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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Januar 1528,

mag mmklich wol erkennen, so nit allein die mißbrüch der prelaten begriffen, sonders ouch zuo undertruckung deshochwürdigen heiligen sacraments des fronlichnams Christi, das wider gemeine Christenheit ist, und so vil alsan uns ist, dasselbig in Würdigkeit wie von alter har beHaben wölken. Ouch wyter, daß unser Vordem dengclouben eigenlich gemeint haben, ist ougenschins mit bezügnuß der heiligen Dryfaltigkeit Gottes und siner liebenHeiligen alle Handlung darin begriffen bestätiget haben; darzuo in kriegszügen geschworen, kilchen, klöster ?c. ineeren und wesen zuo lassen, ouch in Verwaltung üwer Aempteru damit alle frommkeit gebrucht, an dem HöchenDonstag nach empfachen des hochwürdigen lybs Cristi von der kilchen uf das Rathus, üwere Aempter zuo besetzenvon üch, ouch üweren Vordem bishar gebrucht. Getrüwen lieben Mitbürger und brüeder, (es) beduret unsnit wenig, wo solichs alles sollt zuoruck geschlagen werden. Es ist ouch gewüßlich und versechenlich, daßwo unsere Vordern nit einhälliklich im gelouben gewesen wären, daß si sich nit mit solicher brüederlichtr trüwso lange zyt in guotem frid, mow und einigkeit enthalten Helten; dann das Evangelium spricht: Ein jedesrych under im selbs zerteilt wirt trostlos und verlassen, das ficht man täglichs. Darumb, allerliebsten Mit-bürger und brüeder, so wöllent die obgemelten ding nit dergestalt^ fassen, als ir bishar angezöugt haben, sondersunser trüwlich, brüederlich und warlich anzöugungen in guotem, und das so uns allen daruf stat, zuo bedenken,und ob joch ir sprechen, ir wöllent niemands zum glouben zwingen, so thuoud üwer schlnßreden wider unser altharkommen, als vorgemeldt, darzuo üwer geschriften, daß ir vermeinen uf dem zuo belyben, nnangesechen was vonalter har gcsin oder in das künftig bessers erfunden werden möcht. Getrüwen l. M. u. B., damit aber ir wüstenHeigen nach inhalt üwer anfordrung, ob wir unser burgrecht und eidspflicht an üch halten wölken, sprechen wirja, und das trülichen und brüederlichen, und verhoffen durch obangezöugt Ursachen darwider nützit gehandlet(haben), vermeinende, ir Helten obangezöigt artikel des burgrechten wol ermessen und uns nit so wyt mit demmanbrief ersuocht; jedoch so lassen wir es ein guote fach sin, mit fründlicher und brüederlicher bitt, uns denselbigenwider abzuonemen und uns by dem burgrecht zuo beliben (lassen) wie von alter har. Und ob wir joch mit andernOrten taget haben wie oblut (nit ane ursach), darzuo sind wir ouch gefryet, daß wir als wol tagen mögen (unsreeidspflicht bewart), als ouch ir . . mit unfern Eidgnossen von Zürich, Basel, Schaffhusen und Appenzell gethanhaben. Solichs wöllent ouch zuo keinem argen, sonders zuo guotem verstau. Gctrüwesten ?c. w., wiewol üwermissiv eben hoch und tratzlich gesin, insonders die leiste, so ist (doch) unser höchste und ernstlichoste bitt, ir wellen!unser verantwurten in obgelütreter gestalt gnuogsam und zuo guotem annemen und üch in den Handel schicken,der zimlikeit und billikeit gelychförmig, uns umb das burgrecht nit wyter ersuochen, als wir hoffen; dann wir.demselbigen wellen statt geben ane bekränkung, des höchsten vertruwens, ir werden dergelichen ouch thuon; solichswöllen wir allzit verdienen. Wo aber ir je vermeinten uns nit zuo erlassen, so erbieten wir uns zum Rechtennach inhalt gemelts unsers burgrechten; dann wir je nit verstan können, darwider gehandlet haben.

Getrüwen lieben Mitbürger, des geleits halb geben wir (solichs) zuo nnserm teil in unser Statt undLandschaft mit dingen, daß die so sich des geleits gebruchen wellen, (sich) geleitlich und nit wider unser Mandathalten; das wölkend im besten von uns vermerken.

Getrüwen w., als üwer letste missiv wyter inhalt veM wegen der Herrschaft(en) Granson und Eschallens,daß üch unbillich bedunkt und nit gestatten wöllen das verbott, so wir gethan haben, und villicht wyter da zeherrschen dann wir ?c., können wir nit wüsten, was Meinung ir vermeinent (da) ivytern gemalt zuo haben;doch lassen wir sölichs in sinem wert beliben. Was uns aber zuo sölichem verbott bewegt, .. als ir denen inobgemelten Herrschaften zuogeschriben Hand, daß sy by verlierung ir(er) pfruonden zuo üch uf gemelte disputationfüllten kommen, bedüecht uns, (daß) ir sölichs so hoch zuo (ge)bieten ane uns nit gemalt haben, dann wir stvormals an(e) üch mit unsern Mandaten, so wir allenthalb geschworen, nit Hand wellen besuochen, damit ir dheinursach an uns hellen; ob fach wäre, (mögen?) ir inen schriben unzwungenlich, welich üch besuochen wellen, daß si dasthüegcn, lassen mir ouch irem fryen willen unsträflich zuo; wir bitten, üch desselbigen zuo benüegen lassen. Undbetreffent die teilung der obgemeldten Herrschaften wellen wir üch ouch gebetten haben, das lassen beliben wievon alter har; dann wir üch bishar uit verursachet haben sölichs zuo thuon; wo es aber über ein nit sin möcht,müesten mir sölichs lassen beschechen."

Schluß: Nach Verlesung dieser Schrift sollen die Boten den Mahnbrief (von Bern) mit freundlichen gebühr-lichen Worten zurückgeben, ?c. Eine Abschrist findet sich in den Freiburger Missiven Bd. IX n. X. 33 f.