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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
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April 1528.

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ST«.

Mmmelt. 1528, 26. April.

Tag der V Orte. — Da eine directe Nachricht über diese Zusammenkunft fehlt, so lassen wir einen andernAct folgen, der wohl etwelche Anhaltspunkte gewährt:

1528, (c. 1. Mai). Zürich an Bern. Es habe glaubliche Nachricht, daß auf Sonntag den 26. April dieBotschaften der fünf Orte in Brunnen versammelt gewesen, und da sie vernommen, daß Glarus auf. denselbenTag seine Landsgemeinde halte, an dieselbe einen Brief gerichtet haben des Inhalts: Sic hätten erfahren, daßZürich, Bern und Konstanz kürzlich mit einander getagt und berathcn haben, die Städte Brcmgarten, Mellingenund Baden in ihre Gewalt zu bringen; deßhalb erachten sie es nun ihrerseits für nothwendig, jene Städtchenzu besetzen, was Glarus auch befördern möge. Dieses Schreiben sei aber zu spät gekommen und nur an denRath gelangt; einige der Böswilligen haben sich dann u. A. geäußert, jetzt sehe man, daß die zwei Orte damitumgehen, über die andern Herren zu werden. — Da die Böswilligen an jener Landsgemeinde gesehen, daß „dasEvangelium zugenommen", sodaß ein Mehr von 115 Händen sich dafür ausgesprochen, wobei auch die Hintersäßen— die Dienstknechte allein ausgenommen — gestimmt haben, so seien sie „in Ungeduld gefallen" und in großerZahl hinweg gelaufen; die klebrigen haben jedoch, um arge Nachreden zu verhüten, die Abmehrnng auf den 16.Mai verschoben. Weil nun jene offen erklären, daß sie bei den Eidgenossen Hülfe suchen, und man bereits erwarte,daß diese ihre Botschaften dahin schicken werden, so haben „gutherzige" und verständige Leute den Wunsch undRath ausgesprochen, daß Zürich und Bern ebenfalls nach Glarus schicken möchten, was Zürich richtig finde, zumalein Anlaß gegeben sei durch die abgemeldete Beschuldigung, wogegen sie sich zum höchsten verantworten müßten;dabei könnten sie aber auch handeln, was zur Förderung und Rettung des göttlichen Wortes dienen würde; dcßhhabsollen sie unerschrocken fortfahren zu Gottes Lob und Ehre, wie er es denn fordere. Wenn nun dieser VorschlagBern „anmuthig" sei, so möge es auf nächsten Donnerstag den 7. Mai seine Botschaft nach Zürich schicken, damitman sich unterreden und mit einander verreiten könne. Antwort bei dem Ueberbringer dieses Schreibens.

S«. A. Zürich: Mlssw-n.

Am 3. Mai bezeichnete Bern seine Botschaft mit der Weisung, auf Donstag Abend in Zürich zu sein.

ST7.

Masel. 1528, 28. April.

Staatsarchiv Bern: Mg. eidg. Abschiede SSI. S7S. Staatsarchiv Zürich: Acte» Basel.

Der Botschaft von Bern (Niklans Manuel; Bernhard Tillmann, Seckelmeister) wird auf die angebrachteBeschwerde wegen etlicher Schmachbüchlein und Missivcn, welche von vr. Johann Eck zu Ingolstadt über dieDisputation zu Berit ausgegangen und später in Basel nachgedruckt und offen verkauft worden, sowie auf dasBegehren, daß dergleichen künftig verhütet und der Drucker bestraft werde, geantwortet: Man bedanre das Ge-schehene, von dem man nichts gewußt habe; der Drucker sei derzeit nicht daheim, sodaß man jetzt in der Sachenicht handeln könne; sobald er aber heimgekommen, wolle man ihn vorberufcn und dermaßen einschreiten, daßBern erkenne, wie leid der Handel der Obrigkeit sei; man wolle auch Anstalt treffen, damit solche Bücher nichtweiter verkauft, sondern alle zu Händen der Obrigkeit gebracht werden. (Gez. Caspar Schaller).

Dieser Act ist der Ergänzung durch anderweitige Doeumente sehr bedürftig; wir lassen die erheblichstenfolgen und verweisen daneben auf die „Basler Chroniken", Bd. I. p- 64 k.

1) 1528, 15. April, Basel. Mandat betreffend die theilweise Wegräumung der Bilder aus einigen Kirchen;Verbot von Schmähungen des Glaubens wegen, ?c. S». B. Bem: Kn-hl. Angelegenheiten (Druck, Piae-n).