November 1527,
1191
12) 1527, 31. Oktober (Vigilia Omn. Sanetormm). „Min Herren (des kleinen Raths) habe» sich vereinbaret,daß sy die artikel, so die Burger vom Herzogen Harns fordern, jetzmal anstan wöllen lassen von uneinig(keit)wegen der Burgern." ib. n>.o».
13) 1527, K. November. Bern an Freiburg. 1. „Es ist hüt datumbs vor uns crschinen des durchlüchtigenfürsteii und Herrn, des Herzogen von Savoye botschaft (Piochet) und hat uns allerlei beschwernuß, so üwer undunser Mitbürger von Jens crstbemeltes (sie) Herrn bewisen haben, mit langer red fürbracht und erscheint, erstlichdaß bemelt f. Dt. bedurens Hab ab dem, daß die gedachten von Jens zuo fründlicher tagleistung nit haben wellenbewilligen, deßhalb die abgetretnen dadannen verursachet, das angefangen recht zuo Vienne ze vollstrecken. Zuodem andern so haben bemelt von Jens unser schriben nit so vil geachtet, dann daß obberüerter f. Dt. wapen, soab der Insel gerissen, noch allwcgen wüest lyt und die brugg noch ungemacht (che). Zum dritten so Hab vil-bemelter fürst einen edelmann gan Jens geschickt, das ampt des vidomats ze versechen, und als er sich den Jenfernpresentiert, haben sy in dermaßen empfangen, daß er da dannen hat gemüessen, und sy die von Jens zuo imgesprochen, der Herzog hette nützit da ze regieren ze. Zum vierten so syend die von Jens zuogcfaren und habeneinen bemeltes Herren amptman geplündert in sinem hus, nit ferr von Jens in des Herzogen land gelegen, mitgewalt ufgebrochen und darns genomen, was inen hat gefallen, und gan Jens tragen lassen. Zum fünften sohaben bemelt von Jens ein pfarr in Chablay, hinder dem Herzogen gelegen, mit gewalt ingenommen und desHerzogen lüt darns getriben, die salvaguarde dadannen gerissen und des Bischofs von Jens dargethan und geredt,die kilchen sye des Bischosfen und nit des Herzogen. Zum leisten, als sy die statt Jens mit grüben und bolliverkenbewaren, bezwingen sy des Herzogen underthan(en), so dahin ze merkt gand, daß sy müessen helfen graben undwerken, und wann sy das nit thuon wellen, (be)handlen sy dieselben übel ze. Das alles Nun dem Herzogenunlidlich (sye) und er hinfür nit gedulden welle. Uf sölichs . . haben wir (die) gelegenheit der fachen erwägen,daß nützit dann unruow darus entspringen mag. Dem vorzesin haben wir angesechen, unser potschaft hinin zefertigen, oberlütert artikel eigentlich ze erkunden; dann uns hievor eben vil in klagwys fürkommen, das sich anim selbs nit alles hat mit der warheit erfunden; ir tragend onch guot wüsten, daß den Jenfern zuogesagt ist,dhein anklag wider sy in irem abwescn zuozelassen noch darüber an(e) ir wüsten nützit ze handle», sonders bcidpartyen samenthaft ze verneinen, und dwedere die andre unbillichen verklagt, die der andern den kosten abtragen solle.Sölichem statt ze thuond habend wir unser botschaft . . hinin verordnet; die wirt uf Mitwuch nächst by üch sin,mit beger (daß) ir glicher gestalt ouch thuon wellend und einen Kotten mit dem unfern gan Jens schicken, mitdemselben ze handlen, was die notdurft erhöischt, die dann beid partigen vernemen und widerstanden ze betragen,alles zuo guotem der fach und fürkommen größerer unruowen; wo sy aber nützit mögen schaffen, alldann beidenobberücrten partyen tag für uns setzen und bestimmen, aber nach gebär darinne ze handlen, sc." 2. Auf die letztenMontag (4. d.) von Freiburg (auch Lausanne) erhaltenen Schriften, betreffend die 8WV Landsknechte, die durchBurgund ziehen, gebe der General (Morelet) die beiliegende Antwort (abschriftlich).
St. A. Bern - T -Utsch Missioen q. 2S7—2»s — K. A. Fr-Iburg: A. Bern.
Im Berner Nathsbuch (K. Nov.) ist der Beschluß notirt, die Klagen nach Genf zu schicken, was aber erstam 12. geschah. Als Bote wird (Peter) Stürler abgeordnet.
14) 1527, 12. November (Dienstag nach Martini). Bern an Freiburg. Antwort auf dessen Schreiben und denVortrag der Botschaft. „Wiewol wir uns versechen, ein potschaft hinin ze schicken, die warheit ze erkunden, will unsdoch (jetz das) unnot ze sin bedunken, so wir uß Hansen Loupers, üwers burgers, mund vermerkt, daß die savoyschepotschaft zum theil die warheit fürgcben, und erstbcmcldtcr üwer burger sölichcr gcivaltigcr häudlen »it ein kleineursach ist, als er selbs bekanntlich und uns um gnad gcbetten; füllend ir wüsten, daß wir zuo großem undankhaben, daß er des Herzogen nnderthnn(cn) also gewältigct; wann er uns zuo versprechen stuond, wurden wir inungestraft nit lassen. Doch ivie dem allem, so haben wir hinin gcschriben, guoter Hoffnung, üwer und unserMitbürger von Jens werdind sich hinfür sölicher händlen müeßigcn und nicmands gestatten fürzenemen das, sozuo unruow dienen möcht, verhoffend (onch, daß) ir nit minder dann wir onch üwer bcsts thuon werdind unddie üwern darzno vermögen".. . ^ T-up-h Miss!»-,, y. 20».
Als Boten nach Genf wurden abgeordnet Hans Rudolf Nägeli und Vogt (Licnhard) Willading, lautRathsbuch dd. 13. Nov.