Januar 1528.
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Aern. 1528, 5. und 6. Januar.
Staatsarchiv Bern: Rathsbuch Nr. Lls, i>. 2b, 27.
I. (5. Januar). Es werden (im Rath) die Botschaften von Konstanz und Zürich verhört wegen desBurgrechts. Deßhalb sollen auf morgen die Burger berufen werden, um dasselbe zu verlesen.
11- (6. Jan.). In der Versammlung der Räche und Burger wird beschlossen, die von Constanz zu Burgernanzunehmen und die Artikel zu erörtern. Darüber sollen Stadt und Land schriftlich benachrichtigt werden, daßkein Verzug habe stattfinden dürfen („daß es nit beit mögen hau").
1) Am 8. Januar (Mittwoch »ach Trium Ncgnm) nahm der Nach die Prüfung der Artikel vor, lt.Rathsbuch p. 32—35.
Wir lassen noch eine Anzahl bezüglicher Korrespondenzen folgen, die zum Theil in Nr. 503 übergreifen.
2) 1527, 26. Dccember, Constanz. Instruction für Jacob Zeller und Hans Wellenberg, als Gesandtezu der Disputation in Bern. 1. Anzuzeigen, daß sie dem M. Ambrosius Blarer beigegeben seien, ?c. 2. Mitden Boten von Zürich ist dahin zu wirken, daß Bern in das Burgrecht auch eintrete; wenn es die bereits mitZürich verbrieften Artikel annehme, so haben die Boten Gewalt, (sofort) zuzusagen. 3. „Item, obs not wurd,mit denen von Zürich gen Basel, Soloturn, Schaffhusen oder anderswohin ze ritcn, füllend sy das thuon, undwelches Ort das burgrecht annimpt, wie es zwischen Costanz und Zürich ist nfgericht, sollend sy's von wegendes Rats ouch zuosagen und annemen." Für jedes Ort wären besondere Briefe aufzurichten, doch so daß der mitZürich unverändert in Kräften bestehen soll. 4. Wenn die Disputation nicht beendigt ist, wann diese Geschäfteerledigt sein werden, so soll der Neichsvogt (Zellcr) heimkehren und Wellenberg bei Blarer bleiben.
Stadtarchiv Constanz.
3) 1528, 6. Januar (HI. drei Königen), Bern. Kundgebung für Stadt und Land. „Als unser lieb Eidgnossc»von Zürich sich mit der statt Costenz in burgerschaft vereint, ist durch derselbe» unser Eidgnossen von Zürich,ouch dero vou Costenz ersam botschaft an uns bittlich bewerbung beschechen, sy ouch zuo burgern ufzenemen, ufsölichs wir (die) gelegcnheit der statt Costenz, so ein slüssel der Eidgnoschaft ist, angescchen haben, daby betrachtet, wiedieselbe statt Costenz gemeiner Eidgnoschaft wol erschießen mag, zuo dem daß nit vor vil jaren gemein Eidgnossendieselbe gern zuo einem Ort ufgenommen hellen. Sölich und dcrglichen Ursachen haben uns bewegt, daß wirsölich burgrecht zuo guotem gemeiner unser Eidgnoschaft angenommen haben und also dariune geylt, damit etwas,so vorhanden was, daSselbig nit verhinderte und zerslüege. Dcß haben wir üch wellen berichten, damit ir nitvermeinend, uns ane ursach solich burgrecht mit der statt Costenz bestanden haben, sonders uns, üch und gemeinerEidgnoschaft zuo wolfart." St.A. B-m- T -uy-h MW «n «. »»2 >>.
4) 1528, (7. Januar?), 4 Uhr Nachm., (Bern). Dicthelm Röist, Johannes Bleuler (und WolfgangMangolt, Schreiber) an Bin. und Rath in Zürich. 1. Mit denen von Grüningen habe man drei Tage lang,Freitag, Samstag und Montag, rechtlich gehandelt; Bern wolle sich für das Urtheil Bedenkzeit nehmen und esseiner Zeit schriftlich anzeigen, w. 2. „Wyter, der fachen halb, das burgrecht mit unfern Mitbürgern von Costenzbelangend, hellen wir uns versechen, daß erst zuo end der disputation deßhalb gehandlet worden wäre; diewylsich aber allerlei practik zuogetragen hat, dadurch sölich fürnemen möchte verhindert worden sin, hat die guot-willigen für nutz und guot angescchen, daß die fachen in keinen Verzug gestellt wurden, besonder ouch angescchen,daß uf Sonntag nächstkünftig ein tag gen Lucern angesetzt, ouch jetz angends gen Bern und villicht in andre Ortgeschriben ist, wie das Regiment vou Jnspruck gemeinen Eidgnossen so ernstlich geschriben, daß sp die StattCostenz nit annemen (sollen), wie ouch das dem Bericht zuo Basel nit gemäß sig. Und in anstehen sölicherUrsachen haben wir geylt und uf Sonntag vergangen mit sampt unfern lieben Mitbürger» von Costanz die fachenan den kleinen Rat zuo Bern und demnach uf Montag an den großen Rat langen lassen und daselbs frölichcantwurt empfangen, nämlich daß sy zuo großem dank annemen, daß wir sy dafür achten und halten, daß wir
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