Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1027
Einzelbild herunterladen
 

December 1826.

1027

zubringen, um auf nächstem Tage weiter zn rathschlagen. I». Eine Botschaft deren von Baden beschwert sich überein Schreiben von Zürich, worin es verlange, das; sie den Hans Ueberlinger, der Zürich beschimpft habe, strafenoder die Folgen gewärtigen sollen, indem es genöthigt wäre, gegen dergleichen schändliche lügenhafte unchristlicheReden entschieden einzuschreiten; sie bitten hierin um Rath. Nachdem man auch den Ueberlinger verhört, der nurRecht begehrt und sich erbietet, denen von Zürich, «dem Zwingli oder Andern, in Baden Rede zu stehen, dabei auchbittet, ihn wieder heim zu dem Seinen kommen zu lassen, hat man der Botschaft von Baden in den Abschied gegeben,dem Ueberlinger die Heimkehr zu gestatten, ihn bei dem Recht zu handhaben und zu schirmen. Nichtsdestoweniger wirdbeschlossen, die Sache heimzubringen, da man voraussieht, daß mit der Zeit nichts Gutes daraus entspringenmöchte, v. (Für Schwyz:) Auf den Vorschlag des Vogtes von Baden wird Kaltwetter zum Untervogt .ernannt.Ä. Jeder Bote kennt den Handel berührend ein im Obersiebenthal gelegenes und den Klosterfrauen in Engelbergzugehörendes Gut. Nachdem Bern den Frauen hierüber geschrieben hat, wird dasselbe schriftlich ersucht, denTag, wann es seine Boten ins Siebenthal schicke, (den Schirmorten) anzuzeigen, damit Lucern, Schwyz undUnterwalden ebenfalls eine Botschaft dahin schicken können. Es weiß jeder Bote, was an den Landvoqt vonSargans geschrieben worden ist betreffend den Hauptmann Caspar Vögeli von Walenstadt; wenn er deßhalb an diesechs Orte schreibt, so sollen dieselben einen Boten nach Sargans schicken, um ihm mit Rath und That beizustehen.I. Heimzubringen die Einfrage des Landvogtes von Sargans, ob er ein gewisses Stück Holzboden verkaufenoder verleihen solle, indem es sonst gar keinen Ruhen ertrage. K. Da Büren und Wölfe im Sarganserlandgroßen Schaden anrichten, so bittet der Vogt im Namen der Landschaft um eine Belohnung für diejenigen, welchedergleichen Thiere erlegen. Heimzubringen. I». Auf die Anzeige, daß die zwei Dörfer Quarten und Murg ganzunchristlich und lutherisch geworden, wird beschlossen, dieses heimzubringen, damit, wenn Schwyz und Glarns sienicht „bemeistern" können oder nicht strafen wollen, die sieben Orte, als die hohe Obrigkeit, daselbst einschreitenund strafen können, I Uri, Schwyz und Unterwalden sollen heimbringen, was in Betreff Caspar Göldlin'sangezogen wurde. Ii.. Heimzubringen das Gesuch deren von Hitzkirch um Bewilligung eines Wochenmarktes; eskönnte nämlich denen von Bremgarten nachtheilig sein, die doch bisher sich treu zu den Eidgenossen gehalten haben.I. Basel und Solothurn bringen den Streit zur Sprache, der zwischen ihnen waltet; Basel erklärt sich geneigt,den letzthin erlassenen Abschied anzunehmen, sofern der vorgeschlagene Umkreis von zwei bis drei Meilen von derStadt auf drei bis vier erweitert, und vor Allem der Span zwischen den beiden Orten erledigt würde. Dagegenwill Solothurn nichts wissen von einer Grenze in Betreff des Ueberschatzes und begehrt auch, es möchten zuerstseine Anstände mit dem Bischof von Basel gehoben werden; die Eidgenossen ersucht es dringend, Basel zubewegen, von seiner Neuerung gegen die eigenen Leute Solothurns abzustehen oder dann nach Inhalt der Bündedeßhalb Recht anzunehmen. — Nach langer Berathnng wird Solothurn nochmals dringendst gebeten, dem letztenAbschied gemäß die Sache den vier Orten anzuvertrauen, da doch derselbe ganz unverfänglich laute, und auf demnächsten Tage darüber Antwort zu geben. Basel erklärt sich auf wiederholte Anfrage bereit, dem genannten Ab-schiede nachzukommen. »»». Es wird angezogen, daß man den noch hängenden Nechtshandel der neun Orte gegenZürich nicht länger aufschieben dürfe, indem später Krieg und andere Nachtheilc daraus entstehen könnten. Dazugleich der Obmann Entschädigung für seine bisherigen Auslagen begehrt, so wird die Sache in den Abschiedgenommen, um sich auf dem nächsten Tage über einen weiteren Rechtstag zn verständigen. Z». Heimzubringendie Anzeige des Landvogtes von Lauis, daß der Castellan von Musso vorhabe, das Schloß Valzol einzunehmen.«. Da der alte Landvogt im Thurgau, Joseph Amberg von Schwyz — der auf diesem Tag Bote gewesen —nochmals um Entschädigung nachsucht für den während seiner Regierung erlittenen Schaden oder dann vor den