 16 Jahre 5 gesetzt worden, so sei billig derBund alle 5, und nicht erst alle 10 Jahre zu beschwören, wie es auch seitdem und noch zuletzt gehalten worden,nur mit Ausschluß Zürichs. Weil nun das ohne alle rechtmäßige Gründe geschehen, so sehe man dem Sprucheentgegen, den die Gesandten früher begehrt haben, und damit setze man die Sache zum Recht.
Das Resultat dieser Verhandlung liegt in folgendem Act:
k. 1528, 17. Juli (Freitag nach St. Margarethen Tag), Einsiedeln. „Demnach mine Herren die zuosätzklag, antwurt, red und widerred sampt etlichen artikeln, so min Herren von Swiz und Zürich gegen enandernfürgewendt und zuo inen zuo recht gesetzt, gehört und verstanden, will sy bedunken weger und besser sin, diespenn, wie min gnedig herrrn die partyen sölhe gegen enandern haben, werden in der güetlichait hingelegt, dannmit recht usgesprochen, damit vil müeg, unwill, kost und schaden, der daruf gon möchte, verhüet belibe. Deßhalbso haben die abgedachten min Herren die zuosätz ein güetlich mittel gestellt, wie hernach folgen wirt, in Hoffnungsemlichs sölle von baiden tailen der billichait nach güetlich angenommen werden, also: Daß min gnedig Herrenvon Schwyz minen gnedigen Herren von Zürich schweren, und dargegen min Herren von Zürich inen Huldigungtuon söllen, wie von alter har von inen beschechen sige, und söllen m. h. von Zürich m. h. von Swiz zuosagen,so inen von m. h. von Swiz obbegriffner gestalt geschworen werd, daß sy alsdann mit dem von Geroldseck ver-schaffen, daß er das gotshus Ainsidlen an sinen güetern rüewig und ungesnmt lasse, mit dem anhang, wa ermin gnedigen Herren von Ainsidlen von des gotshus wegen (siner) ansprach nit erlassen well oder möge, daß erdann sin gnad in den gerächten, darin sin gnad gesessen ist, und vor siner gnaden ordenlichem richter mit rechtfürnemen und suochen sige, in lut der bänden, oder aber das recht gegen minem Herren von Ainsidlen bruchenach sage der Erbainung, semlichs rechtens sin gnad im gestattnen und nit vor sin sölle, zc."
St. A. Zürich: A. Schwyz (Ausfertigung von Locher).
Das Anfangsdatum ist aus bloßer Vermuthung aufgenommen, indessen doch sehr wahrscheinlich richtig.
Zu Ueber die Einleitung dieses Tages liegen folgende Korrespondenzen vor:
1) 1523, 27. Juni (Samstag nach Johannis Bapt.). Schwyz an Zürich. (Recapitulation der bisherigenVerhandlungen). Da Zürich in das Recht über die zwei zu Luceru (29. April f.) gestellten Fragen eingewilligt,die Sache nun aber so lange angestanden, daß es sich nicht gezieme, länger zu warten, so setze man hiemit einenRechtstag nach Einsiedeln auf Dienstag nach St. Ulrichs Tag (7. Juli) und ermahne Zürich bei den Bünden,„dero ir dry mit uns und wir mit üch habent", dieses Recht zu erstatten. Und um die Sache zu fördern undKosten zu sparen, schlage man, damit ein Schreiber auf dem Tage anwesend sei, Johannes Locher den jünger»zu Frauenfeld vor; wenn er Zürich gefalle, so möge es denselben im Namen beider Orte berufen. Begehrenumgehender schriftlicher Antwort. St. A. Zürich- A. Schwyz.
2) 1523, 1. Juli (Mittwoch nach Peter und Paul), Zürich an Schwyz. Den ans Dienstag nach St. Ulrich(7. Juli) angesetzten Rechtstag würde es gern besuchen, wenn nicht diejenigen Rathsfreunde (Rud. Thumisen undHans Escher: Rathsbuch), welche der Sachen am besten kundig, abwesend mären; auch sei derselbe sonst etwas zufrüh; vermöge des Abschieds von Lucern, von Auffahrt Abend (2V. Mai), mache nun Zürich Gebrauch von derBefugniß, einen andern Tag zu bestimmen auf St. Margarethen (15. Juli), den es auch dem vorgeschlagenenSchreiber anzeigen werde. Bitte um schriftliche Zusage. St. A. Zürich- MG»-».
3) 1528, 3. Juli. Schwyz an Zürich. Antwort auf die Anzeige, daß es den auf Dienstag nach St. Ulrich(7. Juli) angesetzten Rechtstag wegen andern dringenden Geschäften auf St. Margarethen Tag (15. Juli) zuverschieben wünsche. Man sei bereit, bis dahin zu warten, und bitte, den genannten Schreiber auf letztern Tagzu berufen. St.A. Zürich- A. Schwyz-