August 1527.
1149
oben zur grechtcn fiten stat, und stat dorumb geschribcn Bonifacius . Mar . Montis . fera . und uf der andernsyten stat ein crnz in glattein fcld, darumb geschribcn im cirkel . pp . Sacri . Ro . imp . princ . vicarius .dero wägend rrv ein march; nach der prob so halt die ganz march fins silbers v lot iij qnintli..
4. „Item die dicken plnphart, so nf einer sitcn stat ein geharneschter man mit cim mantel, in der rechten Handein fendli, in der linken Hand ein schwert habende, darumb stat im cirkel geschribcn . Sanctns ternestus Mar.,und uf der andern siten ein adler mit eim köpf und ein krön darob, darumb stat Petrus . lucas . fliscus . la .M. C., haltend nach der prob ein ganze march fins silber viiij lot, dero dickpf. wägend rrv ein march.
5. „Item die alten Münchs dick plaphart, so uf einer ststen stat das antlit, darumb im cirkel geschribcnludovicus fliscus . lauanie . 7 . C. Do . , und nf der andern siten der münch in eim sessel sitzend und in derlinken Hand habende ein palmen, darumb stat geschribcn . S . theoncstus . Martir . X . haltend ein ganz marchfins silber r lot j qnintli."
474.
Wer». 1527, 17. und 19. August.
Staatsarchiv Bern : Nathsbuch Nr. 214, p. 153. 154.
I. (Samstag nach Assumptioiüs Maria). Eine Botschaft von Mühlhauscn beklagt sich über den Abschied,den gemeine Eidgenossen auf dem letzten Tag in Betreff der Späne mit dem Regiment zu Ensisheim erlassenhaben, und bittet zum dringlichsten, in dieser Sache behülflich zu sein, damit der Streit geschlichtet werde. —Darauf antwortet (der Rath), es sollen die Boten auf den nächsten Tag Befehl erhalten, nichts zu sparen, umden Span zu vertragen. Au jenem rauhen Abschied habe er auch kein Gefallen, und hoffe, daß seine Botschaftdazu nicht gestimmt habe; denn solches sei ihr nicht befohlen gewesen.
II. (Montag vor Bartholoms). Abermals erscheinen die Boten von Mühlhansen und tragen in langerRede ihre Anliegen vor, entschuldigen auch die Wiederholung und erneuern das Begehren, daß Bern so gütig undgnädig sei, mit einem, zwei oder mehr Orten sich des Handels anzunehmen und ihn entweder freundlich zu ver-gleichen oder zun: Recht zu leiten, da ein weiterer Aufschub größeren Schaden und Kosten verursachen würde;wobei sie eröffnen, daß Solothurn seinen Beistand auch zugesagt habe. — Darüber wird beschlossen, gemäß demsrühern Erbieten, wenn ein oder mehr Orte ihre Boten nach Ensisheim schicken, es auch zu thun und da gütlichzu unterhandeln und weder Arbeit noch Kosten zu sparen. Man will das auch auf dem nächsten Tag anziehen,damit etwas geschehe, indem man die Instruction der Botschaft, die im Namen der zwölf Orte dort („daniden")gewesen, nicht kennt und zu der Sendung („dergestalt als es beschechen") nicht eingewilligt hat. — Wenn Zürichund Basel sich des Geschäftes auch annehmen, so sollen die Boten von Mühlhauscn dafür sorgen, daß man davonbenachrichtigt und an das Regiment geschrieben werde, es möge sich „zu der Handlung schicken"; dann wolle maneinen Tag bestimmen, der in Basel stattfinden würde.
lieber diese Verhandlungen wurde am 19. August ein Abschied ausgefertigt, den das Bcrner Jnstructionenbuch(X. 43 b, 44) enthält. Die Fassung desselben ist breiter und allgemeiner als der Eintrag im Rathsbuch und insachlicher Hinsicht ohne besonderen Werth.