Deccmber 1526,
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in Baden zu überlassen, so äußert man nicht geringes Bedauern über dieses so oft wiederholte Begehren undbegründet den Abschlag nochmals damit, daß der Bücher zu wenige seien, um jedem Ort eines geben zu können,da doch die andern gleich viel Recht darauf hätten; der Druck desselben rücke übrigens täglich vor, und baldwerde man im Stande sein, jedem Ort ein gedrucktes Exemplar zuzustellen; es möchte also Bern bis dahin sichgedulden und diese Antwort zum besten aufnehmen, zc. «. Ein Eilbote des Landvogtes zu Lauis bringt dieNachricht, daß die zu Varese liegenden Spanier sich entschlossen hätten, nach dem bevorstehenden Zuzug von zweiFähnlein in das Lauiserthal einzufallen; er und die ganze Landschaft bitten daher um Rath und Hülfe. — Daman darauf nicht verfaßt gewesen ist, so wird den Vögten zu Lauis, Luggaris und Mendris befohlen, für guteWache und Kundschaft zu sorgen und sogleich herauszuberichten, wenn etwas Erhebliches vorfallen sollte. Inzwischensoll das jeder Bote heimbringen, damit man sich überall rüste, um im Fall der Roth die Untcrthanen ohne Verzugentschütten zu können. «I. Acht Personen von Lunkhofen bringen eine Beschwerde gegen Zürich vor, betreffend dieAppellationen, die sonst von Lunkhofen nach Bremgarten und von da nach „Baden am Stein" gegangen seien,während Zürich begehrt, daß sie von Lunkhofen nach Bremgarten und dann nach Zürich gehen sollen. Nunklagen die acht Gesellen, daß ihre Widersächer, weil sie den Proceß verloren und auch die Kosten tragen sollen,nach Zürich appellirt haben, und bitten um Hülse, indem sie nicht hoffen können, dort „gemeines Recht" zufinden. — Darüber wird erkannt: Es sollen diese acht Männer ihre gehabten Kosten von den Gütern ihrerGegenpartei zu Lunkhofen beziehen und den erlangten Rechten nachkommen. Da Zürich nach Bremgarten deßwegendrohend geschrieben hat, sodaß „etwas fräfelichs" zu erwarten steht, so wird beschlossen, darüber nach Zürich zuschreiben und die Sache heimzubringen, um auf dem nächsten Tage Antwort zu geben, was man in dem so langeherumgezogenen Handel weiter thun wolle, v. Da auf einem frühern Tage denen von Obwalden versprochenworden, von jedem Ort ein Fenster in ihr Rathhaus zu geben, so soll dies, mit Ausnahme von Bern undFreiburg, die schon bezahlt haben, heimgebracht werden, damit sie bezahlt werden; es kostet ein Stück 4 Kronen.L. Es weiß jeder Bote, was der König von Frankreich auf diesen Tag geschrieben, und was der Bote von Berndazu berichtet hat. Da man aus allen Umständen merken kann, daß die Sache auf die lange Bank geschobenwerden sMe, so wird beschlossen, dem König sogleich zu schreiben, er möge auf dem nächsten Tag Antwort geben.Heimzubringen. K. Da man in Erfahrung gebracht, daß der eidgenössischen Knechte in Mailand nur noch wenigesind, so wird viel und mancherlei darüber geredet; man glaubt (aber) der Sache nicht trauen zu dürfen, indemder französische Gesandte auf diesem Tage keine Knechte begehrt, sodaß zu vermachen ist, es möchten Hauptleuteaus Mailand kommen, lim Knechte (unerfordert) hinwegzuführen, was nicht geduldet werden könnte. Daherfindet man rathsam, die Knechte zu Hause zu behalten, weil doch die Zeiten sonst bedenklich sind, und dieserKrieg die Eidgenossen nichts angeht. Heimzubringen, I». Ueber das auf dem Tage zu Bern von SchultheißStölli von Solothurn angebrachte Gesuch, daß ihm jedes Ort ein Fenster in sein neues Haus schenke, soll sichauf dem nächsten Tag jeder Bote erklären, I. Ritter Ulrich von Habsbcrg schreibt, wie er und Doctor Sturzelvon der fürstl. Durchlaucht von Oesterreich und dem Pfalzgrafcn am Rhein beauftragt worden, den Eidgenossenetwas vorzutragen, was nicht „verdrießlich" wäre, und frägt an, auf welchen Tag er kommen sollte. Heimzu-bringen, ob mau sie in die Eidgenossenschaft kommen lassen und anhören wolle oder nicht. Ii.. Nachdem abermalsder Span zwischen Basel und Solothurn vorgekommen, die Parteien weitläufig verhört, der Bundcsbrief verlesenund reiflich erwogen worden, hat mau gefunden, daß es jetzt nicht gut wäre, zu bestimmen, welcher Theil Klägeroder Autworter im Rechte sein solle, sondern für fruchtbarer geachtet, die beiden Orte nochmals ernstlich zu bitten,zu gestatteil, daß die Eidgenossen deßhalb einen Tag Halten, um Mittel und Wege zu suchen, wie die Sache