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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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December 1526.

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vernehme man, daß die andern Orte die von Lunkhofen förmlich auffordern, nach Baden und nicht mehr nachZürich zu appelliren, was man billig befremdlich finde. Weil man nun die so lange besessenen Rechte nicht der-gestalt preisgeben dürfe, so ersuche man Bern nochmals dringend und ernstlich, von seiner bisher verfochtenenMeinung in Betreff der Appellationen abzustehen oder gemäß den Bünden das Recht darüber entscheiden zu lassen,worüber man umgehende Antwort erbitte, ?c. In gleichem Sinne habe man den sechs andern Orten geschrieben.

St. A. Bern: Kirchs. Angelegenheiten. St. A. Zürich: Missiven (undatirt).

2) 1526, 1. December. Bern an Zürich. Antwort auf das Schreiben betreffend die Appellationen vonLunkhofen. Man habe Zürich deßhnlb noch nie das Recht abgeschlagen, sei auch jetzt nicht dazu gewillt; damitsei man diesseits entschuldigt. Nun wolle man die Sache bis zur nächsten Tagleistung ruhen lassen und alsdannsteh gebührend erklären. St. A. Bern: Teutsch Missiven H. 132 a. St. A. Zürich: A. Bremgarten.

3) 1526, 13. December (Luciä), Lucern. Die Boten der zu Baden regierenden Orte an Zürich.Uf dasschriben, so ir unser» Herren und ober» gethon, eins spans (halb), von üch gegen uns fürgenomen, bcrüerend denalten brnch der appellation(en) von Bremgarten gen Baden an (den) stein zc., haben unser Herren und ober»,ouch wir verstanden und darab etwas befrömbdcn enpfangen; dann wir üch gar nit gestündig, daß ir in recht-mäßiger besitzung, altem bruch, guotem titcl noch harkommcn sigen, daß die appellation von Lunkhofen genBremgarten und darnach für üch gon soll, sonder von alter har all appellationen von Bremgarten gen Badenan stein und für die acht Ort gangen und also gebracht sind, als sich wol erfinden (möcht), wo es not sin wurde.Uns ist ouch ungezwifelt, ir habend guot gedachtnuß, daß vergangner jaren der wirt zuo Jonen einen rechtshandelmit einem gchebt, die (der) dann dein kellcrhof gen Brcmgartcn und von Brcmgarten gen Baden an stein inappellationswps komm nach altem brnch, alda vor der acht Orte» botten (da üwer botschaft auch bp und mitgewesen) der rechtshandel usgeüebt, bp und endurteilcn ergangen und zuo end komm sind. Demnach ist des wirtswidersächer (unangesechen daß er vor guotwillig, ouch billich nach altein bruch, das recht zuo Baden angnommund on sperren sdas ußtragen), üch nachgelassen und in üch sölich Meinung und span erweckt, daß ir understandenund vermeint, die ergange» rechtfertignng und endurteilen hinder sich ze triben und abzethuon, sonder sölt derHandel in appellationsmys für üch komcn zc., damals der siben Orten botten üch ein ganz jnr zil geben, demnachsechs wachen und drp tag, und nach verschinung des alles noch ein mannt, ob ir etwas gewarsame, lüt ald briefhellen umb söllich üwer vermeinten bruch und Harkomen .. ., daß ir sölichs anzöigen wellten zc. Aber sölichsist von üch nie geschechm, sonder mit leeren worten understand ir üch ein(en) bruch zc machen, das uns nununlidenlich ist, daß ir uns understond von unser besitzung, altem bruch und harkomcn on recht also zc entsetzenund zc trängen, und nämlichen so sind aber by den acht Personen von Lunkhofen für uns komm, uns klagt, wiesy mit einein genannt Wälti Lendi umb etlichen kosten in recht gestanden, im zuo Bremgarten den kosten mitrecht angewunnen, da der selb zuogcfarm und für üch geappeliert, deß er weder macht, fuog noch recht hat, sondersölt er gen Baden nach altem bruch geappelliert haben, dadurch die acht gsellen mit ircm rechten gehindert undversperrt (werden). Ouch so verstand wir in landmärswps^), wie denen von Bremgarten etwas tröwung von üchbegegnet sol sin, das uns nun hoch an üch beduret. Darumb so ist unser das höchst und ernstlichost bitt undbeger in namen unser Herren und ober» an üch, daß ir von üwerm vermeinten bruch und sürnemen abston, dieappellationen von Bremgarten gen Baden .. komen und gon lassen, und besonder die acht Personen mit irem erlangtenrechten ungehindert fürfarm und iren kosten uf irs Widersachers güeter(n) ze bestechen (gestatten), als ouch wirin(m) vergönnt und sy geheißen haben das ze thuon, und daß ir uns von unserm alten bruch on recht nitentsetzen, sonder daby bcliben, ouch die von Bremgarten unbctröwt und unbekränkt lassen, und ansechen undbetrachten wellen üwer und unser pündt. Wo ir aber je von üwerm vermeinen und sürnemen nit abston (wölkten),so könnten wir üch des rechten uf üwer ersuochm und klagen nit vorsin, und erbittend uns deß inhalt der bünden,in ganzer zuoversicht, ir werden über sölichs mit den üwern und unser» zuo Bremgarten und Lunkhofen nütsunfrüntlichs sürnemen, sonder üch nach unserm guoten vertruwen und aller billicheit dermaß bewisen, damit irund wir vor wyter(er) unruow sigen". - . St. A. Zürich: A. Br-mgan-n.

*) Dieser Ausdruck wurde vielfach gebraucht, um den Ursprung einer Nachricht zu verhüllen. Hier ist zweifellos anzu-nehmen, daß das erwähnte Schreiben an Bremgarten im Original oder wenigstens in Abschrift vorgelegen sei.

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