Februar 1528.
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Handel in abscheiden an unser Herren und obern gelanget, und disc tagleistung allein darumb angesehen, und aberunser Herren und obern der mertcil Orten an solichem burgrecht mit denen von Costanz, sy br> irem mißgloubcnze hanthaben, gemacht, gar kein gefallen haben, und uns leid ist, daß ir solichs gethon, angesehen so ir den Handelselber ermessen, wohin der langen, werden ir befinden, daß zno besorgen, (daß) »üt gewissers darus erfolget, danndaß wir Eidgnossen in offen verderblich krieg gefüert werden möchten, da aber unfern Herren und obern, onchuns, schmal nüt widerwertigers noch schwerers ist, dann so wir kriegen füllten llld müesten, sind onch des willens,uns darvor ze hüeten, und besonder so man betrachten und crmessen, was der bericht zno Basel, deßglichcn dieErbeinung mit dem hus Oesterrich ufgericht inhalt, darin ir als vil als andere Ort vergriffen und verschribcnstand, daß wir Eidgnossen deß weder glimpf noch fuog oder recht hetteu; darumb, gctrüwen lieben Eidgnossen,so langt an üch uß befelch und in namen unserer Herren und obern unser früntlich bitt und beger, daß ir vonsölichem burgrechten, mit denen von Costanz angenommen, gänzlich abstan, üch iren nüt beladen noch annemenund besonder eigentlich ermessen, was der bericht zno Basel, darzuo die Erbeinung vermag, die ir nit minder dannwir ze halten schuldig und pflichtig sind, und was uß sollichcr fach erwachsen und werden mag, so zwifelt unsnit, wann ir als die wrffen und verständigen solichs wol erwegen, ir werden sölichs geneigt und guotwillig sin,von solichem burgrechten abzeston, üch und uns und gemeine unser Eidgnoschaft vor unruow, unfrid und schweremkrieg, den wir sonderlich diser schweren türen Herten zit nit erlyden mögen, zno verhüeten, ouch niemand ursachze geben, üch und uns ze schelten, daß wir brief und sigel nit haltind, das on üwer und unser eeren Verletzungnit beschechen möcht. Darumb so bewysend üch nach unserm Höchen vertruwen; das werden unser Herren undobern, ouch wir umb üch allzit früntlich zno verdienen und beschulden ganz guotwillig und geneigt sin. Und soaber solich unser früntlich bitt und ansuochen an üch nit erschießen, sunder daß ir uff üwerin fürnemen und demburgrechten beharren und nit darvon ston, als wir doch nit verhoffend, so wöllcn mir üch setz hiemit nit verhalten,sonder erscheint und geöffnet haben, ob ir ald ander mit üch von solichs burkrechts ünd dero von Costanz wegenin offen krieg kommend, daß unser Herren und obern der merteil Orten des willens und fürnemens sind, sichsolichs kriegs und dero von Costanz nüt zno beladen noch anzenemen, und daß sich uff uuser Herren «nd obernder merteil Orten niemand getrösten soll, sonder werden wir mit niemand kriegen noch uns kriegs annemen vondero von Costanz wegen; darnach wissend üch ze richten. Das wölkend also im besten von uns vernemcn, undbegercnd hieruf üwer verschribcn antwurt uf nächstkünftigen tag zuo Lucern." Datum w.
St. A. Zürich: Acten Constanz. — St. A. Bern: Kirchl. Angelegenheiten. — Stadtarchiv Constanz (Copie).
Zu i. 1528, 12. Februar. Bern an Solothurn. Der von der letzten Tagleistung in Lucern zurückgekommeneBote habe angezeigt, daß Solothurn keine Botschaft, sondern nur einen Brief dahin geschickt, aus welcher Missiveman brüderliche Gesinnung gegen Bern vermerke; das wolle man nimmer vergessen, sondern dermaßen „einbilden",daß auch die Nachkommen es wissen werden; man bitte und ermahne nun Solothurn ernstlich und geflisscn, inso gutem Willen zu verharren; diesseits wolle man es treulich erstatten, ze. So hoffe man, daß es (nöthigcnfalls)die schuldige Hilfe nicht abschlagen werde, während etliche andere Orte auf jenem Tage und schriftlich erklären,wegen des Burgrechts mit Constanz, „das wir (weiß gott) nit allein uns zuo guotem, sonders gemeiner Eidgno-schaft angenommen haben," (keine leisten zu wollen) ... St. A. Bern- T-utsch MW»-» <z. »es.
Zu I. 1528, 29. Januar, Mnsso. Joh. Jacob de Mcdicis an die Boten der XII Orte. 1. Bitte umEntlassung seines in Lauis verhafteten Verwandten (oonsanAuimzum), Galeaz Carchano, der sich vielleicht ausUnwissenheit im Kornverkehr vergangen habe. 2. Begehren um Freigebnng des zu Lauis in Beschlag genommenenKorns von Alois Borscrio, seines Hauptmanns, das zwar in eidg. Gebiet gewachsen und gefallen, bisher aberungehindert abgeführt worden sei, ?c. S«, A. Luc-m- A. Mailand.
Zu <». 1528, 13. Februar. Bern an die Boten der VI Orte ans dem nächsten Tage. Antwort auf ihreZuschrift ab dem letzten Tage in Lnceru, betreffend den diesseitigen Boten (Vcnner Bischof). Man habe dessenEntschuldigung gehört, und da man wisse, daß beiderseits viele Reden gebraucht worden, die besser unterbliebenwären, und es häufig („dick und vil") vorkomme, daß die Boten ans Tagen mit und wider einander reden, wasZu den Sachen nicht „diene", so wolle man diesen Handel in Ruhe lassen und hiemit verantwortet haben, in derbilligen Hoffnung, daß die sechs Orte auch nicht zu viel darauf setzen, w. St. A. B-r»- Teuts-h Missive» q. e«s».
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