März 1528,
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menschliche Mittel zu beständiger Einhelligkeit gebracht werden könne, sondern allein durch das ewige Wort Gottes,wo es einhellig, lauter und unbefleckt gepredigt werde; denn wenn der barmherzige Gott ihnen nicht die Gnadegcthan hätte, daß sie nach vielen christlichen Gesprächen und Disputationen zur Erkenntniß gekommen und solche fernerzu erlangen hoffen, so wüßten sie nicht, was zuletzt, daraus geworden wäre. Da man also mit dieser Krankheitund Beschwerde gleich wie Glarus beladen gewesen, so gebühre es sich als christlichen Mitbrüdern und treuenEidgenossen, die Ursache der Gesundheit und (die) Arznei nicht zu verbergen, die gewißlich darin liege: Die vonGlarus sollen mit allem Fleiß und ganzen Treuen darob halten, daß das lautere und klare Wort Gottes, diebiblische Schrift, das alte und neue Testament bei ihnen einhellig gelehrt und gepredigt und alle andern Predigerabgestellt werden; geschehe das, so werden sie dadurch zur Liebe Gottes und des Nächsten gewiesen, daß Einerdem Andern seine Bürde tragen helfen, Mitleiden für einander haben und damit beständiger Friede und Eintrachtgeäufnet werden. Da werden dann die Unbeachteten aus der göttlichen Schrift erfahren, 1. daß die Bilder undGötzen zu verehren von Gott hoch verboten, desgleichen die jetzt gebräuchliche Messe nicht von Gott und denAposteln eingesetzt, sondern nach und nach von den Päpsten und Andern ohne allen Grund im göttlichen Wort„zesamen gebüezt" sei; seien sie darüber genugsam berichtet, so werden sie diese Dinge ohne Aergerniß und Aufruhrmit friedsamem Gemüthe abstellen lassen, während man wohl begreife, daß ihnen solche Aenderung und Ver-besserung ohne Kenntnis; des göttlichen Wortes ganz widerwärtig und unanmuthig sei, wie denn immer göttlichesWort und menschliches Gefallen sich mit einander nicht vertragen. Die zwei Stgdte wollen also Glarus umGottes Ehre willen zum höchsten und herzlichsten ermahnen, sich durch Niemand von Gottes Wort abwenden,sondern dasselbe in seinem Gebiete ungehindert predigen und dann Gottes hl. Geist in den Herzen wirken zulassen. 2. Ferner vernehme man, daß die Obrigkeit dieses Zwiespalts wegen einen gemeinen offenen Landfriedengeboten habe, aber die Priester, welche nicht Messe halten, davon ausschließe. Das finde man befremdlich, da sichdieselben allein auf das göttliche Wort stützen und sich damit zu verantworten begehren, und da sie doch auchehrlicher Leute Kinder und Landleute seien. Wie viel Frieden und Einigkeit diese Aussönderung bringe, und wiebillig solches sei, möge jeder Verständige wohl bedenken. Man wolle daher die Obrigkeit zum höchsten ermahnen,o>ne solche Sönderung abzuthun und (die Prediger) bei dem gemeine» Landfrieden bleiben zu lassen. 3. Weitersollen sie erinnert werden, wie sie mit ihren Bedürfnissen und Gewerben nach Zürich gewiesen seien, wozu manihnen jederzeit gerne förderlich gewesen lind es ferner sein wolle; daß sie sich immer erboteil, zwischen den Eid-genossen und Zürich gute Mittler zu sein, die Bünde geschworen und Hinwider den Eid empfangen und sonstviel guten Willen erzeigt haben, was man nicht vergessen werde; man könne aber nicht verschweigen, daß in demSchreiben ab dem letzten Tag in Lncern, das Burgrecht mit Constanz betreffend, die Unterschrift laute „von derwerteil Orten", diese aber dem alten Brauche zuwider nicht genannt seien; da man nun bestimmt annehme, daßEoi, Basel, Schaffhanscn, Solothnrn und Appenzell darin nicht begriffen seien, so müsse man argwöhnen, daßGlarus mit Lncern, Schwyz, Unterwalden, Freiburg und Zag das Mehr gemacht und in jener Sache gehandelt,während das Burgrecht nicht bloß Zürich (und Bern), sondern der ganzen Eidgenossenschaft zu Gutem diene,und in dem Schreiben alle Hilfe und Trost abgeschlagen habe. 4. Desgleichen, als die Boten von etlichen Orten^tzthin heimlich nach Bremgarten gegangeil, um da christliche Bücher, welche sie ketzerisch und unchristlich nennen,„abweg" zu thnn oder zu verbrennen, sei der Bote von Glarus dabei gewesen; was er da gehandelt, wisse mannicht. 5. Dem allem nach sollen die Boten der Städte die Glarncr nochmals dringendst bitten und crmahnen,biesen getreuen angebotenen Rath in guter Meinung aufzunehmen lind in diesen großen machen, welche die EhreGottes und der Seele Seligkeit berühren, sich nicht durch menschliche „Anfechtung" bewegen zu lassen, sondern
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