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Juli 1527
er sy(e) denn vom geschlecht der grasen und fryen. Item keiserlich bries haltend auch inn, daß ein abt von unduß den conventherren allein erwelt werde, deßhalb am tag ligt, daß bemelter Blarer wider des gotshnses keiserliche,ja auch bäpstliche fryheiten ingestoßen ist, diewil er weder vom geschlecht ist, als hie erfordret wirt, noch desconvents, ouch vom convent nit darzuo erwelt, dann etlich bäpstliche bull »f einen söllichen abt und conventgestellt und darum gebe», daß abt und convent geboren Herren syend, und ob glych min Herr selig bemeldtemBlarer die abty hettc übergeben, deß ich doch kein bericht Hab, so Helte er deß kein recht gehebt, wurde im rechtenein nullitet geachtet, diewyl solche Übergebung on den convent und wider alle keiserliche fryheit bescheheu ze."
14. „Ich vermein nit von nöten sin, min ansprach oder gerechtigkeit vor bäbstlichem rechten ze erlangen, diewyldoch die abty und alles, so dem gotshus Einsidlcn zuogehörig, von gütlichem rechten und aller billicheit an michals den einigen couventmüuch gefallen, will also güetlich erwarten, ob mich vor üch m. h. mit recht mins ererbtenrechts jemand entsetzen wölle, dem selbigen dann im rechten vor üch guot antwurt geben und mir das selbig wolund wec thuon lassen, gänzlicher Hoffnung, diewyl ich kein frömdcr, sonder üwer burger und ein landsäß bin, irwerdind mich inhalt der pünden nit witer tringen lassen, und wiewol ich mir vor des keisers und des richs ständenfürzuokommen gar nit cutsäße, jedoch will mir nit gezimen, von dem gotshus und desselbigen güetern, darzuo ichgöttlich erlangt recht Hab, mich ze üssern und ze wichen. Es ist ouch richtigs wider die Erbeinig und de» vertragzuo Basel gemacht, so dise rechtfertigung usserthalb die Eidgnoschaft gezogen wurd. Hiemit ich vermein, nuncHerren von Schwyz von Blarers wegen an söllichem minem erbieten benüegig sin söllind, so ich mich des rechtenvar üch m. h. lut der pünden nit widern noch üssern, beger ouch keins andern bystands von üch hals sy ver-meinend), denn was mir das recht vor üch gibt oder nimpt, güetlich daby ze beliben, und ob min fürgebc»nmvarhaft und min fürnemcn unbillich (als ich geschulten wird), will ich deß entgelten und mit recht güetlichdavon gewyst werden, ze. ze. (Der Schluß bewegt sich in Wiederholungen.) St. A. Zürich: A. Schwyz.
8) 1S27, 14. Juni. LA. und Lnndrath von Schwyz au BM., Rath und Großen Rath in Zürich. Antwortauf das Begleitschreiben zu Geroldseck's Verantwortung ze. Man verdanke das Erbieten, gütliche Mittel suchenzu helfen, zum höchsten und erkenne daraus 'den freundlichen Willen, den Zürich hege. Aber auf das laugeunbegründete Schreiben des von Geroldseck zu antworten, erachte man jetzt für unnöthig, da man von Zürichund nicht von ihm Antwort begehrt habe. Man hoffe übrigens wohl zu erweisen, daß er nicht bloß das Gottes-haus samt Leuten und Gütern aufgegeben, sondern sogar den Orden verlassen habe, wie es in seiner eigenenHandschrift (?) am Tage liege; daher gebühre sich nicht, ihm irgend etwas nachzulassen und in der Güte mitihm zu handeln. Auch sein Vorwand, daß der jetzige Abt wider des Gotteshauses Freiheiten eingesetzt worden,sei nicht stichhaltig, da kein Stiftungsbrief bestimme, daß nur Adelspersonen zu Aebten, Pflegern oder Convent-herren gewählt werden sollen; es sollen vielmehr (ohne Ansehen des Standes) die Geschickten und Tauglichendazu genommen werden; die Briefe habe man übrigens vorher wohl besehen. Daraus möge Zürich selbst erkennen,daß er sich fälschlich dessen Burger nenne ... Da man nun samt dem Abte Ludwig Blarer in Gewalt undGewer sitze, so werde mau sich nicht anders als mit Recht davon drängen lasse» und die Güte nicht annehmen;daher bitte man Zürich nochmals freundlich und ernst, sich Schwyz lieber sein zu lassen als den von Geroldseaund sich desselben zu entschlagen, ihn von seinem Anspruch abzumahnen oder, sofern er nicht nachgäbe, zu»>bundesmäßigen Recht zu weisen. Denn geschähe das nicht, so würde die Pflicht gegen das Gotteshaus erfordern,das den Eidgenossen vorzubringen und um deren Rath und Hülfe zu werben, ze. ze. St. A. Zürich: A. Schwyz-
9) Auch diese Zuschrift wurde von dem Beklagten beantwortet; es enthält jedoch das bezügliche, ziemlichkurze Aetcustück nichts sachlich Bedeutendes, das nicht schon früher gesagt worden wäre; einzig der vorletzte undder Schlußabschnitt mögen hier, und zwar wörtlich, folgen:
„Daß aber ich und nit der Blarer üwer burger syg, Hab ich in miner vorigen underricht ouch gnuogsawanzeigt. Ich verhoff ouch mich nach dem burgrccht gemäßer gehalten (zuo haben) denn der Blarer; dann er byzyten sins inkomens einen münch zuo einem predicanten »(gestellt, der üwer und der üweren leer und gethat >»gegenwürtikeit der üweru on grund göttlicher gschrift umkert, geschmächt und lästret, sich ouch üwer lieb Eidgnossenwider üch zuo bewegen und ze Hetzen understat; wie gemäß das einem syg, der sich vermeint, üwers burgrechtenszuo getrösten, mag ein jeder verständiger wol ermessen.