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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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April 1528,

laid ist, e. w, ernstlich gebetten, in diser fenknus gnädiglich ledig und mit mir haim ze ryten lassen, das ich aberan e. >v. nit mögen erfinden, sonder on in Hab müessen abschaiden; so nun ich har gen Frowenfeld kommen bin,und siner frowen und sinen kinden in als iren mann und vatter nit mit mir bracht, gehaben sy sich deß gegenmir mit semlichem kummer, klagnen und wainen so übel, daß sy gott erbarmen möchten und ich ganz kam ruowvor inen Hab; dann sy arm lüt und klains Vermögens syen zc. Harumbe, gnädigen Herren, dwyl ich danngedachten Werli als inin(en) diener und knecht mit mir von Frowenfeld gefüert und bi mir gchebt Hab, und diered, so von im usgangen sin sol, in aincr winfüechti, unbesinnt wohin die lange, und villicht als er darzuogeanlasset, gcredt sin mag, erman e. w. ich abermals aller der diensten, so c. w. ich jendert bewyst hett oder nocherzaigen könnt, darzuo ich genaigt sin welt, mit undertheniger ernstlicher pitt, die wellen in ansechung, daß erlange zit üwer unkr ander miner gnädigen Herren der Aidguossen trüwcr diener gewesen ist, angezaigte red nitzum höchsten und argisten ermessen, sonder die siner Unvernunft und unbesinntlichait zuorechnen. und an sölhersiner gefänknus damit gebüeßt gnädig benücgen haben, in von min, ouch von siner frowen, kinden und fründenwegen widerumb ledig darvon kommen lassen".. . St, A, Zürich - «, Thmg-m.

2) 1528, 7. April (Dienstag nach Palmarum), Zürich. Instruction für M. Johannes Wegmann, was erim Thurgau handeln soll. Da Marx „Wernli" von Frauenfeld, der hier im Gefängniß liegt, die ihm vor-gehaltenen Artikel nicht alle zugeben will, sondern gewisse Personen darüber zu verhören begehrt, so soll derBote zuerst des Verbotes halb, das derselbe zu angehender Fasten in Weinfelden und Fischingen gethan habensoll, sich an beiden Orten erkundigen, was daran sei, indem W. läugnet, auf jene Zeit dort gewesen zu sein.Der Reden wegen, die er hier zum Schwert gethan, sind Hans Müller von Roggwyl und des Möttelis Schreibergründlich auszufragen, wie alles zugegangen, und wenn sie noch andere Thurgauer als Zeugen nennen, so sollenauch diese verhört werden. Ueber das der Aebtissin zu Dänikon angelegte Verbot ist an Ort und Stelle Berichtzu vernehmen. Da Wehrli bestreitet, was der zu Wyl gerichtete Wüst ausgesagt, und behauptet, daß die genanntenPersonen ihn vor dem Landgerichte „entschlagen" und klar bezeugt haben, daß er von ihnen keine Bußen bezogen,so soll nachgefragt werden, ob einige von denselben noch leben, und diese zu verhören, ob die Sache sich alsoverhalte. Ferner behauptet er, gegen Junker Hug von Landcnberg, jetzt in Herdern wohnhaft, in Einsiedeln einUrtheil erlangt zu haben, das beide schriftlich genommen, und der Junker ihm habe zahlen müssen zc. Bei diesemdas Nähere zu erforschen. Wenn sich noch anderes findet, so soll der Bote das auch untersuchen, damit man dieWahrheit erfahre. Weil verlautet, W. dürfe nicht mehr nach Wyl kommen, so ist darüber ebenfalls nachzufragen.Endlich in Stammheim, wie W. zu der Zeit, als die „Götzen" aus der Kirche entfernt worden, einen „Wirth"so hart geschlagen habe, daß ihm ein Arm unnütz geworden sein soll. St. A. Zürich: A. Thurgau.

3) 1528, 22. April (St. Jeorius Abend). Heinrich Wirz, Landvogt im Thnrgau, an Zürich. Antwort aufdessen letzte Zuschriften. 1. Es begehre, daß er dem Hans Müller von Roggwyl, den er wegen etlicher imZürichbiet geäußerten Reden vor das Landgericht citirt, zu dem Gericht und davon ein freies sicheres Geleitgebe ?c. Er habe aber von den andern Orten Befehl, denselben vor dem Landgericht zu beklagen; da er nunnicht wisse, was da gefunden werde, so könne er ohne Vermilligung der Eidgenossen kein Geleit ertheilen; habeder Beklagte nicht geredet, was ihm zu Nachtheil diente, so werde er dessen genießen und keines Geleites vomRechten bedürfen; wenn aber die Eidgenossen willfahren, so wolle er, der Vogt, ihn dabei handhaben - -2. (Gewöhnlicher Criminalhandel). 3. „Und so dann E. W. der von Nußbäumen halb befrömdt, daß ich inenabgestrickt und verbotten Hab, daß sy nit zuo iren alten kilchgnossen, den von Stammhain, zuo predig gon söllint zc.,gib E. W. ich zuo verstand, daß min vorfar, Landvogt (Amberg) von Swyz, uß befälch miner Herren der Aid-gnossen, als E. W. wol müssen mögen, scmlich gebott gethan hat, und wie das der unterthanen und des zechendenhalb beschechen und etliche jar unzhar gehalten ist; darby vermainen sy, min Herren, zuo beliben, und bin m)by mincr aidspflicht schuldig, sölichs in irem namen bis uf wytern iren beschaid oder abschlag zuo handhabe»,dadurch ich nit gcwalt Hab, harinnc ainich ändrung ze tuond; deßhalb mögen E. W. min Herren die Eidgnossendarumb anlangen, und wie die semlichs füro ordnen, oder was sy in dem nachlassen, das ist mir gefällig".->

St. A. Zürich: A. Thurgau.