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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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August 1527.

haben, luter befunden, daß der bruch des kindertouf von den zyten der Apostel an dieselbigen domals komm sye,darum ouch der kindertouf in gemeiner Christenheit christenlich und loblich Harkomen und gehalten ist.

2. „Uß disen und andern christenlichen und gegründten Ursachen, so vormals in gehaltnen disputationengnuogsamlich anzöigt, sind wir als christenliche und ordenliche oberkeiten, so dann mit solchen befleckten undufrüerigen Personen beladen, bewegt, uns zesamen ze thuon und derohalb underred und ratschlag (ze halten), wiewir diß unchristenlich, boshaftig, ärgerlich und ufrüerisch unkrut usrüten und tämmen möchten, und haben unsdemnach einmüetiglich entschlossen, wie hernach von einem an das ander begriffen ist.

3. „Und nämlich des ersten haben wir angesechen und zuo halten geordnet und fürgenommen, so einer odereine, frowen oder mann, jung oder alt, mit disem lastcr des widertoufs verdacht und verargwonet, daß der oderdie angends von irer oberkeit der enden beschickt, und trüwlich und ernstlich davon abzestan, ouch daby der penund straf, so ime daruf stände, ermant werden füllen.

4. „Und damit sölicher verdacht und argwon offenbar werde, so soll ein jeder unser burger, underthanenund hindersäßen bp christenlicher ghorsame und siner gethanen eidspflicht schuldig und verbunden spn, wo er einenoder eine mit sölichem widertouf argwönig und verdacht wüßte oder erfüere, daß er die spncr oberkeit der endenleiden und anzöigen wolle.

5. „Item und welche also in dise sect und sündrung des widertoufs fielen und sich nit beßren noch davongänzlich abstan wellten, und in österliche, offne, tätliche Handlung oder ergernuß kommen, so sy dann der endenburger oder insaßen sind, sollen sy der oberkeit zuo pcnfal und straf . . . unabläßlich zuo bezalen verfallen spn.

K. „Wann aber einer frömd und usserthalb unser stett und landschaften dahin kommen wären (oio), füllen syglych erstmals, so sy mit dem widertouf besteckt kuntlich erfunden, von den enden verwysen und verboten werden,und soll der für frömd gehalten werden, der usserthalb unser stett und landschaft oder dero, so mit uns in sölchemverstand wären, geboren und Harkomen sind (sie).

7. „Item und welicher also, über daß einer pon statt und land verwisen und verboten wurde, wider singethane eidspflicht widerum an die end käme, daß dann der oder dieselbigen one alle gnad ertränkt werden füllen.

8. „Item und so einer oder eine under den burgern und inwonern unser stellen und landschaften anderwertmit dem widertouf befleckt, und das uf den oder die kundlich erfunden wurde, soll der oder dieselbigen mit nocheinest so vil, als er davor zuo buoß bezalt hat, gestraft und gebüeßt werden.

9. „So aber einer oder eine von sölichem irem fürnemen nit.abstan, sunder fräfenlich daruf verharren wellten,oder daß einer diser sect und rottierung ein nämlicher fürgesetzter, als ein lerer, töufer oder ein underschlöufer,umschweifer und redlisfüerer wäre, old vormals darum us fänknuß gelassen und sich zuo bessern und davonabzestan versprochen, gelobt oder geschworen hätte, welichs under deren eins wäre, daß der oder dieselbigen ouchertränkt werden füllen.

1V. „Item, als wir denn ouch by den verwetten widertöufern eine sündrung und zerteilung mit dem nachtmalChristi befunden haben, ist unser ansechen, will und Meinung, daß sy sich andern gemeinen kirchen der enden, dasy ir wonung haben, verglichen und von andern kirchen nit sündren, sunder mit densclbigen das nachtmal ChristiHegau oder aber, diewyl das ungefär wol beschechen mag, gänzlich damit stillstan füllen.

11. „Und nachdem wir ouch bericht sind, daß vil armer, unschuldiger und einsaitiger Personen, frowen undmann, jung und alt, mit den glißenden Worten der widertöufer, so sy sich gebruchen, in diß sect ingefüert undvcrfüert, die das verborgen gift nit wüsten noch erkennen mögen, so behalten wir uns sampt und sunder hiemitbevor, die verwetten unsre bestimpten strafen ze mäßigen, mindern oder ändern nach gestalt und gelegenheit derPersonen und fachen, ouch nach eins jeden verschulden, wie uns das je zuo zyten für zimlich und recht gedunkcnwill, ungefarlich.

12. „Item wir haben uns ouch mit einander» vereint und vertragen, ob einer, so mit disem widertouf verdachtund argwönig wäre, syn flucht und zuokeer in unser eins (old) der andern stett, landschaft und gebiet setzen, dahinfliehen und sich alda enthalten wellt, soll unser kein statt oder land densclbigen wider des andern willen nit ent-halten, sunder den usser ir statt und land wisen, oder aber den und dieselbigen uf erfordern deren, von den(en)er entwichen märe, zuo Händen komm lassen, ungefarlich.