November 1526.
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betreffend den feilen Kauf haben indeß die savoyischen Anwälte abgeschlagen unter dem Vorwand, sie hätten dazukeinen Befehl; damit man aber sehen könne, daß die Savoyer ihre Zusage erfüllen wollen, werden sie morgenden Herold hinaussenden und persönlich herumreiten; sie bitten auch, bis Mittwoch hier zu bleiben, um überdie Wirkung Bericht erstatten zu köuuen. VI. Die gleiche Bitte stelle» die Genfer; man hat ihnen willfahrt,dabei aber sofort den Herren und Obern geschrieben, damit sie Leute, die allfällig auf der Straße wären, umdenen von Genf zuzuziehen, abwenden könnten, xx. Ami Versonay hat die Genfer verklagt, weil sie sein Hausm der Stadt zerstört, und die Habe weggenommen haben; was mau deßhalb gefunden, weiß jeder Bote.
In Berchtold, bllibourA et Llsnöva, ?c., pp. 55—56, ist dieser Abschied irrig in den Mörz dieses Jahresversetzt; zudem sind einige Daten falsch. Vgl. p. 59, N. I.
Zu 5» und I». Es müssen hier einige Details aus den Acten geschöpft werden:
1) 1526, 19. November (Montag nach Othmari), 6 Uhr Nachm., Genf. Die Verordneten von Bern undFreibnrg an ihre Obern. „Großmächtigen w. ?c. Jr habend in unserm nächst vergangnem schriben verstanden,wie dann der Herr von Allemaine, des Herren von Viry (Wirie) brnodcr, einen pfaffen har in die statt Jensgeschickt, einen fisch zno kaufen, und als er nun mit dem fisch zuo der statt hinus wollt riten, haben in diethorwärter nit wöllen lassen faren nß der ursach, daß der Herzog von Savoy verbottcn hat, nützit (ützit) in diestatt Jens zuo fiteren. Uf sölichs ist der Herr von Allcmaine uf nächst vergangnem Samstag har gan Jens kamenund sich crklagt (sie), wie er von dem Herzogen von Savoy befelch habe, des Keisers botschaft guot chiere zuomachen und in durch sin land zuo beitigen («io). Uf sölichs haben die regenten diser statt nachfrag gehebt underfunden, daß es nit des Keisers, sunders des Herzogen von Burbun Hofmeister sye, wie dann sölichs alles unsernächst schriben inhalt. Uf sölichs, gnädigen Herren, so ist ein lageig (wo) oder fuoßknecht zuo einer Porten diserfiatt kamen; den haben die thorhüeler gefragt, wannen er komc; hat er inen zuo antwurt geben, er kome vonPinerol, und als sy in nun wyter gefragt, ist er in siner red wankelmitetig gesin; do haben sy in angenommenund für die regenten der statt Jens gcfücrt, und also etlich brief by im funden, die wir üwcrn gnaden hiemitzuoschicken, darin ir dann finde» werden, daß der ein brief nnder anderm inhaltct, was nit in dein brief stände,werde des Herzogen von Burbun Hofmeister si wyter berichten. Und als nun die„ genamptcn regenten uns sölichbrief vorgeläsen, Hand si uns gefragt, wie der fach ze thnond sye. Do haben wir si gebetten, uns den vcrmeldtcnlageyen in ir gefänknuß zuo legen; do vermeinten die gemelten Herren, man niüeßte in in des bischofs gefänknußlegen; nun wäre (aber) zuo besorgen, daß er villicht möchte uskomen, als onch kurz vergangner tag zwen gefangenuß derselben gefänknuß komen sind, deßhalb si bedllechte, wir sölten in in unser hus ncmen und in bewaren, sowöllten si uns, wo wir es bcgerten, hilf zuogeben, die in hülfen vcrwaren. Uf sölichs . . haben wir den gemeltenlageyen in unser hus und Herberg genomcn und in isen lassen stachen, und ob gott will, wcnd wir (in) wolverwaren, daß er uns nit müeß entgon, bis nur von üwern gnade» wytern Kescheid empfachcn." Bitte um eiligenBericht, ob derselbe freigelassen oder weiter verhört oder „hinaus" gefertigt werden solle. ?c.
St. A. Bern: A. Genf (Original).
2) 1526, 21. November (Mittwoch vor Katharinc), 16 Uhr Nachm., Genf. Die Verordneten von Bernund Freiburg an ihre Obern. Erinnerung an das vorausgegangene Schreiben betreffend den gefangenen Lakaien.„Und wiewol wir im jcmcrdar fürhalten, wo er die warheit nit sagen, werde er üwern gnaden überantwurt undmit marter darzuo genötiget, so können wir doch von im nützit bringen, anders dann daß sin befelch sye, ganSant Glnndo (St. Claude), da der bischof von Jens jctzund ligt. Us sölichs . . fliegen wir üwern gnaden zuomüssen, daß nf gestrigen tag ein anderer lagey durch Jens gangen, der dann brief an etlichen orten gezöigt hat,wcliche brief von des bischofs bruoder von Jens geschriben sind; deßhalb, als uns sölichs fürkam, wären wir imgern nachgesin; do ivas er dann ein mit ivegs von uns, deßhalb uns nit möglichen ivas, in zuo erylen, und ?»zwifel Helten wir des Herzogen von Burbun anschläg eigentlich by im mögen erfaren; dann ir müssen, daß desbischofs von Jens bruoder by des Herzogen von Burbun lägcr und deßhalb wider den Kling und ein Eidgnoschaftist. Nun in sölichem ist uns fiirkomcn, wie des Herzog von Burbun Hofmeister dry reisiger pferd in des Herren
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