1172
October 1527.
3) 1527, 7. October. Basel an Schaffhausen. „Demnach der elf Orten unser Eidgnoschaft ratsbottcn abnächst gehaltnem tag von Luzern zuo üwern und unfern Eidgnossen von Zürich, des Herren von Geroldseck halb,uf unser Eidgnossen von Schwyz anrüefen ze handle» verordnet, ist fürgefallen, daß die selben Kotten einen anderntag, nemlich Sonntags vor Galli (13. October) nachts zuo Einsidlen an der Herberg ze sind und uf den abscheid(von) Luzern, ouch das so (zuo) Zürich funden, witer ze handlen, angesetzt und uns üch solchen ze verkündenbefolchen haben, welichs wir üch hiemit im besten ze müssen thuond, damit ir bestimpten tag glich als wir be-suochend und handlen verhelfen, was unser aller notdurft erfordert. Der allmächtig Gott verlyhe uns allen sinen
K. A. Basel: Missiven s. 104 a.
484.
Wttset. 1527, 4. October (St. Frauciscns Tag, ?c.).
Kautonsarchiv Solothur»! Nilunden.
Gesandte: Basel. Adelberg Meyer, Burgermeister; Wolfgang Harnasch, des Raths; Heinrich Nyhiner,Nathsschreiber. Solo ihnrn. Hans Stölli, Schultheiß; Hans Hng(i), Venner und des Raths; M. JörgHertwig, Stadtschreiber; Thomas Schund, Vogt zu Dornach; Hans Hachenberg, Vogt zu Thierstein. Bischofvon Basel. Philipp, Bischof; Andreas Sturze!, Dompropst; Philipp Jacob von Andlan, Sänger der Stiftzu Basel.
Die Verordneten der Stadt Basel und Abt Niklans von Bellelay erledigen den Streit zwischen demBischof von Basel und der Stadt Solothnrn, betreffend die Auswechslung der leibeigenen Leute ?c., durchfolgenden gütlichen Spruch:
(1.) „Anfänklich haben die Herren underthädinger bedacht und erwegen, daß die nachfolg, so von eigenschaftder Personen darrüert, ouch daß bishar ein theil dem andern die sinen zuo burger angenommen, diser spännen uitdie kleineste ursach ist, und wa die nit abgestellt, witere irtnng geberen wurde; demselben vorzesin so habend dieherreu underthädinger des ersten erlüteret, erkannt und gesprochen, daß nun hinfüro zuokünftigen ewigen tagenund ziten dhein der obgemelten partig der andren ire underthanen und verwandten zuo burgern oder in irenschütz noch schirm annemen, ouch die so ein theil dem andern uf disen tag solcher gestalten angenommen, sollendvon stund an one verziehen der angenommenen burkrechten, schütz und schirms ledig gelassen, dero fürohiu nitfähig sin noch genießen. Und daß zwüschen den obgemelten Herrn Bischoffen und der Statt Solenthorn und irenewigeil nachkamen irer eignen lüten, underthanen und verwandten halb, wie sy die bedersits uf diseu tag inHabenoder künftig überkommen werden, ganz kein nachfolg, sonder sollend beider partigcn eigene lent (mo), underthanenund verwandten nun hinsür von ir einer zuo und linder die andere partige ze zieheil fry zügig sin und sürohindeß bann deß mann on alle nachfolgung der eigenschaft gehalten werden.
(2.) „Zuo dem anderen sollend alle und jede eigene litt, die hochgcmeldter unser gnädiger Herr von Baseluf den hüttigen tag hinder und in der Statt Solothnrn obcrkeiten und gebieten sitzen hat oder künftiger zit undelsy ziehen werden, nnn mer der Statt Solothnrn zuostan, derselbigen stüreu, dienen und gehorsam leisteil, alslang sy under inen gesessen, doch denselben armen litten wie obstat iren frigen zug under unfern gnädigen Herreilvon Basel thuon (ze) mögen, alle zit vorbehalten.
(3.) „Glicher gestalt sollend ouch alle und jede der Statt Solothorn eigene litt, die rüerende joch von ir(en)selbs gethaneu köufcn oder dem gottshus Bennwyt dar, und (die) sy us den heutigen tag in allen und jede»