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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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April 1528,

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4) Die Zürcher Instruction beauftragt die Voten, im Namen kleiner und großer Rilthe zu erkläre»,Zürich könne schlechthin nicht dnlden, daß der genannte Müller oder Andere in den gemeinen Herrschaften umSachen, die den Glauben und das Gotteswort betreffen, gestraft werden, und wenn die Eidgenossen gegen Müllerweiter vorgehen wollten, so wäre zu sagen, Zürich werde dadurch veranlaßt, den Leuten jener Herrschaften seineBeschwerden nach Nothdurft vorzutragen. St, A, Zürich- Jnsn-uu, i. soi, 202.

5) 1523, 1. Mai (Freitag nach Misericordia). Zürich an die Botschaften der zwölf Orte in Luccrn. Antwortauf ihr Schreiben für den gefangenen Marx Wehrli, Man habe dessen Handel noch nicht vollständig untersucht;sobald man alles „zusammengebracht", werde man gegen ihn thun, wie es frommen biderben Leuten zustehe,„Vermerkent (das) von uns im besten und sind gott unserm Heiland trüwlich befolchen," St, A, iumn-MUwe»,

K) 1528, 5, Mai (Dienstag nach dem Maitag), Zürich, Urthcil über Landweibcl Wehrli, „Als dann MarxWernli von Frowenfeld, der da gegenwärtig stat, verjechen, demnach er uf einen gchaitnen tag gen Luccrn gerittenund hie zum Schwert im wirtshus uf der brück Übermacht gsiu, und etlich von den jetzigen leeren ob einem tischzuo red ankommen, habe er geredt, wann er wüßte, welicher nit in sin ordenliche pfarr gienge und des landvogtsKotten deßhalb nit gehorsam wäre, so wellte er denselben holen und dem landvogt überantwurten, unangesechenwie hoch einer im Thurgöw wäre, und wie in etlich gcbetten, er gienge (deß) wol müeßig, und welltind vonden dingen nüt reden, redte er aber, sanier botz macht, gott gcb dem Abt von St. Gallen St. Vits tanz, daßer das ketzerwerch, als fleischessen, (zuo) predigen gan und anders nit abstellt, dann es wäre wider gott, undwelicher nit gloubte, so oft und dick der Priester meß halt und die ost(i)en ufhcbt, daß da war gott und warmensch, wie er mit bluot und fleisch' am stammen des heiligen krüz gehanget ist, sige, der sig ein ketzer und einböswicht. Daruf seite Hans Müller von Roggwyl, uß der landgrafschaft Thurgöw, das gloub ich nit; danngott ist im Himmel. Demnach, wie er diser Marx und der Müller obgenannt gen Lucern kommen, habe er sölichdes Müllers gethane red so vil uskündt und usgesprcit gegen"') Josephen am Berg, alten landvogt, daß dasdie (den) Eidgnossen fürkommcn, und also denselben Müller in groß gefar, schaden und Nachteil understnudenze bringen und zum teil gebracht**). Umb sölich des genannten Marx Wernlis frefen schantlich zuoreden, übelund mißthuon ist zuo im nach gnaden also gericht, daß er dem nachrichter befolchen werden" (soll), ?c. zc. (Diegewöhnliche Formel). Si.A. Zürich - Rath- u»d Nichtbuch wes, nw. u-n. e. 11s.

Weiterer Detail kann hier nicht aufgenommen werden; doch bemerken wir noch folgende Stelle aus dernächsten Luccrner Instruction, die bei dem Abschied liegt:

7) „Item Hans Müller von Roggwil (belangend), der Marx Werlin verklagt hat und wider das sacramentgeredt, soll unser bott gcwalt han und daran sin, damit im gericht werd, wie M. Werlin selgen gericht(et) ist."

Zu K. Es sind hier ebenfalls einige Acten beizuziehen:

1) 1528, 27. April. Constanz an die Boten von Zürich nud Bern in Lucern, Wie ihre Obern gerathcn,habe es sich entschlossen, keine Botschaft zu schicken, sondern die Eidgenossen dnrch eine Schrift über den Vertragmit Oesterreich zu berichten, und demgemäß solche doppelt ausgefertigt, die eine Copie für Zürich und Bern, dieandere für gemeine eidgenössische Rathsboten zc.; man wisse nämlich nicht, welches das fruchtbarste sei, ob mansie letzter» übergeben sollte, oder ob die Boten von Zürich und Bern sie von sich aus vortragen und einlegenwollen; man überlasse dies ihrem Gutfindcn; halten sie für besser, daß man den Eidgenosse» eine Schrift zustelle,so mögen sie das betreffende Exemplar dem Ueberbringer zu diesem Zwecke (wieder) verabfolgen.

St. A. Bern: A. Ausland III. (Kaiser)- Original. — St, A. Zürich: A. Eanstanz (Copie).

Das Constanzer Stadtarchiv hat eine an gemeine Eidgenossen gerichtete Missive im Concept, das die Denk-schrift einschließt.

*) Das Urtheil ist mehrfach corrigirt; hier stand zuerst: „gegen etlichen sonderen gewaltigen Personen."

**) Die Aenderungen in diesem Schlußsatze scheinen etwelche Redactionsverlegenheite» zu verrathen. — Im klebrigenstimmt das Urtheil mit den wenigen noch erhaltenen Verhören überein.