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November 1527.
banditm so große summ gelts, nämlich zwenzigtusent krönen, ufgelegt worden w., demnach sich hoch erklagt, daßvon wegen der großen schwach, so im die von Jens bewisen in verwüestung sins wapens an der Insel, nütgeratschlaget noch abgesprochen sye, daß er bewegt und getrungen, dieselben von Jens darnmb rechtlich anzefordern.So denne sye in besorgen (sio, statt „besorge er", „in sorgen" w.), daß er die sinen nit enthalten noch behebenmög, daß si mit denen von Jens nit etwas anfachend uß Ursachen, daß die von Jens uß zuoversicht und underdem schin des burgrcchten von irem muotwillen und Überpracht nit abstand(ind), das nun gedachtem Herzogennoch den sinen nit ze dulden sye. So wir nun besorgen, daß nützit guots darus folge, in ansechen daß diebanditen dheinen andern tag annemen wellen, haben wir fruchtbar, zuo guotem und ustrag der fach ze sin erachtet,uf üwer gefallen hinin dem Herzogen und (den) banditen, ouch (den) Jenfern ze schriben und iiben trungenlichanzekeren, daß nämlich der Herzog und die banditen sechs erber wolverständig man erkiesen, die den Jenfernangenem syend, und die Jenfer ouch sechs man, die dem Herzogen und (den) banditen gefellig, die dann überden Handel sitzen und aller partyen anliggen, klag und antwnrt vernemen und demnach früntlicher ald rechtlicherwyse darüber entscheid und entlich lüterung geben und sy vereinbaren, zuodem daß dieselben rij man einen obmanerwelen, wo ir der zuogesatzten Meinung zwyspaltig erfunden, daß er dann den Handel besichtigen und erwägenund mit sinem usspruch demnach entscheide, daby es ouch beliben söllt, alles mit förmlichen mittlen, fuogen undgestalten, die zuo sölichen dingen gebüren und notdürftig sind"... Bitte um Antwort.
K. A, Freiburg: A. Bern. — St. A. Bern: Teutsch Misslvsn y. 2b0 d, 2bl.
3) Schon am 14. (Eralt. Crucis) schrieb Bern dem Herzog, es habe die Genfer sofort ermahnt, dasWappen wieder herzustellen und gegen die Angehörigen Savoyens gute Ruhe zu halten, unter der Androhung, ^im Kriegsfall demjenigen Theile beizustehen, der die Verträge beobachtet habe. Da dem Secretair Fontane! fürden Paß durch Genf die verlangte Sicherheit verschafft worden sei, so möge der Herzog den Genfern Hinwidersichern Verkehr gewähren, :c. — Das bezügliche Schreiben an Genf enthält in sachlicher Beziehung nichts Eigenes.
St. A. Bern: Welsch Missiven 37 b, 33.
4) Am 22. September (vimsnoko apros In Lt. Uattbiou) wurde obiger Vorschlag eines Schiedsgerichtsden Parteien eröffnet; — der Wortlaut für den Herzog ist vorhanden am gleichen Orte, 40 b, 41 a.
5) Zu vergleichen sind die Minuten im Berner Rathsbuch Nr. 214, p. 221—223. Nach Freiburg wurdenverordnet Graffenried und Hetzel, die laut Jnstructionsbuch 53, 54 den Auftrag erhielten, einen Tag in Nyonanzuordnen, resp. mit Freiburg darüber Rücksprache zu nehmen, zc. Vgl. N. 6.
6) 1527, 18. September, Freiburg. Wilhelm Schweizer soll nach Bern, um zu berathen, was zu Friedenund Ruhe diene, nnd wer die Schiedleute sein (möchten). Dabei soll er anzeigen, daß die Genfer das Wappendes Herzogs nicht beseitigt haben wollen und sich erbieten, die Schuldigen dem Richter zu überweisen.
K. A. Freiburg: Nathöbuch Nr. 45.
7) 1527, 19. September. Bern an Freiburg. „Ein antwurt uf ir schryben, min Herren setzind den partyenheim, wo sy die zuogesatzten nemen."
8) 1527, 21. September (Matthäi). Bern an den Herzog und die Genfer. „Der zuogesatzten halb, als minHerr Stattschriber weiß." — S. N. 4. St.B -m: Rathsbuch Nr. 214, p. 225,242.
9) 1527, 4. October. Bern an Genf. „Rons avons ontondu es gne von» a plan nous osoriro touolmntlallaire de vostre prinoo et soiAneur, monsoi^neur de Llonovo, eis mettre ordro guo a, lui soient rotournooset romisos los ubbuz'vs de Luga et ?inorol, onsoinblo autros bonolloos, aussi son urgent otv. Von« advor-tissons guo en oboses u nous possiblos vous atouobant sommos prosts de von« ooinplairv; mais do nousmeslor dos allairos dudit soignour votro prinoo nv nous est oonvonablo. ?our autant no 1o vouilloü avoiru rogrot"... St. A. B-rn: Welsch Miss!«-» td. 44 ».
10) 1527, 4. October, Bern, Rathssitzung. „Als dann anzogen ist von des Herzogen von Savoy brief wegen,die harus zuo fordern, disern Handel soll man in ruow anstellen zuo diser zit, von wegen gegenwürtiger löufen,ouch der knechten halb in Lamparten."
11) 1527, 4. October, Bern. Schreiben an den Herzog: „Mit den sinen zuo verschaffen, kein gwalt mit denenvon Jens anzuofachen, sunder inen guot recht zuo halten." ny und uz im St.A.V-ru: Rathsbuch Nr.ms, p. 27.