December 1527.
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v. Die französische Gesandtschaft meldet der Pensionen halb, sie erwarte das Geld jede Stunde, und längstensbis Lichtmeß (2. Februar 1528) werde es vorhanden sein, um jedermann befriedigen zu können, I. Sodain,hat der König von Frankreich den Herrn von Savonnieres herausgeschickt der Ausprecher wegen, um in Gütemit ihnen abzukommen; da aber deren so viele und mit so großen Fordeningen seien, daß es des GesandtenBefugnis; übersteige, so habe er an den König zurückgeschrieben, um fernere Instructionen zu erhalten, die ertäglich und stündlich erwarte; er verspricht übrige«,s, nicht aus dein Lande zu gehen, bis jedermann befriedigt sei.K. Beim Beschluß des Tages laugt ein Schreiben von Solothurn ein, worin es anzeigt, daß es durch etlicheGeschäfte verhindert worden sei, diesen Tag zu besuchen; es werde sich übrigens auf nächstem Tage darüber recht-fertigen ; dam, gibt es zu verstehen, es habe erfahren, daß man eine Missive betreffend die Disputation zu Bernwolle drucken lassen, und bittet, man möchte um des Friedens willen den Druck einstellen oder dann wenigstensseinen Namen dabei nicht brauchen. Ii. Junker Wolf von Hclmstorf, als Abgeordneter des Bischofs von Constanz,berichtet zum ersten (1.), der Bischof sei von Bern auf eine Disputation „erfordert" worden bei Verlust seinerHerrlichkeiten und Gerechtigkeiten in dessen Gebiete; er sei jedoch gar nicht Willens, eine solche „vermeinte"Disputation zu beschicken, aus vielen Ursachen, welche die Instruction angibt; er bitte daher die Eidgenossen umihren Schutz und Schirm. 2. Er werde durch die voi, Constanz überall verleumdet um Dinge, die ihm nie inSinn gekommen; wenn etwa dieselben Hülfe bei den Eidgenossen suchen wollten, so möchte man ihnen keinenGlauben schenken. 3. Die Eidgenossen mögen St. Gallen anhalten, die Frauen des Klosters zu St. Katharinenbei ihren Freiheiten und ihrem alten Glauben zu belassen, und sie mit keinem neuen Prediger beladen. — Daman hierüber früher schon nach St. Gallen geschrieben, aber noch keine Antwort erhalten hat, so wird beschlossen,diesen Anzug heimzubringen und auf nächstein Tage zu Lucern darauf einzutreten. I. Es wird deßhalb sofortnach St. Gallen geschrieben, sie mögen auf dem nächsten Tag Antwort geben und „uns (die sieben Orte) nichtweiter zu verachten." Für den Fall aber, daß sie es unterließen, soll jeder Bote Vollmacht bringen, weiter inder Sache zu handeln. It. Auf das Schreiben von Statthalter und Regenten zu Innsbruck, daß man die Werbungder Stadt Constanz, mit den Eidgenossen in ein Bündniß zu kommen, abweisen möge, da gemäß dem zu Baselnach dein Schwabenkrieg abgeschlossenen Frieden die Eidgenossen keine Befugnis) hätten, dieselbe anzunehmen, wirdeine freundliche Antwort gegeben. I. 1. Die von Bern auf diesen Tag erwartete Antwort ist nicht eingetroffen,dafür aber ein langes Schreiben an Lueern, das jedem Orte zugekommen sein soll; dieses hat man verhört undbesprochen; man hat jetzt einsehen müssen, daß es an der Zeit ist, sich zu entschließen, was geschehen soll, indemsich aus glaubwürdigen Berichten ergibt, daß im Thurgau, im Toggenburg, unter den Gotteshausleutcn vonSt. Gallen, im Rheinthal und allenthalben „ein groß uflosen und warten ist uff die disputatz zuo Bern, da syErhoffend, es söll etwas nüws darns werden." 2. Man sieht ein, daß ernsthaft dagegen eingeschritten werdenmüsse, indem sonst für die altgläubigen Orte viele Arbeit und Unruhe daraus entstehen könnte, und daß dieUmstände sich immer schlimmer gestalten, wie denn auch das Schreiben aus Innsbruck über die von ConstanzMcht ohne Bedeutung ist; da mau jedoch jetzt nichts weiter zu handeln weiß, so wird ein anderer Tag angesetzt'mch Lucern auf Sonntag vor St. Antonientag (12. Januar 1528), welcher den zwölf Orten und denen imWallis verkündet werden soll. 3. Dabei beschließen die V Orte, nach Glarus, Freiburg, Solothurn, Basel,Schaffhauseii und Appenzell eine Botschaft abzuordnen, um mit denselben über diese Angelegenheit zu reden.Zeder Bote soll ans den genannten Tag bevollmächtigt werden, zu jenen Orten zu reiten und nach NothdurftMit ihnen zu handeln. — Uri wird noch besonders ersucht, sich in diesem Falle nicht zu söndern und wohl zubetrachten, wie viel daran gelegen ist. »». Der wegen Basel auf nächsten Sonntag (5. Januar 1528) angesetzte