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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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1296
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1296 ApriM528,

Zu q. Der erwähnte Vortrag, im Abschiedterte nur genannt, enthält im Wesentlichen folgende Puncte:1. Der Sprecher (?), seiner Zeit mit dem Herrn von Liancourt abgeordnet, um die Ansprechen gütlich oder rechtlichzu befriedigen, meldet nach den gewohnten Einleitungen, daß der König neuerdings mit dem Kaiser zerfalle» seider Gefangenschaft seiner Söhne und der Verhaftung seines Gesandten wegen, weßhalb er sich zum Kriege ent-schlossen habe und auf Beistand auch von den Eidgenossen zähle; diese Angelegenheit sei der vornehmste Grund,warum der von Liancourt, der letzthin an den Hof geschickt worden, noch nicht zurückgekehrt sei, und deßhalb könnedas Geschäft der Ansprachen einstweilen nicht vorgenommen werden. Daß die versprochene Terminzahlung nichtvon Statten gehe, bedaure der König von Herzen; doch habe er bereits in demStaat und Ordonnanz (Büdget)für dieses. Jahr" Vorsorge getroffen, daß mit der Zeit alles gehörig bezahlt werde, wie er ja bisher seine Ver-heißungen noch immer erfüllt und schon große Summen abgetragen habe... 2. Wenn der Kaiser den Eidgenossenvielleicht schon etwas habe vortragen lassen, so sollen sie ihm keinen Glauben schenken, weil er sie damit nurtäuschen wollte, was sie aus frühern Erfahrungen wissen werden. 3. Endlich lasse sie der König wohlmeinend bitten,daß sie einträchtig bleiben und durch die Practiken, welche sie zu trennen beabsichtigen, sich nicht verführen lassen;hierüber möchten sie ihm schreiben, damit er zu ihrer Vereinigung als guter Freund mitwirken könne.

St. A. Bern: Abschiede 335337. St. A. Lucern: Abschiede. K. A. Solothurn: Abschiede Bd. XV. K. A. Schaffhausen: Absch.

SR8

Kens (und Kljambery). 1528, Anfang April f.

Staatsarchiv Bern. KantonSarchiv Freibnrg.

Gesandte: Bern. (Sebastian von Dießbach; Anton Bntschelbach; Caspars?) und Weingarten*). Frei-burg. (Anton Pavillard; Hans Guglcnberg; Hans Vögeli; Hans Neif).

Auf die Acten angewiesen, geben wir sie hier vollständig:

1) 1528, 14. Februar. Genf au Bern. Antwort auf dessen Zuschrift und die beigelegte Copie der Missivcan den Herzog. Man verdanke die damit erwiesene Ehre und Güte demüthig und bitte Bern, in diesem Wohlwollenzu beharren, namentlich auch dahin zu wirken, daß der Bischof sicher zurückkehren und hier wohnen und seineUnterthanen trösten könne, und daß seine Einkünfte ihm restituirt werden, zc. zc. St. A. Bern: A. Gens.

2) 1528, 25. Februar. Genf an Bern. Bericht über den Streit zwischen dem Burger Jacgucs Malbuisso»und HerrnDallusfen", dessenthalb Bern bereits an den Herzog geschrieben, aber ohne Erfolg. Erzählung, svicD. dem Recht ausgewichen, eine Beschlagnahme seines Pferdes gewaltthätig vergolten, einen Burger mißhandeltund allen Genfern, die er träfe, das gleiche Loos angedroht habe. Klage über diese unaufhörlichen Anfechtungenund Bitte um wirksames Aufsehen, zc. St. A. Bern: A. G-nsi

3) 1528, 4. März. Bern an den Herzog von Savoyen. Mittheilung der Klagen des (Genfer Münzmeistcrs?)Claude Savoye über Begegnisse in Chambery, mit Empfehlung zu gutem Recht.

4) 1528, 4. März. Bern an Denselben. Herr von Lullin (eig. dessen Diener) habe vorgetragen, warrnndie Stände berufen seien; man billige gänzlich die waltende Absicht, die Unterthanen an ihre Pflichten zu erinnernund die verweigerten Zahlungen durchzusetzen, und wollte.diesseits nichts thun oder gestatten, was der Ehre undPflicht zuwider wäre. Dies eröffne man auf den Wunsch des Secretärs des Gesandten, damit der Herzog ver-nehme, daß derselbe seinein Auftrage nachgekommen.

5) 1528, 4. März. Bern an den Gouverneur der Waat, Herr von Lullin. Ansuchen, den HerrnDaluffcnflzu vermögen, von Angriffen, wie er sie kürzlich gegen Jacques Malbuisson und andere Genfer Burger verübt,endlich abzustehen, um schlimmere Folgen zu vermeiden, zc. y-b) im St. A. B°m: W-ls-h MM -n x. ««, <" »-

*) Laut Rathsbuch am 31. März abgefertigt.