Januar 1528.
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neuerdings geklagt, daß alle Befehle nichts helfen, indem fetzt sogar des Nachts das Korn und andere Lebens-mittel über die Grenze gebracht werden, wodurch nicht allein die Verbote übertreten, sondern auch der Zoll ent-zogen wird; deßhalb wird jetzt den eben dort weilenden Boten geschrieben, sie sollen allenthalben ausrufen lassen:Wer Nachts oder Tags den Verboten zuwider etwas über die Grenze führe und keinen Zoll entrichte, solle Leibund Gut verwirkt haben, sodaß Jeder ungestraft auf ihn greifen dürfe. 2. Ferner wird an die Communen Lauisund Luggarus geschrieben, sie sollen ihrerseits dazu helfen, daß dieser Bekanntmachung nachgelebt werde, indemman sonst genöthigt wäre, ihnen nichts mehr zukommen zu lassen. 3. Endlich wird noch ein „eben spitziger"Brief aus Zürich verlesen, der in Betreff der Theurung erklärt, wenn die Eidgenossen den Fürkauf und dasHinwegführen von Vieh und Korn nicht abstellen, so werde es sich und die Seinen »ach Gutfiuden versehen undwolle dann gegen diejenigen, welche in seinem Gebiete feilen Kauf zu finden begehren, seine Ehre verwahrt haben,„mit mehr überflüssigen Worten". I». Zürich sendet jetzt eine schriftliche Antwort betreffend den von Geroldseck,welche aber die Eidgenossen nicht befriedigt. Auf das Ansuchen von Schwyz wird der Handel wieder heimgebrachtm der Meinung, daß auf nächstem Tag entschieden gehandelt werden soll, um weiterer Unruhe überhoben zu sein.« Heimzubringen die von Doctor Eck eingesandte Druckschrift, worin derselbe verschiedene Anerbietungen undVorschläge macht. «I. Jeder Bote weiß zu berichten über den Anzug des Boten von Schwyz, daß man ernstlichbedenken möchte, wohin der Dienst für fremde Fürsten und Herren die Eidgenossen gebracht habe, zc. v. (FürSchaffhauscn:) Der Nechtshandel und die Appellation zu Baden zwischen Zweien von Schaffhausen und OnophrionSetzstab wird auf die Jahrrechnung zu Baden verwiesen, I. Da zu Lucern beschlossen worden, von Muri undandern Klöstern in den gemeinen Aemtern Rechnung abzufordern, so übernehmen es jetzt die fünf Orte Lucern,Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus, auf die alte Fastnacht (1. März) ihre Boten nach Muri zu senden,um von dem Abt Rechnung einzunehmen und dann zu gleichem Zweck die andern Klöster zu besuchen. A, Esbeschwert sich Hans Schindelt, Pfarrer zu Büren, über die unbillige Handlungsweise deren von St. Gallen gegenchn und bittet um Rath und Hülfe. Heimzubringen. I». Auf das freundschaftliche Schreiben deren von Wallisund die abschriftliche Mittheilung des Briefes, den sie nach Bern geschrieben, wird ihnen freundlich geantwortet.I» 1. Nachdem Zürich die von Constanz zu Bürgern angenommen, hat auf geschehenen Anzug der Bote von Berneröffnet, daß seine Herren dasselbe gethan; dagegen langen nun Schreiben ein von den beiden Regierungen zuInnsbruck und zu Ensisheim, sowie von den Hauptleuten des schwäbischen Bundes, welche an den Frieden vonBasel erinnern, der nach dein Schwabenkricge geschlossen worden, und dessen sechster Artikel sagt, „daß hinfürbeine Partei die Angehörigen der andern in Bürgerrecht, Schutz, Schirm oder Verbindlichkeiten annehmen solle,bem andern Theil zu Schaden oder „Unfug", es wäre denn, daß jemand in dem Gebiet des andern sich haus-häblich niederlassen wollte, den Gerichten übrigens, wozu jeder seines Wohnsitzes halb von Alter her gehört habe,unbeschadet." 2. Da man besorgt, daß aus diesem Handel Unruhe oder gar Krieg erwachsen könnte, so wirddies Alles in den Abschied genommen, um auf den nächsten Tag Antwort zu bringen, was den beiden Regie-rungen und dem schwäbischen Bunde zu antworten sei, während man ihnen vorläufig erwidert, man werde ihnenuuf nächstem Tage antworten. 3. Abschriften der oben genannten Briefe werden auch nach Bern geschickt, damit^ sich darnach zu verhalten wisse, und gleichzeitig zu bedenken gegeben, was aus der Sache erfolgen möchte;denn man sei fest entschlossen, sich wegen Constanz zu keinem Kriege führen zu lassen, ik. I. Es ist nun offenbar,duß die neue lutherische oder zwinglische Sectc sich täglich mehrt und zunimmt, und die Erwartung der Orte,die noch des alten wahren christlichen Glaubens sind, nicht in Erfüllung gegangen ist, nämlich daß diese böse^ecte sich von selbst wieder mindern und abgehen werde, wenn sie die argen Früchte ermesse, welche daraus