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April 1528.
wohl, wic großes Mißfallen sie an der Burgerschaft der drei Städte habe, und höre nichts anderes, als daß jeneTruppen wider Constanz dienen sollen. Wenn diese Absicht wirklich bestünde, so möchte dann der Angriff sichwohl noch weiter erstrecken. Sodann habe man viele Warnungen, daß es einen jähen Ueberfall gelte. Wiewohlman zu Gott hoffe, daß er dieser Landschaft den Frieden gebe, und sich denke, daß diese Rüstungen vielleicht mehraus Besorgniß als in der Absicht auf einen Ueberfall unternommen worden, habe der Rath doch für nöthig erachtetsich vorzusehen und zu überlegen, was für den Fall eines plötzlichen Angriffes geschehen müßte, ob man z. B.Thurgauer, die etwa der Stadt zulaufen würden, einlassen sollte, wie man sich gegen Gottlieben zu verhalten
Halle, zc. Stadtarchiv Constanz.
3) 1523, 1. Aprils Constanz an Zürich. Man zweifle nicht, daß es bereits wisse, wie sehr das Burgrechtder drei Städte dem König von Ungarn und seinen Regimenten in den vordem Landen mißfalle; jetzt vernehmeman auch, daß ein Herzog von Braunschweig etliche hundert Pferde bis nach Augsburg herauf gebracht habe,die freilich laut einer Sage nach Wälschland geführt werden sollen; dagegen verlaute jenseit des Sees, es könnteauf dem Weg ein Angriff gegen Constanz gemacht werden, und zudem werde dort überall Mannschaft ausgezogenmit dem Befehl, sich zu stündlichem Aufbruch bereit zu halten ..., wiewohl auch zu spüren sei, daß diese Rüstungaus Furcht vor den drei Städten angeordnet sein möchte; immerhin könnte man sich auf einem Tage besprechen,wie einem allfälligen Angriff zu begegnen wäre w. Dabei hätte man zu bedenken, daß der Bischof und seinePfaffheit in der Sache verdächtig scheinen und den Städten aus dem Schloß Gottlieben in einer Fehde nichtwenig Nachtheil zufügen könnten. Ferner höre man, daß der Landvogt zu Nellenburg im Namen des Königsvon Ungarn, oder vielleicht auch des Bischofs von Constanz, die Reichenau in seine Hand bringen wolle, wasden Städten auch schädlich werden müßte... Bitte um Bericht, was zu Lucern der Häfte wegen gehandelt worden,deßgleichen um Antwort auf obige Anzeigen. St. A. Mich: A. Constanz.
4) 1528, 3. April (Freitag vor Palmtag). Zürich an Bern. Den Vorschlag, auf den letzten Abschied vonLueern sich mit Constanz zu berathen, finde Zürich gut und nothwendig; ein eben eingelangtes Schreiben vonConstanz theile es deßhalb in Abschrift mit; darum habe es einen Tag auf Osterdienstag (14. April) angesetzt.
St. A. Zürich: Missiven.
5) 1523, 3. April. Bezügliches Schreiben an Constanz, mit Beilegung der Missive von Bern und Anzeigedes nächsten Tages in Baden. n>. n>.
Zu I» 1. 1528, K. April, Constanz. Instruction für die Botschaft zu dem Tag in Zürich. Der Rathschlägt zunächst vor, was der Abschied aufnimmt. — Wenn einer der drei Städte abgesagt würde, oder sonst einAngriff als gewiß zu erwarten wäre, so sollte man wo möglich zuvorkommen und den ersten Streich thun. Ueberdas Nähere für die Ausführung ist man noch nicht (völlig) entschlossen. Wenn der Feind gegen Stein zöge, somüßte man „zuo ruck" (von hinten) auf ihn fallen, die Insel zwischen „dem See" einnehmen und dann nachUmständen handeln. Käme er gegen Constanz, so müßte von Stein aus Hülfe kommen, Zell belagern undallfällig das Hegau besetzen. Für diese Fälle sollte aber ein Zusatz nach Constanz gelegt und ein Auszug bestelltwerden, der auf das erste Geschrei, daß der Feind anrücke, nach Constanz ziehen könnte. Wenn jedoch ein Ueberfallso plötzlich geschähe, daß man ihn (in den Vorstädten) nicht abwehren könnte, so müßte man eine Anzahl Thur-gauer aufnehmen. Gottlieben betreffend hat man nur zu fordern, daß die Eidgenossen das Schloß nicht demBischof überlassen. Wenn der König von Böhmen die Au einnehmen wollte, so wüßte man dagegen nichts Z»thun; falls aber der Bischof sie besetzte, könnte» die drei Städte das nicht ertragen, und müßten sie sich berathen,um es abzuwenden. — (Die übrigen Artikel hat der Abschied). Stadtarchiv Constanz.