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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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August 1527,

Es sind sodann noch folgende Acten zu bemerken:

2) 1527, 2, August. Zürich an Bern, Basel, Schaffhausen, Chur, Appenzell und St. Gallen. Erzählung,wie es bisher mit der Secte der Wiedertäufer gütlich gehandelt und endlich mit Strafen gegen sie eingeschritten.„Nütdesterminder hat sölhe sect und sündrung in und usserhalb unser Eidgnoschaft, vilicht uß somsäli der ober-leiten, die sölher sect nit wargenomen und die nit gestraft, sich merklich gemert und gestärkt. Diewil wir auchguot erfarung haben, daß derselbigen widertöufer und ir(er) anhänger will, anschlug und fürnemen sich dahinländt und gericht ist, nit allein den waren rechten innerlichen glouben der cristenlichen herzen, sonder auch dieüsserlichen und menschlichen ordnungen und satzungen eristenlicher und ordenlicher oberkeit, wider brüedcrliche liebund guot sttten, zuo zerrütten und zuo vcrtrucken, ouch wider gmeincn friden und. rechten ze handlen, so will sichüch und uns, ouch allen gwälten und oberkeiten je gebüren und von nöteu sin, daß unt ernst und tapferkeit dar-gegen gehandlet werd. So wir dann ouch bericht sind, daß sich solche widertöufer by üch und umb üch ouchenthalten und iren zuoker und wandel haben sollen, langt an üch, unser lieb Eidgnossen, unser früntlich pitt, irwollen gott zuo lob, ouch gmeincm cristenlichen frid und dem vatterland unser Eidgnoschaft zuo guot üwer ersamratsbotschaft zuo uns in unser statt Zürich verordnen und abfertigen uf Sonntag nach Laurenzii nächstkünftig...,und morgens Montag mit etlichen unfern lieben Eidgnossen, so wir zuo disem tag ouch beschriben haben, unduns underred haben und ratschlag machen, wie und wölher gestalt sölchem unerberen, ufrüerigen und beschwer-lichen fürnemen und Handel, der von tag zuo tag inbricht und sich mert, begegnet und der usgerüt werden mög," ?c.

St. A. Zürich: Missiven. A. Wiedertäufer. — St. A. Bern: Abschiede 207—210 (d. d. DonstUI vor Oswaldi, d. h. I. August).

K. A. Schaffhausen: Korrespondenzen.

3) 1527, 5. August. Chur an Zürich. Verdankung der Zuschrift betreffend die Wiedertäufer. Man habederenthalb gegenwärtig keine Roth und wisse Niemand, der sich der Secte belade. Den angesetzten Tag könneman ohne Begrüßung der Bünde nicht besuchen, „dann wir sunst gegen etlichen unfern nachburen und bunds-gnossen von des worts gotts wegen in gefarlichait und Widerwillen stond," was Zürich im besten aufnehmen wolle.

St. A. Zürich: A. Graubünden.

4) Ein vollständiges Programm für die Verhandlung enthält die Instruction von Zürich, unter dem Titel:„Welcher gstalt mit unfern trüwcn lieben Eidgnossen ratsbotschaften der töufer und irer straf halb gehandletwerden möcht." St. A. Zürich - A. Wi-d-rtiiuftr.

Da der aufgesetzte Erlaß das Datum dieses Tages trägt, so geben wir dessen Text an dieser Stelle:

5) 1. 1. „Wir die burgermeister, schultheißen, rät und die bnrgcr der stett von Zürich, Bern ze. wünschenallen und jeden, so diß unser geschrift zuokumpt, die lesen oder hören lesen, gnad und frid von Gott durch Christum,und fliegen üch hiemit ze verneinen: Als sich dann vergangner zyten nebend dem ewigen und heilmachenden wortGottes ein sect und sündrung etlicher, so man die widertöufer nempt, zuogetragen, welche ouch glychcr gstalt irfürnemen uß heiliger, göttlicher und biblischer gschrift alts und nüws evangelischen testaments zuo gründen underhalten sich widerstanden; so aber durch der heiligen geschrift gelerten mermalen davon ghandlet und disputiert, ouchmit grund heiliger gschrift so vil befunden ist und wir berichts empfangen haben, daß der widertouf nach dem wortGottes nit bestan, sunder verworfen und gemeiner christenlicher ordnung wider und entgegen, und der kindertouf,so bishar by gemeiner Christenheit gebrucht, gerecht und dem wort Gottes gemeß sig, haben wir in unfern ober-keiten und gebieten allen müglichen flyß fürgewendt, sölich irrtumb des widertoufs und desselbigen anhang undnachfolg abzestellen, und die unfern deßhalb ernstlich (und) güetlich ermanen lassen, der abzestan und sich gemeinemchristenlichen gebruch hierin zuo verglychen. Als wir aber etlich hartmüetig und verstopft, die sich davon nit habenwellen äbwysen lassen, ouch daby erfinden, daß sölche sect und sündrung in und usserthalb unser Eidgnoßschaftsich merklich gemert und gestärkt; diewyl wir ouch gründlich erfarung haben, daß derselbigen widertöufer und iranhänger will, anschlag und fürnemen dahin länden und gericht sind, daß sy sagen und halten, ouch under inenselbs gebieten, daß dheiner der iren an der predicanten, so von einer christenlichen gemeind zuo predigen undleren berüeft und erwelt sind, predigen und leren gan und die hören sölle, dann sy falsch, dorig, verfüercsch lerenund predigen, schelten und schmächen dieselben zun« höchsten; daneben leren und predigen sy für sich selbs anheimlichen stellen, in den hüsern, winkten, wülden und uf dem feld, ouch zuo den zyten, so ein christenliche gemeind