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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1271
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Januar 1528,

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2) Der Abschrift dieser Misfive fügt der Constanzer Stcidtschreibcr folgende Erzählung bei:

Es hat auch der burgermaister angczaigt, daß im der bott gesagt, er Hab in befelch, in am jede zunft undirem znnftmaistcr ain brief von der kais. Regierung zc überantwurten. Doruf der täglich Rat dem Kotten gesagt,nachdem er sich nf gestern gegen dem BM. Hab merken lassen, daß er an ain jeden zunftmaister und zunft ouchain brief Hab, welle der Rat im hiemit anzöigt haben, daß der Rat in namen aller zünft und ganzer gemaindgesetzt und geordnet syge; darum solle er dieselbigen brief dem Rat überantwurten; der werd die lesen und sichdarnach drin schicken, wie sich gebäre. Doruf der bott gesagt hat, er welle gern ain abschrift der briefen demRat geben; aber sunst werde er, als er in befelch Hab, aim jeden zunftmaister und zunft ain brief überlifern,das acht er, werd im der Rat nit waigern. Aber der Rat hat im doruf gesagt, die zunftmaister und der Ratsygcn da versammelt, die sygen Rat, Gemaind und Zünft, darumb solle er die brief dem Rat überantwurten;der werd die hören und darnach handlen, das er mit eren getruw zuo verantwurten; das syg des Rats bruchund altes herkommen, was an die zünft ze bringen syg, daß das vorhin dem Rat werd überantwurt; das solleer ouch thuon. Also hat er dieselbigen brief dem Rat überantwurt; das ist (aber) nichts anders gewesen danncopien des briefs, der dem Rat hat zuogehört". . . Stadtarchiv Konstanz,

3) 1528, 10. Januar, Bern. Instruction, für den nächsten Tag in Lucern. 1.Des ersten sollend ir ver-nemen und hören, was die geschrift, so von dem Regiment zuo Innsbruck, belangend die von Costenz, unfernlieben Eidgnossen zuo Lucern zuo kommen, inhalt und demnach abtretten und darvon nit witer handlen, sondersan uns widernm langen lassen und heimbringen. 2. Und als dann gegenwärtige tagleistung allein von obbemcltenschriben(s) wegen angesechen, ist miner Herren will und befelch, daß ir nach solichem vermerken ir getrüw liebEidgnossen gemeinlich in geheim berichten und inen zuo erkennen geben, wie sy dann die von Costenz schon zuoburger angenommen und solichs vor langest gern gescchen und begert, daß ein statt von Costenz mit etlicher cidold bundespflicht ge(ge)n einer Eidgnoschaft verwandt sind (wären?) worden. 3. Ouch habend sy guot müssen,daß etlich ander oberkeiten bewerbent, ei» statt Costenz zuo burger ufzenemen, die dann usscrhalb einer Eidgno-schaft gesessen und gelegen sind". . . St.A. B-rn: JnstrucUonmbuch zr. S7. Vgl, Ib. RathÄ'Uch Rr, SW. p. 44,

4) 1523, 14. Januar, Speyer. Philipp, Bftirkgraf zu Baden zc., kaiscrl. Statthalter, und andere Räthedes Reichsregiments an Zürich. Es werde unzweifelhaft in gutem Gedächtniß haben, wie seiner Zeit durch GaleazVisconti zwischen dem Kaiser Maximilian und dem schwäbischen Bund samt anderen Verwandten und den Eid-genossen zu Basel ein Vertrag geschlossen worden, der im sechsten Artikel bestimme, daß von dessen Datum ankein Theil die Angehörigen des andern in Burgrecht, Schutz und Schirm aufnehmen solle zc. . . Nichts destoweniger vernehme man, daß Zürich die Stadt Constanz, dieohne alles Mittel" dem Reich zugehöre, gewisser-maßen zu Burgern angenommen habe, was nicht wenig befremde; weil es nun wohl einsehen könne, daß jenerVertrug wie Briefe und Siegel überhaupt von ehrbaren Leuten gehalten werden, und es ganz unbillig wäre,jenes vermeinte Burgrecht zu gestatten, so ermahne und befehle man Zürich im Namen kaiserlicher Majestät, dievon Constanz in solchem Burgrccht nicht zu behalten, sondern ihnen dasselbe förderlich zu künden und sich der-selben gänzlich zu entschlagen. . . St, A. Zürich: A, Constanz.

In weniger sorgfältiger Schrift an Schaffhausen (gl. Datum).

Auch an Basel wurde ein solches Schreiben erlassen; es liegt uns dessen Antwort vor:

5) 1523, 23. Januar. Basel an Markgraf Philipp von Baden und die Räthe des RcichsrcgimcntS. Ant-wort auf die Zuschrift betreffend die Stadt Constanz, nämlich das Ansinnen, bei Zürich auf die Auflösung desBurgrechts mit derselben hinzuwirken, zc. Man sei derzeit mit wichtigen Geschäften beladen, sodaß es bis jetztunmöglich gewesen, über diesen Handel sich stattlich zu bernthen, wolle sich aber mit thunlichstcr Beförderungdarüber entschließen, zc. Miss.»-., e, >«s.

Eine fernere Beantwortung ist uns nicht vorgekommen, und es dürfte vermuthet werden, daß obiger Bescheiddie wahren Motive verschweige.

6) 1528, 20. Januar (Montag nach Antonii). Luccrn an Zürich. 1. Antwort auf dessen Beschwcrdcschreibcnwegen gewisser Reden. Man habe der Sache nachgefragt; weil aber auf dem letzten hier gehaltenen Tage der