März 1528,
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daher der Ansicht, daß durch dieses Burgrecht weder die Erbeinung noch der Friede von Basel verletzt worden,und daß sie dazu Fug und Recht gehabt, indem es weder gegen das Reich noch Kaiser oder König, noch gegendas Haus Oesterreich geschehen sei, sondern vielmehr um des Friedens und der Ruhe willen; Konstanz habe inbesagtem Burgrecht das hl. römische Reich ausdrücklich vorbehalten, und dergleichen die zwei Orte das Reich,Kaiser und König und das Haus Oesterreich und alle diejenigen, die vorher mit ihnen im Bündniß gewesen;Zudem sei Konstanz eine freie Reichsstadt; darum seien sie des festen Willens, das Burgrecht nicht wieder aufzu-lösen. 3. Darauf antwortet die königliche Gesandtschaft mit einer allen Boten eingehändigten Schrift, welche aberZürich, obschon dringend darum ersucht, nicht anhören wollte, während die Boten von Bern dazu eingewilligthaben. Hienach wird die Sache in den Abschied genommen, um auf dem nächsten Tage darüber zu rathschlagen,damit nicht weitere Unruhe daraus erwachse, i». Auch Statthalter und Räthe der kaiserlichen Regierung zuSpeyer und die Stände des Bundes zu Schwaben, in Augsburg versammelt, schreiben auf diesen Tag wegendes Burgrechts mit Konstanz, man möchte dahin wirken, daß dasselbe abgethan würde. «. Es weiß jeder Bote,was die Gesandtschaft des Königs von Ungarn und Böhmen in Sachen des Abtes in der Reichenau vorgebracht,und was die Boten von Zürich und Bern mit derselben geredet haben. K». Da dieselbe Gesandtschaft anzeigt,daß sich noch einige Banditen und vertriebene Bauern in der Eidgenossenschaft aufhalten, und begehrt, daß mansie fortweise, so wird ihr geantwortet, man werde dieselben überall vertreiben und nirgends dulden und deßwegenauch an die Vögte schreiben, «z. Auf den mündlichen und schriftlichen Vortrag der französischen Gesandten wirderwidert, sie sollen dafür sorgen, daß möglichst bald den Eidgenossen Antwort werde der Ansprachen halb, indemman nicht länger warten könne noch wolle. Sie sagen solches zu. ». 1. Für alle unerledigten Geschäfte wirdein Tag nach Lucern angesetzt auf Dienstag vor dem Maitag (28. April), auf welchem die Boten aller XIIIOrte sich unfehlbar einfinden sollen. 2. Dabei wird ferner beschlossen, es sollen die Boten, die nach Zürich und^chwyz gehen werden, nach Verrichtung ihrer Geschäfte jenen Tag besuchen, um über den Erfolg ihrer SendungBericht zu erstatten, damit man dann, sofern es nöthig wäre, in der Sache weiter handeln könnte.
Im Zürcher Exemplar fehlen I», «I, Ii, «z, im Berner l, Ii, im Basler, Freiburger und Solo-thurner die gleichen und «. Das Stiflsarchiv St. Gallen hat A m—i.
Zu Ii. 1) Rathschläge der beiden Städte Zürich und Bern, was sie auf dem nächsten Tage zu Lucernanbringen wollen. Der von Zürich vorgeschlagene Entwurf wurde von dem Berner Stadtschreiber mehrfach, dochmeist nur redactionell, verändert, resp. ernüchtert und verkürzt. Da der Abschiedtert die hier von beiden Städtengestellten Forderungen (1—4) resumirt, so geben wir nur den „Sermon" im Wortlaut (nach der Berner Redaction).
„Damit aber bemeldt (VII) Ort der Eidgnoschaft abnemeu und verston mügen, daß dis beger und anmuotungnit uß menschlicher anfechtung und arger Meinung, sonder uß dem gehciß und pott gottes, darzuo (wir) m. h.als ein christenliche und ordenliche oberkeit verbunden sind, harfließe, auch damit gmcin befolchne unterthanen inungehorsame nit beweget, sonder irer seel und libs heil und seligkeit allein zuo suochcn (begcren), so haben dievij Ort, als die sich die alten und waren christcn ncmeu und schribcn, luter zuo bedenken, wiewol ein jeder mensch mitsinem lib und guot und was er zitlichs hat, zitlicher oberkeit undcrworfen und der in allen zitlichen dingen gehorsameund underthänigkeit zuo leisten schuldig ist, welichcr ouch das nit thuot, derselbig gottes ordnung widerstat; wasaber die seel lind gwüßne belanget, allein uf gottes wort gerichtet und gott allein underworfcu ist und der menschenZwang und urteil meiner mer undcrworfen sin mag; dann durch gottes wort wird die seel und gwüßne dermenschen fryg oder gebunden; so mag man ou gottes wort gott und sin willen nit erkennen, in inn nit vertruwcnnoch das leben, selig zuo werden, darnach richten; es wirt sich ouch das göttlich wort nach dheins menschen zwangnoch gebott nit richten noch biegen, sonders wir alle müessen uns nach dem wort gottes richten und darnach leben.Daß aber verstanden werde, was (wir) in. h. für gotts wort haben, zeigen (wir) sy an, daß (wir) sy die helige