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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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April 1528,

Scckelmeister Wirz, die nach bestem Vermögen vermittelt haben; es sei also nicht mehr nöthig, Freiburg zubeunruhigen. Weil indessen die Umstände immer noch gefährlich bleiben, und man seltsame Reden höre, so bitteman, wiewohl man keine Zweifel hege, um eine Erklärung, wessen man sich in solchen Händeln versehen dürfe,und ob man bei weiterem Aufruhr hundert Mann oder mehr auf eine Mahnung nach dem Burgrecht erhaltenwürde, worüber man umgehende schriftliche Antwort zu erhalten wünsche, zc.

St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 390 b, 391 a (irrig rvj April). — K. A. Freiburg: A. Geistl. Sachen.

7) 1528, 26. April. Bern an Obwalden (LA. und Rath). „Unser botschnft, so wir letst by den ufrüerigcnpuren, den unfern von Jnderlappen, zuo Thun gehebt, hat uns ze erkennen geben, wie sy üwer crsam botschaftda befunden und ir befelch verstanden, daß sp von üch zuo stillung der nnruowen dahin gefertiget wären, deßwir üch großen dank sagen, mit erpieten solichen geneigten willen, mite und arbeit umb uch ze beschuldcn, üchernst flissiklich bittende, wo künftiger zyt derglichen unbillich fürnemen sich erheben wurden, alldann aber in solichemdas best (ze) thuon, in betrachtung, wo solich gewaltig Händel nit sollten abgewendt werden, daß nützit guotsdarus entspringen und zuo Zerrüttung der regimenten und oberkeiten reichen, das üch und ander nit minder dannuns belangen wurd. Harum wellend üch, wie ir üch schmal zuo guotem der fach erzöigt, fürer (als wir üch wolgctruwen) thuon, wirt Hinwiderum zuo handhab aller billigkeit unsers theils dhein Mangel sin. Wellend ouch nitzuo argem ufnemen, daß unser Kotten, so zuo Thun bp den üwern gewesen, sich gegen inen nit erzöigt habenmit eerbcwysung, als sy aber billichen gethan sollten haben, und (uns) gefällig gsin wäre". . .

St. A. Bern: Teutsch Missinen q. ssg b (irrig rvj April).

8) 1528, 27. April. Bern an Zürich. Antwort auf das heute früh empfangene Schreiben betreffend dieempörten Bauern. Damit Zürich deßhalb beruhigt werde, möge es wissen, daß man sie zum Abzug habe bewegenkönnen; was sie zum Aufruhr getrieben, sei schon in der Missioe vom 25. d. angezeigt. Da man gleichwohl nochin Sorgen stehe, so bitte man Zürich um treues Aufsehen, und müßte man es weiter um Hülfe anrufen, so hoffeman, daß es Bern nicht verlassen würde, damit man sich vor unbilliger Gewalt beschirmen und solchen Muth-willen däminen („gethämen") möchte. St.A. Bern: T-utsch Misstve» cz. W2 b. — St.A. Zürich: A. Bern.

9) 1528, 27. April. Freiburg an (Solothurn). Es wisse vermuthlich um die Unruhe in einem Thcil desBerner Gebiets; deßhalb habe Bern zum Beistand gegen die empörten Unterthanen 166 Büchsenschützen verlangtund zu wissen begehrt, wie sich Freiburg in dem Handel zu benehmen gedenke. Da nun die Entscheidung schwersei, so bitte man um schleunigen Bericht, ob (Solothurn) zugesagt oder abgeschlagen habe, damit man sich gleichzu verhalten wisse. Wenn es aber besondere Anliegen hätte, so möchte man wünschen, sich auf einem Tage zuWyleroltigen oder Aarberg zc. darüber berathen ztt können, zc. K.A. Fr-ibmg: Missiven Bd .ix u. x. 44 v.

16) 1528, 28. April (Dienstag vor Philippi und Jacobi), nach Mittag. Solothurn an Frciburg. Antwortauf die Anfrage, was für Bern zu thun sein möchte, zc. Man habe von Bern eine gleiche Zuschrift erhalten unddarauf erwidert, was die Beilage enthalte, und hoffe, es werde sich damit begnügen. Eine Tagleistung der beidenStädte wolle man bis auf weitere Berichte anstehen lassen, wünsche aber, daß man sich ferner gegenseitig benach-richtige, zc. (Die erwähnte Beilage fehlt). K. A. Fr-wmg: A. S°l°qur».

11) 1528, 28. April (Dienstag nach St. Marr Tag), 3 Uhr Nachm., Bern. Diethelm Nöist und Jos vonKuosen an Bm. und Rath in Zürich. Sie seien gestern „um die sechste Stunde" (Abends?) hier eingetroffenund haben sofort Einigen (vom Rath) ihre Aufträge eröffnet; ... heute haben sie dieselben nochmals augezeigt,worauf der Rath für das bewiesene treue Aufsehen verbindlich gedankt und nebenbei gemeldet habe, daß nachvielfachen Warnungen „unsere Eidgenossen" denen von Jnterlaken viel zugesagt haben, und darum gebeten, eilendsheimzuschreiben, Zürich möchte (auch ferner) gutes Aufsehen halten; die Boten haben sich auf die an sie gerichteteBitte entschlossen, noch etwa zwei Tage hier zu bleiben ... (Beischluß eines Kundschaftbriefs). Bern erbiete sich,alles anzuzeigen, was es erfahre, und begehre, daß Zürich es Hinwider thue. Es schreibe den Boten in Lucern,sie sollen an die Eidgenossen die Frage stellen, wessen es sich zu ihnen versehen dürfe. Die Bauern von Jnterlakenwerden auf den nächsten Sonntag ihre Botschaft hieher schicken und ihre Beschwerden vortragen; daneben hv^man, daß Einige vorschlagen, sich bei Köniz zu lagern und nicht wegzuziehen, bis die Herren die Zinse undAnderes nachlassen. . , St. A. Zürich: A. B-rn.

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