November 1527. 1193
vermerke. Daher ersuche man de» Herzog, in Zukunft nur die reine Wahrheit vortragen zu lassen, indem erselbst ermessen könne, daß Haus falschen Klagen) Unordnungen und Unwillen erwachsen möchten; er wolle sich dervielfältigen Ermahnungen erinnern, die Genfer nicht zu belästigen oder anzufechten, und bedenken, daß mandiesseits schuldig sei, sie nicht zu verlassen. Ferner ermahne man ihn, gute Nachbarschaft zu erhalten, den Bischofvon Genf in seine Stadt zurückkehren und dort ruhig leben zu lassen, ihm dafür Geleit zu geben und freienVerkehr zu gestatten, w. Wenn etwa die Genfer ihn beeinträchtigen sollten, so möge er in ihrer Gegenwart klagenauf Kosten der Partei, die man im Unrecht finden werde; dann wolle man so ernstlich dazwischen treten, daßFriede und Freundschaft dadurch erhalten werden; (denn) diesseits wolle man alte und neue Bündnisse und Burg-rechte halten. Begehren um schriftliche Antwort bei dem Ueberbringer. St.A. Bmn Welsch M>ssi°°» x. so. ->i.
4S«.
AlldeN. 1527, 26. Novemffep f. (Dienstag nach St. Katharinatag f.).
Staatsarchiv Luccrn: Mg. Abschiede N. 2. k. «7. Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. S, t. »SS. Staatsarchiv B-r» - Allg. -idg. Abschiede SX. 29»Kaiitoiisarchiv Basel! Abschiede. KantvnSarchiv Frcilnirg: Abschiede Bd. 12. Kantoiisarchjv Solothoru: Abschiede Bd. XVI.
Kautoiisarchiv Schaffhauscn: Abschiede. Landcsarchiv Appenzell Z. N.: Abschiede.
Gesandte: Zürich. M. Rudolf Thnmisen; M. Hans Jnckli, beide des Raths. Bein. Hans Bischof,Venner. Lncer». Hans Golder, des Raths. Uri. Ulrich Türlcr, des Raths. Schivyz. Gilg Rychmuth,alt-Ammann. Unterwal den. Anton Hauser, Landschreiber. Zug. Konrad Bachmann, von Meuzingen, desRaths. Glarns. Bernhard Heer, Seckclmeister. Basel. Heinrich Meltinger, nlt-Burgermcister. Frei bürg.Peter Dosse (Tossis, Spitalmeister), des Raths. Solothurn. Hans Tobi. Schaffhausen. Hans Ziegler,Burgermeister. Appenzell. Jörg Schund (Meyer!), des Raths. — E. A. A. k. 25 ft.
k». Die Botschaft des Bischofs von Constanz eröffnet das Ansuchen, daß die Eidgenossen den Abt vonKreuzlingen und den Landvogt im Thurgan beauftragen, die Anstände zu beseitigen, die er allfällig mit denenvon Arbon hätte, damit den armen Leuten die Kosten erspart würden, welche durch das Erscheinen auf den Tagenverursacht werden. Heimzubringen. I». Nachdem „der aus dem Thurgau", der den Eidgenossen 160 Gl., her-rührend von einer Erbschaft, schuldig gewesen, dieselben auf diesem Tage entrichtet hat, wird der Vogt zu Gott-lieben daraus bezahlt, desgleichen die Schuld an Glarns und Freiburg für die der Besatzung daselbst gemachtenVorschüsse abgetragen; der Ueberschuß ist unter die X Orte vcrtheilt (für jedes 5 Gl. zu 16 Btz.). «?. Da diedrei Städte Bern, Freiburg und Solothurn ihren Anzug in Betreff der Besoldung des Vogtes im Thurgauerneuern und gemäß den Bünden Recht vorschlagen, wenn ihnen nicht entsprochen würde, so hat man das wiederin den Abschied genommen, nm darüber ans nächstem Tag Antwort zu geben. «I. Es wird gemeldet, daß dievon St. Gallen dem St. Katharinenkloster in ihrer Stadt, ohne Rücksicht auf dessen Widerstand, alle Freiheiten,Briefe und Einkünfte genommen und ungeachtet der Zusage, es bei seinen christlichen Ordnungen, Sacramcnten,Messe und Beichte, bleiben zu lassen, demselben bald hernach den Doctor Schappcler zu einem Prediger gegeben"nd dadurch die hl. Sacrameute, Messe, Beichte und andere christliche Bräuche abgeschafft haben. Daher wird"ach St. Gallen ernstlich geschrieben und begehrt, daß die Stadt mit solchem Verfahre» innehalte. Heimzubringen,was man weiter mit ihr vornehmen wollte, wenn sie nicht willfahren würde, v. Der Burgermeister von BaselZeigt an, daß seine Herren verordnet haben, „keinem mehr denn zwölf Säcke mit Korn auf einem Markt zulassen." L. In Betreff des Lehens zu Dießenhofen, das die Frau Clara von Randeck, Hans von SchellenbergsEhefrau, innehat, und das ein Schild- oder Mannlehen sein soll, wird dem von Schellenberg geschrieben und dem
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