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Januar 1528,
söllich fründschaft by inen suochen; sy wöllen ouch die burgerschaft, in maßen wie wir inen dann ein abschriftfürgelegt haben, annemen, allein etlicher klcinfüegen stucken halb, der sy sich mit uns wol verglichen wöllen zc.*)Sy haben ouch etlich verordnet, mit uns dcrenhalb ze handle«, so das gelegenheit der zyt, der disputation halb,erlyden mag. Und so wir uns daneben by vertruwten Personen erkundigen, so sind es ganz kleinfüeg artikel, diewol zuo erlyden sind. Doch werden wir on üwcr wissen nünts andren. Dicwyl ouch etlich vermeinen, es wurdeguot sin, so die fachen zuo Bern erhalten wurden, das fürter by unfern Eidgnossen von Solotorn (deßhalb) ouchansuochen beschechen sollte, begeren wir von üch Kescheids, ob Bern und Kostenz beraten wurden, gen Solotorn zeryten und die fachen ouch dermaßen ze »erstrecken, ob wir deß ouch gwalt von üch haben füllen. Wir sind ouch alsodaruf by einandren belibcn, und ist unser keiner verritten, bis wir üwer antwurt empfachcn; hoffen, dise vier stettin ein brief und bnrgrecht ze bringen, und (daß) darus vil guots folgen sölle. 3. Die disputation ist uf Montagum zwey ur angehaben, und wirt (da) mit großem ernst und tapferkeit gchandlet." — Angabe von Gelehrtenaus Straßburg und Basel, zc. Bitte um Bescheid, ob Bleuler und der Stadtschreiber heimkehren oder den Abschlußdes Burgrechts erwarten sollen. St. A. Zürich-A. B-rn.
5) 1528, 12. Januar (Sonntag nach Trium Regum), Bern. Diethelm Nöist, Johannes Bleuler (undWolfgang Mangolt) an Bm. und Rath in Zürich. „Frommen .'c. zc. Uewer jüngst schriben, darin ier unsanzeigen, zuo Bern bis zuo cnd der fachen zuo verharren, haben wir vernomen und sind guotwillig, dem selbigenstatt ze thuon. Wir wöllen üch aber nit verhalten den großen kosten, so wir täglich haben müessen, dann alleding sind in hochem werd und ist die zerung thür. So ligen wir an zweien enden zuo Herberg und sind alsozerteilt, und diewyl Meister Uolrich mit vertruwten tüten versechen ist nach aller notdurft, so fache uns für guotund nutzlich an, wann die fachen das burgrecht belangend geendet wurden, daß wir dann hcimritten, als wirhoffen fürderlich zuo geschechen, damit dann och ein nämlicher kost möcht erspart werden; dann die disputationgat ganz gmachsamlich zuo, und ist die erst schlnßred noch nit zuo end disputiert; die Bäpster bruchend sich fast-Was aber üwer unser Herren will und Meinung sig, wöllen uns zuo üwer gelegenheit berichten"...
St. A. Zürich: A. Neligionssachen.
6) 1528, 14. Januar, Bern. Rathsbeschluß! „Morn die Bürger (ze besamten), ob die von Zürich (?) alleinmit denen puncten, wie sy es g(e)ändert, in ein burgrecht mit minen Herren ze komm."
St. A. B-rn: Rathsbuch Nr. 2Ui.
Ein bezüglicher Beschluß des Großen Rathes ist nicht aufgezeichnet.
7) 1528, 15. Januar, Bern. Diethelm Röist und W. Mangolt an Bm. und Rath in Zürich. M. Bleulerwerde mündlich berichten, wie es hier zugehe; es sei aber zu besorgen, daß er trachte, nicht mehr hicher zukommen, sondern seine Geschäfte schriftlich auszurichten; das wäre für die Boten beschwerlich und würde bei denBernern den Argwohn wecken, als ob Zürich „der fachen nit tust hette." Darum bitte man, M.Bleuler wiederabzufertigen und die diesfälligen Kosten nicht zu scheuen, indem man hoffe, daß sie wohl angelegt werden .. - .
St. A. Zürich: A. Neligionssachen.
8) 1528, 21. Januar (Dienstag nach Sebastian!), Bern. Diethelm Nöist und Wolfgang Mangolt an Bm-und Rath in Zürich, l. Antwort auf das letzten Samstag empfangene Schreiben; M.Johannes Bleuler werdeüber den Handel des Vurgrechts genauem Bericht erstatten, deßgleichen über das Geschäft mit denen von Grü-ningcn ... Man erwarte die weitern Befehle durch Bleuler. 2. Wilhelm von Dießbach habe ab dem Tage zuLueern (Heimkunft am 19. d.) berichtet, daß das dahin geschickte Schreiben von Zürich, des Fürkaufs halb, dieBoten zu großem Unwillen gereizt habe, besonders durch den Anzug betreffend die fremden Herren und diePensionen; sie haben unter anderm geredet, „sy müssend an(e) üch wol mit frömbden Herren ze handle«; wann u»u inen ein ustruckcnliche vechd geschriben Helten, so wüßtent si sich doch darnach ze richten." Ein anderer Tagsei nun angesetzt auf Agathä. 3. Daneben habe W. v. Dießbach berichtet, „wie des burkrechts halb mit denenvon Costanz red gehalten sig, und als er inen anzöigt, daß sin Herren von Bern in sölich burgrecht ouch gangenwären, hellen si die köpf gehenkt und keiner nützit mer davon geredt. Was fürer deßhalb gehandlet werd/ magniemand müssen." Den Abschied habe man noch nicht zu sehen bekomme»; W. v. Dießbach habe aber auf Befehl
*) Der Sah ist hier unvollständig; es fehlt etwa die Formel: „wellte» si sich wyter berate»."