April 1528.
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STS.
Mern. 1528, c. 26. April.
KantonSarchiv Frciburg: Jnstr. Bd. I. !>l >>.
Gesandte von Frciburg — Wilhelm Schweizer, Hans Gnglenbcrg, Niklaus Vögeli, Peter Tossis, WaltherHeid, Niklans Welliard itud Peter Stäubt — haben zur Antwort auf das empfangene Schreiben zu eröffnen,daß sie beauftragt seien, die obwaltenden Anliegen zu vernehmen und nöthigcnfalls zwischen der Obrigkeit undden Unterthanen gütlich zu handeln, wie es zur Vermeidung größeren Uebels dienen möge.
Ein Abschied fehlt; die bezüglichen Verhandlungen sind aber aus den Acten zu erkennen:
1) 1528, 24. April (Freitag post Jeorii). Lucern an Freiburg (deßgleichen an Solothurn). Soeben ver-nehme man, daß die Siebenthaler und andere Oberländer, die bei dem Glauben der Väter zu bleiben begehren,sich gegen die Herren von Bern erhoben haben; da man nun von der Sache nichts Genaueres wisse, so bitte manum umgehenden gründlichen Bericht, damit man thun könne, was gemeiner Eidgenossenschaft Nutzen und Ehreerheische, w. — Vgl. Nr. 527. ' K. A. Frciburg! A. Luccrn.
2) 1528, 25. April, 5 Uhr Morgens. Bern an Zürich. Die Leute von „Juderlappcn", die sich empörthaben, stehen gerüstet bei Thun; was weiter begegne, müsse man erwarten und Gott walten lassen; denn es gehen„große" Warnungen ein, daß „etliche" Eidgenossen mit ihnen verbunden seien, was man zwar nicht glaube;dennoch bitte man Zürich, darin sein Bestes zu thuu und eilends zu berichten, was es vernehme. Darum behalteman die nach Zürich und Basel verordneten Botschaften zurück, schicke aber den Gesandten von Zürich, die ohneZweifel zu Basel sein werden, die hier bcrathene Instruction und „die Büchlein" zu, in der Hoffnung, daß sieauch allein etwas „Verfängliches" schaffen werden. Dem hiesigen Büchsenmeister Fabian möge Zürich anzeigen,daß er eilends heimkehren solle. St. A. B-rn: T-uisch Misswm y. ssr b. - St. A. Mich- A. Bern.
Das an die zürcherischen Boten in Basel gerichtete Schreibe», dd. 25. April, entschuldigt das Ausbleiben derBerner Botschaft mit den Vorgängen im Oberland und gibt de» Auftrag, die mitgcsandte Instruction im Namenbeider Städte den kleinen und großen Rächen vorzulegen und überhaupt zu handeln, was der Sache dienlich seinmöge. — Vgl. Nr. 527. St.A. Bern: Deutsch Misstm» iZ. »SS b.
3) 1528, 25. April. Bern NN Frciburg. Antwort auf die schriftliche Zusage brüderlichen Aufsehens, ze.Wider Vcrhoffen haben sich jetzt die Jnterlaker erhoben und stehen bereits gewaffnet bei Thun, um vor Bernzu ziehen und Zinse und Zehnten mit Gewalt abzuladen. Hierauf habe man heute Morgen um 3 Uhr abermalseine Botschaft zu ihnen geschickt, um sie freundlich abzumahnen, in der Meinung, daß sie ihre Anliegen durchBotschaften vorbringen sollen; was sie ausrichte, wisse man noch nicht, habe sich aber zur Gegenwehr entschlossen;darum bitte man um 1l)v Mann von Freiburg, besonders Büchscnschützcn, die auf weitere Mahnung sofort auf-brechen sollten, w. St. A. Bern: Deutsch Missiven q. SS7 i>, S8S u (ohne Schluß und Datum). — K. A. Frciburg! A. Geistl. Sachen.
4) 1528, 25. April, um 6 U. Morgens. Bern an Solothurn. Im Wesentlichen gleichlautend; Gesuch umBereithaltung von 50 Mann; deßgleichen an Biel, um 25 Mann. St. A. Bern: T-msch Missiven q.sss b.
5) 1528, 25. April (Samstag Marci), 3 Uhr Nachm. Solothurn an Lnccrn. Antwort auf die Anzeigevon der Empörung der Siebenthaler. Man wisse davon nicht mehr, als was Bern soeben selbst angezeigt, nämlichdaß die von Jnterlakeu sich weigern, Zins und Zehnten zu geben und deßhalb bewaffnet nach Thun gezogen seien,was die Obrigkeit verhüten wolle ?c. Darauf habe man sofort eine Botschaft von beiden Rüthen abgefertigt, mitdem Auftrag, in der Sache gütlich zu Mitteln; was dieselben berichten, werde man dann nicht verbergen, w.
St. A. Lucern: Missiven.
6) 1528, 26. April. Bern an Frciburg (deßgleichen an Solothurn und Biel). Seit dem gestrigen Schreiben(habe man erfahren), daß die zu den empörten Bauern abgeordnete Botschaft mit Mühe deren Heimkehr habebewirken können, und daß sie zu Thun eine Botschaft von Untcrwaldcn gefunden, nämlich Ammann Halter und