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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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März 1528.

Gott um seinen Geist zu bitten und dann die Sachen wohlbcdächtlich zu ermessen; könne man ihnen hierin Rathund Trost erweisen, so werde man allezeit dazu gutwillig sein*).

II. Antwort von Landammann, Rath und ganzer Gemeinde zu Glarus:Als dann der strengen frommen:c. zc.Eidgnossen von Zürich und Bern erliche botschaft vor uns erschinen, haben (sy) uns mit hüpschen worten anzöugtund erscheint den großen mißfallen und beduren, so die gemelten unser getrüwen lieben Eidgnossen von unserUneinigkeit, zwytracht und mißhellung empfangen. Harumb wir inen als unfern g. l. Eidgnossen umb ir großmüeg und arbeit Höchen flyßigen dank sagen (lassen), mit erbietung, solichs umb sy zuo beschulden, und wo wirfürothin in alweg gegen inen und andern unfern g. l. Eidgnossen mitler und schidlnt sin könden, Welten wirdes; ganz geneigt und guotwillig sin, mit früntlicher ernstlicher bitt, sich fürothin in unfern fachen, wie bißharbeschechen, zuo bewysen nach unser»? vcrtruwen."

?». I. Eine Botschaft der V Orte (Sprecher Schultheiß Hug von Lucern) ermahnt die Geineinde abermals,bei den alten christlichen Ordnungen und Bräuchen zu beharren und sich darin nicht von ihnen zu sondern:c.,mit vielenhübschen" Worten. II. Darauf wird ihr folgende Antwort gegeben: 1.Des ersten so wellen wirnochmals by dem alten waren christenlichen glouben, brächen und ordnungen, nämlich der meß, den heiligensacramenten und dem touf belyben und uns deßhalb dheins wegs von inen sündern, es wär dann fach, daß villichtin mittler zyt durch ein gemeine Eidgnoschaft oder Concilium etwas anders erfunden, wurden wir alldann aberdarin handlen, deß wir getruweten glimpf, fuog und eer ze haben, und deßhalb by der vordrigen antwurt undentschluß, so wir gemelten nnsern lieben Eidgnossen gegeben, belyben. 2. Demnach wo vogtyen sind, do etlichPersonen wären, die sölichein allem wie obstat nit wellten gcleben noch nachkommen, wurden wir alldann mitgemelten unfern lieben Eidgnossen zuo tagen nidersitzen und dieselben helfen strafen nach gebürlichait. 3. Wyter,als dann die gemeldten unser getrüwen lieben Eidgnossen der mißbrüchen halb anzug gethon haben, wäre unserswillens und gcfallens, daß man in mitler zit darüber säß und deßhalb lütrung geben, damit man derselbigenentladen und abkommen möcht ?c."

:» aus den Zürcher und Berner Quellen, 1» aus dem St. A. Lucern: Acten Glarus (Original und zweiCopiecu). I» II findet sich aber abschriftlich auch im Staatsarchiv Zürich: A. Glarus. Frciburg hat nur V >ueiner später» Copie mit geändertem Datum; Schwyz eine Copie von Aegidius Tschudi. Die Instruction für dieGesandten von Zürich und Bern ist zu den Berner Abschieden vorn I. 1529 gekommen; die besondere InstructionBerns, die ganz kurz und unerheblich ist, gibt das Jnstruct.-Buch ^r. 96 a.

Zu a. Das von Zürich an Bern erlassene Einladungsschreiben, dd. 7. März (Sainstag vor Reminiscere),ist im Zürcher Staatsarchiv, Acten Glarus, noch erhalten; der Text mag an einen? andern Orte abgedruckt werden-Bern beschloß sofort 9. März eine Botschaft abzusenden. Die Instruction wurde in Zürich aufgesetzt.

*) Aus derBy-Jnstrnction für ininer Herren von Zürich und Bern botschaft gen Glarus" ist folgende Stelle zu bemerken-Ob sich usf die verlesen Instruction etwas wyter reden begeben winden, wissen ir denselbigen je nach gestalt der jachen wol zuobegegnen, insonders der schrift halb von Lucern iisgangen, och der Handlung halb zuo Bremgarten, und was üch für antwurtbegegnet, wollen schriftlichen abscheid begeren. So sy sich dann des evangeliums halb etwas guots verneinen liessent, mögen >rinen wol trostlich zuosprechen, wer inen deshalb zuosetzen und sy trengen, wöllten wir unser lib und guot zuo inen setzen." (Beiblatt)-