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December 1526.
Zu f. 1) 1526, 2. December. Bern an Lucern. Es sei heute ein Schreiben des Königs von Frankreichan gemeine Eidgenossen eingegangen, und zudem habe man durch dessen Boten „sorgliche zytung" aus Italienvernommen; daher scheine nothwendig, bald einen Tag zu halten, und damit nichts versäumt werde, habe mandenselben auf Dienstag den II. d. nach Lucern angesetzt, wo alle Boten mit Vollmacht erscheinen sollten, da vielan der Sache gelegen sei; deßhalb bitte man Lucern, ihn den übrigen Orten zu verkünden, doch ohne Basel, Frei-burg und Solothurn, die von hier aus geladen werden. St.«. B-rn: Deutsch MWvm q, issv, isi».
2) 1526, 2. December. Bern an Basel, Freiburg und Solothurn. In gleicher Sache, mit entsprechendveränderter Fassung.
Die angerufenen Schreiben fehlen.
3) 1526, 7. December, 1 U. Nachm. Bern an Lncern. Man habe den eingelegten Brief aufgebrochen undgelesen, und da nun viel daran hänge, so schicke mau ihn behufs einer Mittheiluug an die Eidgenossen mit,besonders an die Graubündner und Andere, durch deren Gebiet die venetianische Botschaft reiten werde, damitdieselbe frei und sicher nach Frankreich komme. Deßhalb seien auch Freiburg und Solothurn von hier aus benach-richtigt, und erwarte man, daß sie das Geleit nicht abschlagen werden; diesseits treffe man für Stadt und Landdie nöthigen Anstalten, und bitte daher Lucern, an die übrigen Orte in gleichem Sinne zu werben, mit Rücksichtauf den zu erwartenden Nutzen und das ernstliche Schreiben der Hauptleute, ?c.
St. A. Bern: Teutsch Mijsiven (j. 130 a.
4) 1526, 7. December. Bern an Freiburg und Solothurn. Entsprechende Verwendung, mit anderem Ein-gang, daß nämlich ein Schreiben gemeiner Hauptleute im Dienst des hl. Bundes an die eidg. Rathsboten ein-gelangt sei, worin sie begehren, daß die venetianische Botschaft, die nach Frankreich reisen wolle, bestens gefördertwerde, zc. >v. n>. e. ws a.
Zu le. Dieser Artikel ist im Original (Lucerner Concept) in zwei wesentlich verschiedenen Fassungen vorhanden;eine ausführliche, welcher der Text folgt, ist für Basel und Solothurn, die andere für die übrigen Orte bestimmt.
Lncern. 1521», 29. December f. (Samstag vor dem Neujahrstag xxvj f.).
Staatsarchiv Luccrn: Allg. Abschiede II. I. sei. Staatsarchiv Bern: Allg. eidg. Abschiede i!. 4W. Kantonsarchiv Basel: Abschiede.
KantonSarchiv Treibnrg: Abschiede Bd. 07. KantonSarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XIV. Kantonsarchiv Schaphausen: Abschiede.
Gesandte: Bern. (Sebastian von Dießbach; Bernhard Tillmann). Schwyz. (Joseph Amberg). Frei-burg. (Ulrich Schnewli). Appenzell. (Ammann Eisenhut). — (Die andern sind nicht bekannt).
1. Die Voten von Bern erinnern zu Anfang des Tages an das vielfach vorgebrachte Begehren umAushändigung eines Buches der Disputation und legen die bezüglichen Befehle ihrer Obern vor, daß man sieim Fall des Abschlags weder in der Vorrede noch am Schlüsse irgendwie anführe; wenn man letzteres nichtbewillige, so sollen sie sogleich heimkehren und nicht mehr bei den Eidgenossen sitzen.-Da hierauf Basel undSchaphausen ebenfalls austreten, so empfinden die Boten der acht Orte über dieses Vorgehen großes Befremden;daher haben sie Bern auf das dringendste ersucht, sich doch deßwegen nicht von den Eidgenossen zu sondern; manwürde dem zuletzt gestellten Ansinnen gerne willfahren, aber „die Geschichte, die Wahrheit und die Nothdurft"erfordern, daß man in der Vorrede melde, wer anfänglich mitgerathen und geholfen, welcher Orte Boten dabeigesessen, und wie alles zugegangen, da doch auch die Fremden genannt werden müssen. Als diese Vorstellungnicht gefruchtet, hat man den Boten von Bern einen Abschied gegeben und dasselbe ernstlich gemahnt, an dieAntwort vom Pfingstmontag (1526) und die Bünde zu denken und sich nicht abzusondern. Dies Alles ist heim-